Therapiehund für meine Tochter geeignet und kann das Unterstützt werden?

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10 Antworten

Hallo,

bisher wird als "medizinisches Hilfsmittel" (fürchterlicher Ausdruck, ist aber rechtlich so) nur der Blindenführhund anerkannt. Und nur für diese medizinischen Hilfsmittel kommt die Krankenkasse auch auf.

Assistenzhunde oder auch Therapiehund - so wichtig sie sicher sind - fallen nicht in den Bereich der Krankenkasse, sondern müssen eigenfinanziert werden.

Und auch ein Vermieter muss nur einen Blindenführhund dulden (weil der eben kein Hund, sondern besagtes med. Hilfsmittel ist) - andere Hunde kann er durchaus ablehnen - würde aber einem Armutszeugnis gleichen und von wenig sozialer Kompetenz sprechen.

Hier kannst du dich gut informieren - auch über Ausbildung und Verkäufe

http://www.assistenzhunde-zentrum.de/index.php/assistenzhunde

Alles Gute für deine Tochter

Daniela

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dsupper hat zum rechtlichen Teil ja bereits alles geschrieben.

Eine Idee habe ich trotzdem noch: Such doch im Internet mal nach den Kontaktdaten der Malteser in Deiner Nähe. In vielen Städten gibt es Hundestaffeln, die speziell für den Besuchdienst ausgebildete Hunde haben. Diese Hunde werden von Ehrenamtlichen (ebenfalls mit entsprechender Ausbildung) geführt und es gibt die Möglichkeit, Hausbesuche zu vereinbaren. Die Besuche sind für Dich kostenlos und Du könntest Deinem Kind Kontakt zu einem Hund ermöglichen, bis sich die Situation für Dich geklärt hat.

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froeschliundco 14.09.2016, 15:53

bin deiner meinung,das kann der vermieter nicht verbieten u.die ganze arbeit eines hundes brauchst du nicht auch noch zu tragen

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JackSparrow2010 14.09.2016, 17:34
@froeschliundco

ich habe vorher die arbeit mit 2 hunden gemeistert, daher wäre das wohl das geringere problem =) da ich selbst mit hunden aufgewachsen bin und die arbeit mit den tieren genieße bzw. sie gern einen teil meiner familie nenne war das nie eine zusätzliche arbeit für mich sondern tatsächlich ausgleich und entspannung

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Naninja 14.09.2016, 18:24
@JackSparrow2010

Das habe ich nicht bezweifelt.

Der Vorschlag galt der Überbrückung, bis Du selbst wieder einen Hund halten oder Dir einen ausgebildeten Hund leisten kannst.

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Ohne dir nahe treten zu wollen, kann es nicht angehen, dass man einen Hund zulegt für ein Kind das so grob ist wie deins. Wir haben in der näheren Umgebung eine Familie mit der ziemlich gleichen Konstellation wie bei dir.

Ich könnte die Mutter regelmässig klatschen, wenn ich sehe, was das Kind mit dem ausgewiesener Assistenzhund machen darf.

Lasse besser dabei wie es ist, man legt sich keine Tiere zu, dass behinderte Kinder sie quälen können, dass es ihnen besser geht. 

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Sprich doch erstmal in Ruhe mit dem Vermieter. Erklär ihm, was ein ausgebildeter Therapiehund leistet und dass er eben kein unerzogener Hund ist, der bellt, die Wohnung zerlegt etc.

Nur: Wenn er nicht will, muss er nach aktuellem Rechtsstand auch nicht. Dann wäre es auch sinnvoller, sich nach einer Wohnung umzusehen, in der die Hundehaltung erlaubt ist. Wenn du dich durchklagen willst, brauchst du einen langen Atem und ein vernünftiges Mieter-Vermieter-Verhältnis kommt dadurch sicher nicht zustande.

Von jetzt auf gleich wird das auch mit dem Therapiehund nichts. Die Ausbildung dauert ihre Zeit, ist schweineteuer und die Wartelisten sind lang. Wenn du nicht das nötige Kleingeld hast, bleibt dir nur der Antrag bei der Krankenkasse, ob und was die übernehmen, ist fraglich. Ohne die Anerkennung des Autismus wird erstmal nichts geschehen.

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In bestimmten Fällen, dürfen Hunde überall mit hin genommen werden, wenn sie z.B. Blinden- oder Servicehunde sind. Ich denke, wenn der Hund ein offizieller Servicehund wäre, dürfte sich euer Vermieter da auch nicht querstellen, weil das nicht direkt als Haustier angesehen wird. Aber sicher bin ich mir da nicht...

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Sonderrechte haben in Deutschland leider nur Blindenführhunde.

Ein ausgebildeter Assistenzhund wäre zwar so lieb und ruhig, dass der Vermieter kaum Argumente gegen ihn hätte. Aber die Ausbildung ist langwierig und sehr teuer. Die meisten Assistenzhunde werden mit Spenden finanziert.

Der regelmäßige Kontakt zu normalen, nicht ausgebildeten Hunden hat deiner Tochter auch sehr geholfen. Was liegt da näher, als Hundebesitzer aus der Nachbarschaft zu suchen, die ihr regelmäßig treffen könnt?

Ich würde es mit einer Kleinanzeige probieren, oder in lokalen Hundefreunde-Foren. "Suche liebe Nachbarn mit Hund" oder so...

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Ich denke, du kannst da machen was du willst- es liegt am Vermieter. Wenn er keine Hunde in seiner Wohnung will, dann ist das so. Warum hast du nicht so lange weitergesucht, bis ihr eine Wohnung gefunden habt, die Hundehaltung erlaubt? Ehrlich gesagt hätte ich die Hunde nie weg gegeben! Niemals, sondern weiter gesucht.

Wenn dir das JA, sämtliche Ärzte und was auch alles bestätigen, dass deiner Tochter ein Therapiehund helfen würde, ihr könnt euren Vermieter nicht dazu zwingen, einen Hund zu akzeptieren.


Ich wünsche deiner Tochter alles Gute und halte die Katzen bitte von ihr fern - es ist nicht schön zu lesen, dass ihnen Schmerzen zugefügt werden und die Tiere Angst haben.

Ein Autismus-Begleithund ist ziemlich teuer. Frage bei der KK nach, ob sie evtl. die Kosten übernehmen würden - ansonsten höre dich mal in den Autismus-Foren um.



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JackSparrow2010 14.09.2016, 14:36

Ich hätte meine Tiere normalerweise auch Nie im Leben abegegeben. Wenn man aber unter Druck steht eine eigene Wohnung haben zu müssen weil man bis dahin in einer absolut unhaltbaren Wohnung bei einem Bekannten gelebt hat und das dort zuständige Jugendamt einem gedroht hat das Kind raus zu holen und wo anders unter zu bringen bleibt einem leider nichts anderes übrig, ich hätte mir auch gewünscht noch mehr Zeit zum Suchen einer passenden Wohnung zu haben!
Mal ganz davon abgesehen das ich nun schon über viele Gerichtsentschiede gelesen habe in denen ein Therapie Hund erlaubt wurde, trotz absolutem Verbot des Vermieters. Meine Frage ist nur ob dies auch für einen Autistenhund gilt.

Mal ganz davon abgesehen das sie den Katzen keine Schmerzen zufügt sondern sie lediglich Stresst und ihnen ständig hinterherrennt, sie zum Kuscheln zwingt und sich einen Spaß draus macht meinen Kater durch die Wohnung zu verfolgen was ihm natürlich Angst macht da sie dabei laut und ungehalten ist.

Ich halte mein Kind schon so gut es geht von den Tieren fern, kann den Kontakt aber auch nicht gänzlich verhindern

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So wie Du Deine Tochter beschreibst, würde ich es einmal mit dem therapeutischem Reiten versuchen. Niedersachsen ist Pferdeland, da wirst Du sicher etwas Passendes finden.

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JackSparrow2010 14.09.2016, 17:32

das haben wir bereits in österreich versucht und hat bei ihr nicht funktioniert =)

dennoch danke für den tipp

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An Deiner Stelle würde ich zunächst einmal mit einem Therapeuten über dieses Thema sprechen oder einem Psychiater. Vorher sollten diese FAchleute sich einen Überblick über Dein Kind machen. Ein Hund ist nicht nur Therapiehund.

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Hi :)

also ein Hund (und eigentlich jedes Haustier) sollte immer ein Familienmitglied sein und kein Werkzeug. Ich habe aber auch eine Empfehlung für dich:

Geh in ein Tierheim mit deiner aushelfen, dort bist du ständig umgeben von Hunden und anderen Tieren und kannst sogar aushelfen indem du ein paar mit nachhause nimmst um das Heim zu entlasten. Dort gibt es auch Kaninchen und andere Tiere die deine Tochter bestimmt klasse findet. Dort kommt sie außerdem mit Menschen in Kontakt und lernt Verantwortung zu übernehmen.

Sprich doch einfach mal mit ein paar Heimen, die freuen sich bestimmt darüber. Außerdem tust du etwas gutes und deine Tochter lernt was es heißt etwas selbstloses zu tun und ein guter Mensch zu sein.

Ich weiß das ist keine direkte Antwort auf deine frage und ich kenne mich nur mäßig mit Autismus aus aber ich hoffe ich konnte dir helfen. :)

Cheers,

Erdmännchen

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JackSparrow2010 14.09.2016, 14:41

Sie kennt den Umgang mit Tieren und insbesondere Hunden ja auch sehr gut =)
Unser Problem ist einfach das ich selbst nicht Mobil bin und das nächste Tierheim ziemlich weit weg, das war ursprünglich nämlich auch meine Idee.

Ein Tier mit nach hause nehmen würde auch bei dem Verbot meines Vermieters nicht gehen da er nicht einmal einen Besuchshund duldet (er wohnt auch hier auf dem Hof und bekommt das unweigerlich mit)

Mit Nagern wäre es viel zu Riskant mit meiner Tochter, das sehe ich alleine am Umgang mit den Katzen. Sie ist viel zu grob und man kann ihr auch nicht erklären das die Tiere dann Angst vor ihr bekommen

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