Therapie und Medikation bei Angststörungen mit Panikattacken?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Ich leide bzw.litt unter Panikattacken seit ich 20 war. Ich habe verschiedene Gesprächstherapien gemacht und hatte lange Zeit meine Ängste bzw. Panikattacken halbwegs im Griff, aber war in vielen Situationen angespannt. Ich konnte viele Dinge nicht richtig genießen bzw. gar nicht erst machen. Irgendwann ist das dann so gekippt, dass es mir so schlecht ging, dass ich eine Zeit lang nicht mehr arbeiten gehen konnte. Ich hatte mich immer mit Händen und Füßen gegen Psychopharmaka gewehrt, aber ab diesem Zeitpunkt habe ich freiwillig ein Antidepressiva (werden auch gegen Panikattacken verschrieben) genommen. Die Wirkung setzt erst nach einigen Wochen ein. Ich merkte dann mit der Zeit dass es mir langsam besser ging und nach ca einem halben Jahr ging es mir um vieles besser. Ich war viel entspannter, weil die Angst vor der Angst verschwindet. Ich denke auch, dass man nicht alle psychischen Erkrankungen immer mit Gesprächstherapie heilen kann, da es auch der Fall sein kann, dass im Gehirn gewisse psychochemische Prozesse nicht richtig ablaufen und ein Medikament daher notwendig ist. Ich bin Uch heute nicht völlig angstfrei, aber ich kann mein Leben gut leben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wijournal
25.09.2016, 22:30

Kannst du mir sagen, welches Medikament?

0

Sich seiner Angst stellen, denn die Angst vor der Angst ist das Panikauslösende. Nennt sich Konfrontationstherapie und dauert ihre Zeit.

Medikamente gibt es viele zur Beruhigung, dass klare Gedanken möglich sind. Was eingesetzt wird, entscheiden die behandelnden Ärzte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wijournal
25.09.2016, 21:35

Wie soll man sich mit der Angst, "Das Herz könnte jeden Moment stehen bleiben, und du Tod umkippen" konfrontieren? Mein Punkt, die Ärzte geben mir zwei Medikamente, die Zusammen auf die QT- Zeit des Herzens einwirken können.

0
Kommentar von thelittleJey
25.09.2016, 21:36

Hallo, ich hatte eine Zeitlang auch starke Angststörungen. Ich muss sagen das du dich in erster Linie unter Kontrolle bekommen musst und dir bewusst machen musst das es nicht so schlimm ist wie es scheint. Und ich bin davon frei gekommen als ich meinen Glauben an Jesus vertieft habe. Ich rate dir also dafür zu beten das du frei wirst. Gottes Segen dir. 

0

Therapie kann dir natürlich helfen und würde ich auch empfehlen. Aber den eigentlichen Schritt muss du tun. Umso mehr du dich damit beschäftigt, umso mehr Sicherheit bekommst du in einer angsteinflössenden Sitaution.

Medikamente können diesen Schritt angenehmer gestalten. Bitte lass dir die Medikamente nicht vom Hausarzt verschreiben, sondern von einem Psychater.

Viel Erfolg, Kora23

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

kognitive Verhaltenstherapie ist da zu empfehlen, an Medikamenten, man sollte sie indes nur zweitweilig nehmen, ist Kava Kava das geeignete Mittel u.a.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Von Medikamenten würde ich abraten, es sei denn es wäre wirklich sehr akut und sehr extrem.

"Normale" Panikattacken kriegst du sehr gut selbst unter Kontrolle. Da gibts verschiedene Möglichkeiten, das anzugehen. Atem- und Beruhigungstechniken, Placebo, gesteuertes Denken und vieles mehr.

Wir kriegen meistens sehr viel mehr alleine hin als wir zunächst denken. :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wijournal
25.09.2016, 21:33

Was wenn die Angststörung schon, über sechs Jahre besteht und man den Gedanken, "Jederzeit könntest du Tod umzukippen! Oder das Herz stehen bleiben, verfestigt haben."

0

Hallo W.

Bei Angststörung und Panikattacken kann eine Verhaltenstherapie sehr gut und schnell helfen.

Man kan auch selbst sehr viel tun! (z.B. Entspannungsübungen, Atemübungen, Ratgeber lesen, Selbsthilfegruppe suchen, Sport machen).

Medikamente sollte nur genommen werden, wenn Psychotherapie nicht hilft, oder die Beschwerden sehr gravierend sind.

Hausärzte verordnen gelegentlich Beruhigungsmittel, davon ist dringend abzuraten!

Empfehlenswert sind manche Antidepressiva. Diesbezüglich solltest Du Dich von einem Psychiater beraten und diese verordnen lassen.

LG und gute Besserung!

Hourriyah

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wijournal
25.09.2016, 22:32

Sind Sie zufällig Psychiater?

0

Was möchtest Du wissen?