Therapie für Insassen, eine Lösung?

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6 Antworten

Es gibt durchaus Psychotherapie für Straftäter, das nennt sich forensische Psychiatrie.

Aber die wenigsten Gefängnisse in Deutschland leisten sich das - müssen schließlich auch alle draußen durch Steuern zahlen - und die Erfolgsquote ist deutlich niedriger durch das kriminelle und geringe soziale Umfeld.

Aber davon abgesehen ist bei weitem nicht jeder Straftäter therapiebedürftig oder therapiefähig!

Ein Mörder zb hat zwar idr einen massiven Moralkonflikt, aber das ist keine psychische Störung.

Das wäre wie wenn wir jedem mit Redebedarf eine Psychotherapie zahlen würden (was zum Glück nicht so ist!) oder jedem, dem seine Nase nicht gefällt die Nasenkorrektur...

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Leider muss ich dich enttäuschen: die meisten Straftäter sind psychisch völlig gesund. Angebote im Strafvollzug orientieren sich am Ziel der Resozialisierung und Rehabilitation. Hierfür gibt es zahlreiche Maßnahmen und Angebote in den Haftanstalten. 

Psychisch erkrankte Straftäter werden im Maßregelvollzug (forensische Psychiatrie) untergebracht, wo sie u.a. auch Psychotherapie erhalten.

Straftäter, egal ob psychisch erkrankt oder nicht, bei denen von einer hohen Wiederholungsgefahr ausgegangen werden muss, werden nach dem Maß- oder sonst. Strafvollzug in die Sicherungsverwahrung überführt.

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Hi Pikalas,

ich glaub an GUT und BÖSE. Die Steuerungs- und Einsichtsfähigkeit ist auch im affektiven Ausnahmezustand noch vorhanden. Nur der schuldunfähig Kranke kann nicht mehr den Unrechtsgehalt seiner Tat erkennen.

Es gibt sozialtherapeutische Anstalten - seit den 70ern für Sexual- seit kurzem auch für Gewaltstraftäter. Motivierte Gefangene kriegen da eine Therapie.

Man muss zwischen Hangtätern (z.B. Sadisten, Pädophilen, Berufskriminellen) und Ausrastern (Affekt, oft auch wegen Alkohol oder Lebenskrise) unterscheiden. Letztere haben ja oft Defizite (50% aller Gefangenen sollen Persönl.störungen aufweisen) die man therapieren kann, wenn derjenige will. Bei Ersteren hat der Schutz d. Allgemeinheit Vorrang.

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Abgesehen davon, dass es psychologische Betreuung - ebenso wie geistliche -  i.A. auch in Gefängnissen gibt, hat die Psychotherapie dort ihre Grenzen, weil die Rahmenbedingungen ungünstig, Vertrauensverhältnisse schwierig, die Motivation nicht eindeutig etc.

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1. Gibt es Therapien für Fälle, bei denen es nötig ist.

2. Erkläre mir bitte, von welcher "psychischen Krankheit" du redest.

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Kommentar von Pikalas
30.09.2016, 19:34

Na, ein Mörder ist doch wohl nicht ganz dicht im Kopf, der wird doch wohl irgendwelche Wege in seinem Leben gegangen haben müssen, die ihn letztendlich zu dieser Tat verleitet haben oder glaubst du 100% an einen freien Willen?

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Warum gibt es in den Gefängnissen keine Psychotherapeuten?

Warum stellst du so eine Behauptung auf?

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