Therapie erscheint mir wenig erfolgsversprechend - soll ich wechseln?

3 Antworten

Das eine Therapeutin gekränkt ist, wenn ein Klient die Therapie abbrechen will, okay. Therapeuten sind auch nur Menschen, allerdings dürfen sie diese Gefühle vor dem Patienten gar nicht zeigen und ihm dieses schlechte Gewissen machen. Kannst du mit der Therapie echt nicht wieder anfangen? Spreche deine frühere Therapeutin doch noch mal an.

Die jetztige Therapie würde ich auf alle Fälle beenden, es ist nur Zeitverschwendung und du regst dich mehr (zu Recht!) darüber auf, als das es was nützt. Wenn du die frühere Therapie nicht fortsetzen kannst, dann musst du dir einen neuen Therapeuten suchen.. Das ist schwer und wieder eine große Umstellung, weil man alles nochmal erzählen muss, aber es wird auf Dauer das Beste für dich sein :)

Umso länger du mit der Behandlung größerer Baustellen wartest, desto mehr können sich diese verschlechtern. Das hat auf alle Fälle Priorität, dich erst um deine anderen Baustellen zu kümmern. Diese kommen in der jetzigen Therapie viel zu kurz und das ist gar nicht gut.

Es gibt doch Patientenakten. Entsprechende Schweigepflichtsentbindung vorausgesetzt.

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@Wepster

ich weiß nicht ob sich meine Therapeutin wirklich immer alles aufschreibt, was ich in den Therapiesitzungen so erzähle.. klar es gibt ne Akte, bei denen die ganzen Probleme drin stehen, aber ob die wirklich so detailliert drin stehen, mit all dem was man besprochen hat? Und bei einem neuen Therapeuten muss man sich dennoch erst mal kennenlernen und das dauert bis das Vertrauen wieder aufgebaut ist.

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@Sherlock hast du Erfahrungen mit Verhaltenstherapie bei Autisten? Das Verhalten des aktuellen Therapeuten ist für eine VT nicht wirklich ungewöhnlich. Außerdem sollte der FS seine Probleme (dass ihm alles zu langsam geht) ansprechen.

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@einfachichseinn

Das nicht ne, aber ich denke so ein Verhalten bringt dem Fragenden nichts und deshalb ist die Therapie nicht zielführend. Klar kann man es vorher ansprechen und erstmal warten, ob sich was ändert. Ist vielleicht schlauer, nur denke ich, dass sich dann ganz schön viel ändern muss und wenn sich der Therapeut um 360° ändern soll, dann kommt es vielleicht auch unecht rüber. Gerade die Antwort auf die Frage konnte er nicht wirklich gut beantworten, da finde ich den Therapeuten schon leicht unsymphatisch.

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@einfachichseinn

@einfachichsein Es geht mir nicht unbedingt um die Geschwindigkeit der Therapie, sondern um den (aus meiner Sicht) mangelhaften Nutzen der Inhalte. Ich habe ja ein Beispiel angegeben. Welchen Nutzen würdest du denn in diesem "Gesprächstraining" sehen, wenn es nur für eine Stunde aufgegriffen, unter nicht reellen Bedingungen durchgeführt und dann mit einem "Da weiß ich jetzt auch nicht weiter" wieder verworfen wird?

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@Sherlock so habe ich das nicht gemeint. Ich kann die Therapie bei meiner früheren Therapeutin durchaus wieder aufnehmen. Sie hat es mir sogar angeboten. Ich darf nur nicht beides gleichzeitig machen.

D.h wenn ich zu ihr zurück gehen und die Autismus-Therapie abbreche, kann ich diese wegen der beschränkten Kostenübernahme nicht erneut anfangen.

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@Revic

Ah okay, dann würde ich zunächst mit dem jetzigen Therapeuten reden, dass du dir etwas anderes unter der Therapie vorgestellt hast. Wenn sich weiterhin nichts ändert (warte nicht zulang), dann fang die vorherige Therapie wieder an :)

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Es ist für einen Menschen, der weder dich noch die genaue Situation kennt schwer zu beurteilen, welchen Nutzen diese Therapie hat. Es liegt an dir das alles mit dem Therapeuten zu besprechen und zu schauen, ob sich etwas ändert bzw ob der Therapeut sich erklärt. Danach kannst du immer noch etwas ändern.

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Das klingt meiner Meinung nach nicht grade ungewöhnlich. Also das mit den Spielen dient oft einfach nur dem Zweck dich kennen zu lernen und dein Vertrauen zu gewinnen. Ebenso, dass ihr langsam an bestimmte Themen herangeht.

Eine Verhaltenstherapie kannst du nicht mit einer tiefenpsychologischen Sitzung vergleichen.

Das sind zwei komplett andere paar Schuhe.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass eine VT Jahre lang geht.

Ich rate dir diese Therapie weiter zu machen. Allerdings solltest du mal mit dem Therapeuten besprechen, was du hier geschrieben hast.

Wenn du immer nur denkst:" Mensch ist der Therapeut doof. Das bringt doch alles nichts!", kann der Therapeut das nicht riechen und kann so auch nichts ändern.

Wofür ist es denn wichtig, bei einer Verhaltenstherapie Vertrauen aufzubauen? Im übrigen hast du mich denke ich falsch verstanden. Ich vergleiche die Tiefenpsychologie und die Verhaltentherapie nicht vom Inhalt her miteinander, sondern von der Qualität und dem Nutzen, den es mir bringt.

Das die Therapie in der Regel immer über mehrere Jahre andauert weiß ich und ist für mich auch logisch verständlich. Daran übe ich keine Kritik aus.

Und ich finde meinen Therapeuten auch nicht "doof", um es in deinen Worten zu sagen. Ich zweifele nur daran, ob sein Therapieansatz wirklich der richtige für mich ist.

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Also es mag ja sein das Spiele spielen der Analyse hilft, aber wenn man das durchschaut verhält man sich anders. Gerade vermutete Autisten sind nicht immer dumm sondern wissen vielelicht schon vorher was für was steht. Das sind eben so Muster die konsequent und monoton durchgezogen werden. Man kann nicht Jahre lang immer "Mensch ärgere dich nicht" spielen da wird an doch dumm von. So macht man sich m.M.n erst richtig Patienten die vielelicht noch auf Benzos durch die Gänge torkeln.

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Es ist immer wichtig, dass du Vertrauen zu deinem Therapeut aufbaust. egal, um was für eine Therapie es sich handelt. u d wie gesagt du solltest einfach mal ansprechen, was dich stört. VT ist für Autisten eigentlich die beste Wahl. Ob du nun andere Probleme erst ablegen möchtest, muss du Abwegen. Aber vielleicht kannst du auch das mal mit dem aktuellen Therapeuten absprechen und ggf kann er dir auch dabei helfen. Probleme und Gedanken ansprechen sind nun mal das A und O einer Therapie. @wepster ich habe nirgendwo geschrieben, dass spielen der Analyse hilft. Es geht darum sein Gegenüber kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen und ein Therapeut, der auf Autismus spezialisiert ist, wird auch aus dem Verhalten eine Menge ablesen können. mehr als du dir als Laie vorstellen kannst.

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@einfachichseinn

Ja aber warum ist das Vertrauen denn so wichtig? Das es wohl irgendwie wichtig ist habe ich ja jetzt schon verstanden.

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Weil es einfach eine Grundvoraussetzung ist. Es soll in einer Therapie darum gehen, dass du Probleme ansprichst und dich gut aufgehoben fühlst. Wenn du dem Therapeuten aber nicht wirklich vertrauen kannst, wirst du ihm auch nichts anvertrauen.

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@einfachichseinn

Für mich ist Vertrauen keineswegs eine Voraussetzung, um mit einer fachkundigen Person über meine Probleme zu sprechen.

Ich befinde mich seit 5 Jahren in psychiatrischer Behandlung und hatte in dieser Zeit 8 verschiedene Psychologen/Therapeuten. Ich habe ihnen alles gesagt, was sie wissen wollten, habe gut mitgearbeitet und war wirklich interessiert daran, meine Probleme zu bekämpfen.

Trotzdem haben alle entweder die Verantwortung für mich wieder abgegeben oder haben ganz aufgehört, dort zu arbeiten. Nur bei einer Therapeutin ging der Abbruch von mir aus, weil ich umgezogen bin.

Ich weiß also aus Erfahrung, dass ich für einen Vertrauensaufbau überhaupt keine Zeit habe. Deshalb versuche ich so viel wie möglich aus jeder einzelnen Therapiestunde rauszuholen, damit, wenn die Leute mich dann nicht mehr haben wollen, ich wenigstens ein bisschen was daraus mitnehmen kann.

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naja ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass du jemandem deine Gefühle anvertraust ohne ihm zu vertrauen. Das ist ja grade das, was dein aktueller Therapeut öffentlich sehr gut geschafft hast. Du hast ein gewisses vertrauen aufgebaut (ohne würdest du dich ihm nicht an vertrauen!) ohne, dass dir wirklich bewusst ist, dass du Vertrauen aufgebaut hast.

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@einfachichseinn

Anscheinend kann ich es ja doch, denn eine Sitzung reicht für mein Verständnis nicht aus, um wirklich Vertrauen zu einer Person zu fassen. Gerade dann, wenn es einem ohnehin schwerfällt, Vertrauen aufzubauen.

Mein Denken funktioniert in dieser Hinsicht eben nicht wie bei anderen. Ich würde einer fremden Person auf der Straße nicht einfach so etwas über mich erzählen, bei Fachleuten ist das etwas anders. Ihr einziger Zweck besteht in meinen Augen darin, mir bei meinen Problemen zu helfen. Es ist ein Tausch. Sie bekommen Informationen und Bereitschaft und ich bekomme dafür Hilfe. Theoretisch. Leider bin ich oft der Einzige, der etwas gibt, dafür aber nichts zurückbekommt.

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Vielleicht merkst du es auch nicht, weil es unbewusst passiert?!

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Klingt typisch bescheuert, und hilft geradezu die Therapie bis in alle Ewigkeit zu dehnen, sonst würde keiner was verdienen. Das Ärztesystem in Deutschland sollte doch schon langsam bekannt sein, nur wer krank bleibt kann behandelt werden und nur so kann man was verdienen. Anyways, meine Kritik ist zwar wichtig aber hilf aktuell nicht sonderlich, jeder Wechsel heißt von vorne beginnen aber wenn man bleibt ändert sich nichts, so scheint es hier.

Bei psychischen Problemen muss man immer analysieren warum oder woher diese kommen, vom Ursprung her, das macht fast kein Arzt, sind es Situation, Traumen, organische oder hormonelle Probleme? Was will man erreichen, ist das Ziel mit der Erkrankung leben oder die Ursache beseitigen. Trauma kann man bewältigen, organisches eher schwieriger, da liegt der Focus auf Akzeptanz. Symptomatische Behandlung ist leider ein Steckenpferd der Medizin, ganz außer Acht der Kern-Ursache.

Ich würde also wechseln und anders an die Erkrankung rangehen. Ursachenforschung, weniger Schulmedizin oder den richtig Therapeuten finden, was mehr wechseln bedeutet.

Es ist leider nicht wirklich richtig, dass immer herausgefunden werden muss, woher manche Probleme stammen. Schau dir mal den systemischen Therapie Ansatz an. Da ist das Ziel einfach die Zukunft zu verbessern und zu verändern, während ein Tiefenpsychologe eher versucht herauszufinden, wo etwas herkommt, aber darüber hinaus "vergisst " die Probleme zu lösen. und Autismus ist auch keine typische psychische Erkrankung.

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@einfachichseinn

Die Zukunft verbessern und verändern? Ja klar. Wie macht man das, die Gegenwart vergessen und mit Dr. Emmett in die Zukunft reisen?

Hast du mir wegen so einen Schwachsinn einen Daum runter gegeben, das wäre ja die Höhe und ich lach dich dann auch aus, vor meinem Bildschirm.

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Ich denke nicht, dass die Tiefenpsychologie mir bei meinem Autismus in irgendeiner Weise weiterhelfen würde, da es sich dabei um eine angeborene Störung handelt, die auch durch Ursachenforschung nicht "behoben" werden kann. Hier liegt auch der Unterschied zu einer Krankheit. Eine Krankheit kann man für gewöhnlich heilen, ASS nicht.

Ich fand die tiefenpsychologische Therapie eher für meine anderen
Baustellen erschwinglich und habe dadurch auch wichtige Erkenntnisse erlangt.

Die Frage ist also nicht, durch welchen Therapieansatz ich den Autismus am besten "heilen" kann, denn das ist völliger Blödsinn. Die Frage ist eher, was in der Therapie Vorrang hat.

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@Revic

Okay, also ASS und Autismus angeboren. Wenn man es nicht behandeln bzw. beseitigen kann, heißt es wohl akzeptieren (durch die Therapie) und dadurch entstehende Defizite für das Sozialleben etc. auszugleichen, das müsste der Therapieansatz sein. Ziel ist weg von der Therapie...wie die Therapie das macht, wie lange es dauert und wo ein Fachkundiger den Fokus setzt ist die Frage. Im Grunde wurde ja schon fast alles gesagt. Aber ich klinke mich aus, da alles weitere zu tief in die Materie geht wo ich keinen allgemeinen Plan mehr habe. Auf jeden Fall viel Erfolg und die Fähigkeit mit all dem umzugehen.

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lach du nur Wepster. Wenn du keine Ahnung hast bitte. VT heißt ganz salopp gesagt: du kannst Menschen nicht in die Augen schauen. Also erarbeiten wir Möglichkeiten, damit du das IN Zukunft(!) besser schaffst.

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@Revic : welche Therapie Vorrang hat, kannst wirklich nur du wissen. Ich kann dir nur den Tipp mit auf den Weg geben all diese Gedanken, die du hier geschildert hast, deinem Therapeuten zu erklären und dann schauen, wie er das beurteilt. Danach kannst du immer noch weiter schauen. Zur Not könntest du dir auch noch eine andere therapeutische Fachkraft für Tiefenpsychologe suchen, die dich trotz der VT behandelt.

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