Therapie abbrechen, geht das jederzeit?

10 Antworten

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Hey Marie,

prinzipiell kannst Du Deine Psychotherapie jederzeit abbrechen. Es geht um Deine Gesundheit und wenn Du die Therapie nicht mehr machen möchtest, kannst Du das in der Regel auch durchsetzen (eine Grenze setzt natürlich die Gefährdung für Dich oder andere, aber das erklärt sich denke ich von selbst).

Du sagst es selbst - Du bist alt genug und dementsprechend auch frei in Deiner Entscheidung. Aber eine Therapie abzubrechen, ist selten die richtige Wahl. Wenn Deine Therapeutin sagt, dass es besser für Dich wäre, wenn Du in eine Klinik gehst, wird das ja auch einen Hintergrund haben.

Du scheinst eine schwere Depression zu haben und die kann man einfach nicht selbst behandeln. Ich verstehe, wenn Du da in einer Situation bist, in der es um Deine Arbeit geht und Du das sicherlich vorne anstellst. Das ist vollkommen verständlich, aber nicht immer die beste Lösung.

Bedenke doch bitte einfach, dass Du erkrankt bist - genauso wie man mit einer Grippe vielleicht einige Zeit zu Hause verbringt, hast Du eben Depressionen, da gibt es keinen Unterschied. Eine Depression ist eine Krankheit und die kann man auch behandeln.

Ich kenne natürlich Deinen Krankheitsstand nicht und daher ist es für mich auch schwierig, Deine Situation zu beurteilen, aber wenn Deine Therapeutin sagt, dass Du stationär in eine Klinik gehen sollst, dann wäre es wirklich besser, wenn Du das machst. Ihre Meinung kommt ja auch nicht von ungefähr.

Ich meine sogar, dass Dein Arbeitgeber Dir aufgrund einer Erkrankung nicht kündigen darf, sofern Du nicht in der Probezeit bist, aber nagel mich nicht darauf fest, rechtlich kenne ich mich nicht so gut aus.

Und wegen Deiner Familiensituation - diese Offenheit ist gerade in der Familie extrem wichtig. Sprich doch mal mit Deiner Therapeutin darüber, dafür ist sie doch da. Ich glaube nicht, dass man Dir eine Erkrankung übel nehmen wird.

Also überlege Dir bitte einfach nochmal, ob ein Klinikaufenthalt nicht doch besser für Dich ist - denn bei einer schweren Depression ist man normalerweise nicht in der Verfassung, seiner Arbeit hinreichend nachgehen zu können. 

Ich bin mir sicher, dass es Dir nach dem Klinikaufenthalt schon sehr viel besser gehen würde. Die Therapeutin will Dir ja auch nur das Beste - nimm ihren Rat doch einfach an, sie weiß, was sie tut.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

Danke für deine ausführliche Antwort!
Ja meine Diagnose ist eine schwere Depression, und meine Therapeutin ist der Meinung das ich zurzeit nicht stabil genug bin, eine ambulante Therapie zu machen.
Ich habe jetzt am 18.09 ein Termin in der Klinik. Ich werde hingehen und es mir zumindest einmal anhören :)

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@Maariiee94

Gerne! Ja, geh dort hin und lass Dich beraten. Dafür ist ja das Gespräch. Schön, dass Du es auf Dich nimmst.

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Ich habe auch schon mal eine Therapie abgebrochen, weil sie mir nichts gebracht hat. Glücklicherweise war ich da noch in den fünf Schnupperstunden. Und ich habe das Ganze als sinnlos betrachtet.

Ich habe angerufen und gesagt, dass ich nicht mehr kommen will. Der Therapeut hat mich trotzdem noch mal zu einem Gespräch eingeladen, weil er die Gründe wissen wollte. Und sicher auch Geld verdienen.

Aber bei dir liegt der Fall etwas anders. Wenn dir deine Therapeutin sogar einen Klinikaufenthalt empfiehlt, ist die Therapie doch wohl eher notwendig. Und du solltest nicht so schnell aufgeben.

Sieh es positiv: Ein Klinikaufenthalt kann nur von Vorteil sein. Ich war auch mal in der Psychiatrie. Und habe dort viel gelernt. Ich möchte die Zeit dort nicht missen.

An erster Stelle sollte deine Genesung stehen. Und nicht das Drumherum.

Du schreibst leider nicht, was die Auslöser deiner Erkrankung sind.

Wenn deine Therapeutin eine Einweisung in die Psychiatrie empfiehlt, steht nicht selten der Grund dahinter, eine Person aus der krankmachenden Umgebung heraus holen zu wollen.

Genauso, wie ein Alkoholiker schnell wieder in seine alten Muster zurückfällt, wenn er nach erfolgreicher Therapie wieder in sein altes Umfeld zurückkehrt, kann ein Mensch mit Depressionen häufig erst dann erkennen, dass es sein Umfeld ist, das ihn krank macht, wenn er aus diesem "herausgenommen" wird.

Lass dich darauf ein, es kann dich weiter bringen und dir neue Erkenntnisse verschaffen. Etwas schlimmeres, als dass sich garnichts für dich verändert, kann eigentlich nicht passieren.

Gute Besserung

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