Theoriefrage über Puffer?

4 Antworten

Die richtige Antwort ist nicht die Temperatur (die hast Du bei Deiner Berechnung ja berücksichtigt), sondern der Unterschied zwischen der Aktivität (für diese gelten all die Gleichungen) und der Konzentration (diese hast Du durch Deine Einwaage festgelegt. 

Nur bei sehr verdünnten Lösungen (ca. 0.1 mmol/l) kann man den Unterschied vernachlässigen. Bei 1 mmol/l liegen die Abweichungen in der Größenordnung 10%.

Die Temperatur ist schonmal gut. Ein Puffer funktioniert über die Dissoziation von H+ oder OH-, was natürlich temperaturabhängig ist, und damit ist auch der pKa-Wert temperaturabhängig. Das kann man wunderbar sehen wenn man einen Puffer aus dem Kühlschrank nimmt und mal den pH misst (bei TRIS-Puffer ist der pH dann um etwa 0,5 höher als bei Raumtermperatur). Also immer dran denken wenn Du einen Puffer bei RT ansetzt aber dann im Kühlraum arbeitest, oder wenn der Puffer beim Titrieren die Temperatur ändert (das erwärmen beim Ansetzen könnte auch die Antwort zr Frage gewesen sein, da sich z.B. TRIS gerne mal um 5-10 °C beim Titrieren erwärmt.

Ein anderer Einfluss ist die Ionenstärke. Setzt man einen Phosphatpuffer nach Sörensen (66 mM) an und verdünnt ihn dann auf 10 mM ist der pH-Wert ein bisschen verschoben. Dieser Effekt ist aber nicht so deutlich wie die Temperatur und kann bei den meisten Puffern ernachlässigt werden.

pKa-Tabellen haben daher neben dem pKa-Wert auch oft Korrekturfaktoren für die Pufferkonzentration und die Temperatur.

Hi,

die HH-Gleichung beschreibt nur einen Teil des Puffers. Letztendlich ist es die Titrationskurve. An den Enden, d.h. bei hoher und bei niedriger Konzentration wird sie ungenau.

m.f.G.

anwesende

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