Theorie Gitarre?

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6 Antworten

Eigentlich ist die Idee von Jazzguitar genau richtig für dich! Denn die ganzen Skalen/Modi usw. von der Jazz-Musik sind eine perfekte Grundlage für deinen Musik-Geschmack mit Metal/Rock/Punk. Auch wenn es auf den ersten Eindruck her seltsam und sehr abwegig klingen mag, basieren sämtliche Riffs auf den komplexen Jazz-Akkorden (deren einzelne Noten in diesen 'zerlegt' gespielt werden) in der härteren Musik. Damit es dir nicht zu trocken ist, hilft es dir, wenn du nebenbei Soli aus dem Metal übst, in denen sehr häufig einfach die Tonleitern auf- und abgespielt werden oder indem du aus der Punk-Musik Songs der Band Billy Talent, die einige Jazz-Akkorde direkt übernehmen (zB in Saint Veronika), lernst. 

Ferner gibt es viele Youtuber oder Seiten im Internet, die dir helfen die einzelnen Skalen besser zu verstehen (auch vom Klang her). Wenn es dir nichts ausmacht, dass so etwas in englisch erklärt wird, kann ich dir den Youtuber Chris Zoupa empfehlen, der sowohl die einzelnen Modi erklärt (phrygisch, mixolydisch, äolisch, ...), als auch dazugehörige Riffs/Improvisationen zeigt. Um es besser zu verinnerlichen, kannst du einen Backing-Track auf YouTube in dem jeweiligen Modus auswählen und selbst improvisieren. Und noch eine kleine Empfehlung von mir: wenn du dich mit den einzelnen Skalen schon ein bisschen auseinander gesetzt hast und anfangen willst, selbst Riffs zu schreiben, so kann ich dir die Gitarren-Software Guitar Pro empfehlen, bei der du u.a. auf einem virtuellen Griffbrett sämtliche Skalen anzeigen lassen kannst... Von Dur/Moll über die harmonische/melodische Variante, bis hin zu Kirchentonleitern, Pentatonik und sogar Arpeggios.... Für den Anfang sollte aber YouTube und/oder das von Jazzguitar vorgeschlagene Buch helfen. :) liebe Grüße & Rock on \\m/

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Kommentar von Meeha
02.03.2016, 11:07

Billy Talent ist super, ja! Der Gitarrist spielt viel in die Richtung Jazz

und mit englisch habe ich kein Problem, ich werde es mir mal anschauen, vielen dank =)

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Speziell für Gitarre kann ich dir Michael Sagmeister's Jazzgitarre empfehlen. Wenn es speziell um Theorie geht ist Frank Sikoras Neue Jazz-Harmonielehre das gängige Nachschlagewerk.

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Kommentar von Meeha
25.02.2016, 01:14

Mein Musikgeschmack geht eher so in Richtung Metal/Rock/Punk, ist es dafür auch geeignet? Ich suche was, wo Grundlagen und was in die Richtung dabei ist

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Wenn ich das richtig sehe, möchtest du selber herausfinden können, welche Akkorde zusammenpassen und welche Töne man dazu spielen kann.

Dann brauchst du eigentlich noch kein Heft.

Probier mal etwas aus:

Spiel mal die Akkordfolge  G  C  D  G

Wie du hörst, passen diese Akkorde gut zusammen. Das ist kein Zufall. Es ist eine Akkordfolge in der Tonart G-Dur mit den 3 beteiligten Hauptdreiklängen, die immer auf der 1., 4. und 5. Stufe der Tonart liegen. Das brauchst du nur abzuzählen: (G   A   H   C   D   E)

Die anderen drei Stufen, (hier sind es A, H, E) heißen Nebendreiklänge und werden als Mollakkorde gespielt. Jetzt hast du schon 6 Akkorde, die zu der Tonart G-Dur passen.

Porbier mal das:    G  D  Em  C    Am  Hm  C  D    G 

(Falls du Hm noch nicht greifen kannst, lass ihn erstmal weg.)

Passt doch alles gut zusammen, oder?

Dieses Prinzip kannst du auf jede andere Tonart übertragen, ein Beispiel:

Tonart C-Dur, also (C  D  E  F  G  A). Die passenden Akkorde sind also:

C,  F,  G    und   Dm, Em, Am

WICHTIG! Du musst beim Abzählen immer nur aufpassen, dass du die Töne der richtigen Tonleiter abzählst.

In der Tonart D-Dur wäre das z. B.:(D   E   Fis   G   A   H)

Das sollte aber kein Problem sein. Schau einfach hier nach:

musicians-place.de/harmonielehre/kurs-1/die-12-tonarten/loesung.html

Hingegen werden passende Akkorde in  Molltonarten in der Rockmusik oft auf folgende Weise zusammengestellt, Beispiel Tonart A-Moll:

Am     (Hm)     C      Dm (oder D)      E (oder Em)      F      G

1.        2.          3.     4.                         5.                      6.      7.   Stufe

Wie du siehst wird hier auch der Akkord auf der 7. Stufe benutzt.

So, das war erstmal alles zu Tonarten und Akkorden!

Das Spielen und sich Ausdenken von Melodien ist dabei ganz einfach. Nimm immer nur die Töne der Tonart, in der du spielst (siehe angegebener Link weiter oben)

Allgemein kann ich dir empfehlen, mit diesen Erkenntnissen erstmal zu experimentieren und selbst Neues auszuprobieren. Mit etwas Erfahrung wirst du dann immer schneller und sicherer. Und ich glaube, in den meisten Fällen reicht dir dieses Wissen schon.

Wenn du dann noch tiefer in die Materie einsteigen willst, hast du zumindest schon mal eine bessere Vorstellung davon, um was s geht und kannst dir dann die passenden Hefte gezielter aussuchen.

Viel Spaß

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Kommentar von Meeha
02.03.2016, 11:11

das meiste weiss ich sogar schon =D Es kommt einem sehr verdächtig vor, wenn man in mehreren Songs die gleichen Akkorde hört. Aber die Theorie dazu fehlt teilweise, ich habe leider Musik abgewählt (sorry, ich bin eher Künstler, haa..)

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Du hast sachverständige Beiträge bekommen. Von mir ein kleiner Hinweis auf die Literatur. Clemens J. Setzt hat jüngst den Roman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" veröffentlicht. Allemal empfehlenswert.

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Kommentar von Meeha
02.03.2016, 11:08

auch das werde ich mir mal anschauen, danke =)

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Wenns um Grundwissen geht, kann ich (neben Sikora, der halt schon ein wenig "vertiefter" ist) "Die Neue Harmonielehre" Bd. 1 u. 2 von Frank Haunschild empfehlen - hab ich als gut verständlich empfunden.

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Kommentar von Meeha
02.03.2016, 11:07

ich schaus mir mal an, vielen dank =)

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Unvergänglich-zeitlos ist meines Erachtens immer noch "Peter Burschs Gitarren-Buch".

pk

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Kommentar von Meeha
02.03.2016, 11:08

ist notiert, danke =)

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