Thema RAF: Zum scheitern verurteilt?

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Der Plan der RAF war ja nicht, das Volk durch die eigenen Taten zu begeistern, sondern durch Terror den Staat dazu zu zwingen, sein "wahres Gesicht" zu zeigen.

In der Folge sollte die staatliche Repression derart ansteigen, dass die Bevölkerung sich aus bürgerlichem Ungehorsam heraus kollektiv erheben würde. Diese Erhebung sollte sich schließlich zu einer organisierten Revolution umformen.
Das war der Plan. 

Tatsächlich stiegen Sympatien und Rückhalt in der Bevölkerung zu Anfang, als die RAF zwar Anschläge verübte, aber noch durch z.B. telefonische Warnungen selbst dafür sorgte, dass Menschen nicht zu Schaden kamen.

Dies änderte sich schlagartig, als die RAF zur Beschleunigung ihrer Ziele begann, Menschenleben nicht nur zu gefährden, sondern im nächsten Schritt gezielt anzugreifen.

Am plötzlichen Rückgang der Unterstützung durch die Bevölkerung konnte auch die tatsächlich repressive staatliche Reaktion wie z.B. massenhafte Telefonüberwachung, Verletzung des Briefgeheimnisses, Rasterfahndung und "Terroristenerlass" nichts ändern.

Meiner Meinung nach war der Plan der RAF zwar mit der Mobilisierung der Massen als strategisches Ziel begründet, tatsächlich aber fand sich eine Gruppe gewaltbereiter Menschen zusammen, die lediglich ihre sehr verschiedenen persönlichen Motive unter einem politischen Deckmantel vereinigte.
Ich halte die RAF für sehr durchschaubar in diesem Versuch, als Gruppe von persönlich motivierten Gewalttätern eine vorgeschobene politische Wirkung zu erreichen.
Und da die Bevölkerung überraschenderweise auch in ihrer Gesamtheit nicht völlig bescheuert ist, war ihr Plan deswegen zum Scheitern verurteilt.
In einer anderen personellen Besetzung und ohne die Inkaufnahme von Schädigungen anderer Menschen hätte er vielleicht sogar funktionieren können.

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Vielen Dank für die aufschlussreiche Nachricht :)

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Die RAF hatte spätestens mit dem Tod der Stammheimer keine politischen Aspekte mehr.
Andreas Baader, der eigentlich Anführer wird häufig mit einem Zuhälter verglichen.
Total selbstüberzeugt und er hat etwas, das die Frauen an ihn bindet.
Baader hat keinerlei politischen Aspekt eingebracht. Für ihn war das ganze eben Rock'n'Roll.
Dennoch irgendwie gestellt. Baader inszeniert sich stark, nennt seine Begleiterinnen F*tzen.
Meinhof träumt von einer besseren Welt, sie will tatsächlich politisch verändern.
So auch Ensslin, die ihren Vater, ein evangelischer Pfarrer, als Verbrecher der NS-Zeit sieht.
Die zweite Generation versucht nur noch die erste zu befreien.
Danach wird alles sinnlose Gewalt, die Bekennerschreiben weisen keine politische Komponente auf.

Die erste Generation konnte sehr gut inszenieren, Folterhaft, etc.
In anderen Bereichen ist nicht von Erfolg zu sprechen.

Nun, ich würde behaupten, dass das Ansichtssache ist. Meiner Meinung nach war deren Plan zum Scheitern verurteilt, da sich Feuer nicht mit Feuer bekämpfen lässt. Allerdings hatte der Aspekt der Aufmerksamkeit sowohl positive als auch negative Auswirkungen.

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