Thema Musik: Wie kann ich mein Experiment verbessern?

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5 Antworten

Zu diesem Thema hat prof. Lutz Jänke vom Neuropsychologischen institut viel geforscht. http://www.psychologie.uzh.ch/fachrichtungen/neuropsy/Team/jaencke.html

Ich glaube nicht, dass man da mit so einfachen anordnung weit kommt...

Hier ein paar löcher in deiner Logik:

"musikalisch" wird nicht dadurch definiert, ob man ein instrument spielt (klavier z.b. kann man spielen, wenn man vollkommen unmusikalisch ist, schlecht Geige spielen kann man auch, ohne musikalisch zu sein, und andererseits gibt es hochmusikalische Leute, die kein Instrument lernen, weil ihre eltern kein geld dazu haben oder weil sie zu faul zum üben sind, etc...) das heisst, du müsstest dir schon einen ganz anderen test einfallen lassen, um "musikalisch" zu definieren.

Zu deiner Frage. du könntest testen, wie gut die Leute die Aussprache von fremdsprachigen Wörtern reproduzieren können, sofort nachdem sie es gehört haben (mit einem Oszillogramm) das wäre ein möglicher test.

Oder du köntest testen, wie gut sie sich die fremdsprachigen Wörter merken - d.h. du lässt zwischen hören und reproduzieren zeit vergehen.

du könntest mit einer Person die chinesisch als Muttersprache hat testen, ob sie die reproduzierten wörter versteht (richtig identifizieren). Wenn ja: bestanden - wenn nein - nicht bestanden. Aber das ist auch subjektiv, als müsstest du vielleicht 5 Muttersprachler fragen und punkte zählen...

einen schriftlichen Test zu machen - das scheint mir in diesem zusammenhang nicht relevant, des es geht ja um hörverstehen und reproduzieren...

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Kommentar von Raphcam95
27.10.2012, 15:55

Danke! Ja, es fällt mir auch ein, dass ich einige Löcher habe... Doch danke für die Vorschläge und Kritik - wirklich sehr hilfsreich!!

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Zuerst muss ich dir ein dickes Lob geben: Niemand schreibt hier ein so gepflegtes Deutsch!!!

Ich bin zwar noch ein Kind, bin aber hochbegabt (ich möchte nicht angeben) und werde an der kölner Hochschule für Musik beim Pre-College unterrichtet. Zufälligerweise interessiere ich mich auch sehr für Linguistik. In der Schule lerne ich Englisch und Französisch, mein Vater spricht nur Spanisch mit mir und ich lerne im Moment Japanisch. Ich würde auf jeden Fall keine romanische Sprache (italienisch, spanisch,...)wählen, die ja im Grunde genommen auch Musik machen… Isländisch hat eine sehr komplizierte Grammatik, das Vokabular ähnelt ein wenig dem Deutschen. Ich weiß nicht, wo das Experiment durchgeführt werden soll, falls aber viele Leute Deutsch sprechen, würde ich es nicht mit der isländischen Grammatik unnötig erschweren, dann wäre z. B. Norwegisch zu empfehlen. Das Japanische ist eine wirklich musikalische Sprache: Es gibt niemals aufeinander folgende Konsonanten (z. B. in "das eRGiBT"), sondern es ist eine Silbensprache: z. B. japanisch "Ki ha midoli desu." = Der Baum ist grün. Ich persönlich würde es den Versuchsleuten nicht unnötig erschweren, slawische Sprachen (russisch, polnisch, bulgarisch) sind zu konsonantenreich.

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Kommentar von Raphcam95
27.10.2012, 15:50

Danke!!

Zur Zeit lerne ich auch verschiedene Sprachen: Englisch ist meine Muttersprache, Deutsch spreche ich seit der 1. Klasse, Französisch lerne ich in der Schule. Ausserdem kann ich ein bisschen Chinesisch...

Japanisch hoert sich interessant an. Danke für die Vorschläge!

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Das Experiment testet so, wie du es planst, nicht die Aussage. Die Aussage ist: Wer ein Instrument spielt, lernt Sprachen schneller/besser. Du testest aber die Aussage: Wer ein Instrument spielt, lernt diejenigen Sprachen besser/schneller, bei denen es auf die richtige Tonalität ankommt.

-> Ich würde eben gerade nicht Chinesisch oder Thailändisch nehmen.

Wichtig ist auch, dass deine Versuchspersonen die Sprache bis jetzt noch nicht kennen. Nimm doch z.B. so etwas wie Isländisch oder vielleicht Navajo, wobei ich jetzt aber nicht weiß, ob es da nicht auch auf die Tonlage ankommt.

Beim Test würde ich keine CD vorspielen. Ich würde es so machen, dass die meisten Antworten zum ankreuzen sind, und einige, bei denen man selber etwas ausfüllen muss, z.B. die richtige Verbform.

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Kommentar von Raphcam95
26.10.2012, 11:12

Ok... Nehmen wir an, dass ich meine These ändern wollte. Die Theorie ist, dass Musiker die Veränderungen in der Sprache besser hören können, weil sie es gewöhnt sind, nach Änderungen in Tönen zu achten. Es würde dann mehr sinn machen, wenn ich eine Tonsprache auswählte, oder?

"Wer ein Instrument spielt, lernt diejenigen Sprachen besser/schneller, bei denen es auf die richtige Tonalität ankommt."

Ich glaube ich muss eine CD vorspielen - oder mindestens etwas vorlesen. Ich will zeigen, dass musikalische Menschen die sprachen schneller lernen, weil ihr Gehör besser ist...

Trotzdem danke! Es war meine Schuld. Ich war nicht klar genug in meiner Frage....

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Dein Test beweist nicht, was Du vorgibst, wissen zu wollen. Ich nehme jetzt mal an, dass Du mit "musikalisch" eine Begabung für das Verständnis von Musik meinst. Das jedenfalls heisst es im Deutschen.

Aber wer ein Musikinstrument spielt, muss deswegen nicht musikalisch sein. Das wäre, also Du sagtest: "wer Deutsch spricht, hat eine Begabung für Sprachen".

Als wären diejenigen die - aus welchen FGründen auch immer - nie Deutsch gelernt haben, deswegen unbegabt für Sprachen.

In der Forschung, ob Psychologie oder Pädagogik, würde diese Studie zerrissen, denke ich .

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Kommentar von Raphcam95
27.10.2012, 15:40

Danke für die Kritik! Wie man schon sieht, hab' ich noch viel zu bearbeiten...

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kein kommentar, sondern ein LOB !

du schreibst SEHR VIEL besser, als die mehrheit hier, die angeblich der deutschen sprache maechtig sind....

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Kommentar von Raphcam95
26.10.2012, 10:54

Danke! Freut mich, dass mein Deutsch nicht total schlecht ist :P

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