Thema Kopftuchverbot ein für alle mal widerlegt?

Das Ergebnis basiert auf 34 Abstimmungen

Ich stimme nicht zu 64%
Ich stimme zu 26%
Ich enthalte mich 8%

37 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich enthalte mich

Deine Lehrer scheine ziemlich anmaßende gewesen zu sein, es ist m.E. nicht legitim, schon gar nicht für einen Deutschlehrer, irgendeine religion so dermaßen in den Dreck zu ziehen. Gab bei mir aber auch so welche von dieser Sorte, meine Geschichtslehrer waren beide christenfeindlich mit einem entsprechenen, deutlich vernehmbaren Unterton. naja, die muslimischen Frauen mit Kopftüchern, sehen m.E. auch nicht schlimmer, als die deutsche B..ches, so wie da manche in der Stadt rumlaufen. Sollen sie also ruhig ihre Kopftücher tragen, mir sind gläubige Muslime wesentlich sympathischer als religionshassende, respektlose Atheisten.

Ich stimme nicht zu
In Deutschland herrscht nun mal eine strikte Trennung von Staat und Religion ...

Das ist falsch! In Deutschland herrscht eine strikte Trennung von Staat und Kirchen als religiösen Institutionen. Das bedeutet, dass keine religiöse Institution irgendwelche Rechte hat, die Gesetzgebung der Bundesrepublik zu bestimmen. Dafür sind allein Bundestag und Bundesrat zuständig.

Der "Staat" besteht aus Menschen. Weil der Staat Religionsfreiheit gewährt und schützt, kann es keine Trennung zwischen "Staat und Religion" geben, weil das unmenschlich wäre. Die Ausübung von Religion unterliegt aber den Gesetzen des Staates und darf gegen diese nicht verstoßen!

und deshalb haben religiöse Symbole in Behörden, Schulen usw. meiner Meinung nach nichts zu suchen.

Das kann man so sehen, ist aber, wie das Beispiel Bayern zeigt, nicht unumstritten. Sind "religiöse Symbole" zugleich "kirchliche" Symbole und Zeichen für eine Kirchentreue von Behörden usw.? Wie gesagt, darüber mag man streiten.

Das gilt dann aber nicht nur für ein Kopftuch, sondern für ALLE religiösen Symbole, also genauso für Kreuze jeglicher Art (der Vorschlag von dem Heini aus Bayern ist meiner Meinung nach genauso hirnrissig), Kippas und Ctullhu-Anhänger

Das kann man so sehen, wenn man nicht nur für eine Trennung von Staat und Kirche, sondern auch von Staat und Religion eintritt. Aber warum sollte der Staat dann überhaupt noch Religionsfreiheit gewähren und schützen, was ja auch schon eine Einmischung wäre? Müsste Religion dann nicht völlig wenigstens aus der Öffentlichkeit verbannt werden - und dann natürlich neben Kreuz, Kippa usw. auch das islamische Kopftuch usw.?

Daher sehe ich keinen Unterschied zwischen einem muslimischen Prediger, der vom Islam erzählt und einem Lehrer, der versucht, die Schüler davon zu überzeugen, dass die Religionen falsch sind.

Wenn man mal genau hinsieht, wird der "Unterschied" evident:

  • Die Lehrerin, die aus vermeintlich religiösen Gründen glaubt, das Kopftuch tragen zu müssen, legt vor den Schülern und der Öffentlichkeit ein einseitiges Bekenntnis zum Islam ab; der muslimische Prediger preist den Islam als einzig wahre Religion an - und wendet sich so gegen alle anderen Religionen.
  • Der atheistische Lehrer bevorzugt keine bestimmte Religion, aber er wendet sich auch nicht gegen eine bestimmte Religion! Was er will, ist, bei seinen Schülern das kritische Denken zu aktivieren und sich kritisch mit dem Thema Religion allgemein auseinanderzusetzen. Kritisches Denkvermögen zu vermitteln, ist eines der wichtigsten schulischen Erziehungsziele!
Jeder kann in seinem Leben entscheiden, wie er sich kleiden möchte, solange er die Rechte seiner Mitmenschen nicht verletzt.

Nun ist aber das Tragen von Kopftüchern oder anderen weiblichen Verhüllungen in den meisten Fällen nicht als reine Modeerscheinung gedacht, sondern soll eine religiöse Botschaft vermitteln, die als religiöse Propaganda verstanden werden kann, aber nicht muss - darüber entscheidet die Persönlichkeit der Trägerin einer solchen Verhüllung. Wenn eine muslimische Frau z. B. das Kopftuch freiwillig in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit tragen will, ist ihre persönliche Entscheidung zu tolerieren. Wenn sie es aber, was nicht selten vorkommt und schon kleine Kinder trifft, tragen muss, dann ist der von Eltern und islamischer Umgebung ausgeübte Zwang rechtlich bedenklich! Rechtlich bedenklich ist auch jede Form von Diskriminierung von Frauen, weil sie in Deutschland und Europa verboten ist. Das weltliche Recht darf nicht durch vermeintlich religiös begründbare Lehren unterlaufen werden!

Ein Kopftuch zählt meiner Meinung nach nicht als ein religiöses Symbol.

Vor dem Hintergrund der folgenden Bemerkung ist diese Behauptung sinnlos:

Einem muslimischen Mann wurde laut seiner Religion nicht vorgeschrieben bedingungslos einen Turban zu binden. Eine Frau dagegen, die sich zum Islam bekennt, ist verpflichtet ihre Haare vor fremden Männern zu bedecken.

Hier wird klar die religiös begründete Ungleichbehandlung von Mann und Frau dargestellt. Diese angeblich religiöse Vorstellung ist unsinnig. Allah ist der Schöpfer von Mann und Frau. Beide haben Haare auf dem Kopf, aber nur die Frau soll verpflichtet sein, ihre Haare, die nach dem Willen Allahs beide Geschlechter haben, zu verbergen? Wer glaubt, Allahs Schöpfung so einseitig verbergen und damit verändern zu müssen, der beleidigt Allah und begeht eine schwere Sünde! Aber den männlichen Moslems scheint das seit weit über 1.000 Jahren egal zu sein. Dieses Beispiel lehrt uns, zu erkennen, dass der atheistische Lehrer die bessere Lehrkraft ist als die Lehrerin mit Kopftuch und der moslemische Prediger, die unbewusst oder bewusst, auf jeden Fall unkritisch den Islam verherrlichen.

eine Frau mit Kopftuch kann sich überall in der Gesellschaft genauso religionsneutral wie alle anderen verhalten.

Es mag sein, dass sie das kann. Aber will sie das auch? Und wenn sie es will: warum kleidet sie sich dann nicht auch "religionsneutral" statt auffällig? Diese "Schlussfolgerung" ist nicht durchdacht und widersprüchlich!

Ihr Kopftuch ist kein religiöses Symbol, sondern ein Kleidungsstück, wie ein BH: geeignet für alle Frauen.

Auch diese "Schlussfolgerung" bedenkt nicht, dass man einen BH i. d. R. nicht sieht und die Trägerin auch nicht will, dass er in der Öffentlichkeit gesehen wird. Bei einem Kopftuch ist das vollkommen anders, da es unübersehbar ist und damit auch als religiöses Symbol und als religiöser Standpunkt verstanden werden kann, ohne dass sich die vielleicht vorhandene Toleranz der Trägerin nichtmuslimischen Menschen gegenüber in irgendeiner Weise abschätzen ließe.

Wenn man ihr das Kopftuch verbietet, schränkt man sie in ihrer Religion ein, wobei man gegen die Religionsfreiheit verstößt.

Auch diese "Schlussfolgerung" ist widersprüchlich. Wäre das Kopftuch "kein religiöses Symbol", wie der Fragesteller behauptet, dann könnte ein Kopftuchverbot auch kein Eingriff in die Religionsfreiheit sein. Aber das Kopftuch ist ein "religiöses Symbol", wie der Fragesteller oben ausdrücklich erläutert hat: "Eine Frau dagegen, die sich zum Islam bekennt, ist verpflichtet ihre Haare vor fremden Männern zu bedecken." Nach dieser Logik ist das Kopftuch das sichtbare religiöse Symbol dafür, dass sich die Frau "zum Islam bekennt"!

Die Eingangsfrage:

Kopftuchverbot ein für alle mal widerlegt?

ist also folgendermaßen zu beantworten: nein, "widerlegt" ist nichts, sondern die Ausführungen des Fragestellers liefern eher Gründe dafür, das Kopftuch und andere weibliche Verhüllungen, die der Islam angeblich für Frauen vorschreibt, zu verbieten. Denn diese Verhüllungen sind erklärtes Zeichen der Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in islamischen Gemeinschaften und verstoßen gegen weltliches Recht!

MfG

Arnold

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Zitat: "Auch diese "Schlussfolgerung" ist widersprüchlich. Wäre das Kopftuch "kein religiöses Symbol", wie der Fragesteller behauptet, dann könnte ein Kopftuchverbot auch kein Eingriff in die Religionsfreiheit sein."

Genau! Die 3 Aussagen sind in sich widersprüchlich.

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Kann dir nur voll zustimmen. Die Verhüllungen moslemischer Frauen unterliegen einer Männerdiktatur über die Frauen. Den Frauen wird dadurch das Recht genommen, selber entscheiden zu dürfen, wie sie sich bekleiden möchten.

Ein Beispiel aus einer Sure im Koran. Hier heisst es " der Mann hat das Recht seine Frau züchtigen zu dürfen, so sie ihm nicht willens ist".

Wer bei uns seine Frau schlägt, der begeht den Straftatbestand der Körperverletzung und macht sich somit strafbar.

Da bleiben die Rechte einer Frau völlig aussen vor, wenn der Mann das Recht hat seine Frau zu schlagen. Züchtigen heisst eben auch schlagen.

Uns trennen da Welten, was die Rechte einer Frau angehen.

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Nun ist aber das Tragen von Kopftüchern oder anderen weiblichen Verhüllungen in den meisten Fällen nicht als reine Modeerscheinung gedacht,

Das sind Nonnenhabits und Priesterkragen auch nicht!

weibliche Verhüllungen, die der Islam angeblich für Frauen vorschreibt, zu verbieten. Denn diese Verhüllungen sind erklärtes Zeichen der Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in islamischen Gemeinschaften und verstoßen gegen weltliches Recht!

Dummes Zeug! Wenn schon, dann nicht gegen "weltliches" Recht in dieser allgemeinen Form, sondern gegen Deine Vorstellungen von "weltlichem Recht"!

dass man einen BH i. d. R. nicht sieht

Genau so dummes Zeug! Ich wette, ich kann bei jeder Frau über 30 genau unterscheiden, ob die einen Wonderbra trägt oder nicht!

Diese gesamte Argumentation ist der Versuch, vom Hintertürchen her den christlichen Extremismus an die Stelle des islamischen zu setzen!

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@666Phoenix

"Das sind Nonnenhabits und Priesterkragen auch nicht"

Na und? Sind Nonnen und Priester als Beamte im (ausserkirchlichen) öffentlichen Dienst tätig?

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Ich stimme nicht zu

Zum Kopftuchverbot habe ich heute folgendes Zitat von Peter Schneider aus einem Artikel in der WELT gelesen:

"... Was mich jedoch am meisten empört, ist der Verrat eines guten Teils der linken und liberalen Intelligenz. Seltsamerweise ist es ausgerechnet die Phalanx der Anständigen im Lande, die die Angriffe der islamischen Gegenaufklärung auf die demokratische Kultur befördert. Ein Beispiel ist die Verteidigung des Kopftuchs und auch der Burka durch hochmotivierte AnwältInnen von den Grünen und der sogenannten Linken. Es kann überhaupt keinen vernünftigen Zweifel daran geben, dass fünf- bis zehnjährige Mädchen aus frommen muslimischen Elternhäusern keine Chance haben, über das Tragen eines Kopftuchs oder einer Burka selbst zu entscheiden. Diese angeblichen Insignien ihrer Religion – im Koran ist davon nicht die Rede – sind ihnen von Macho-Interpreten dieser Schrift und ihren frommen Eltern aufgezwungen worden.

Es ist eine Schande, dass das Kopftuch, die Burka und der Nikab, die von selbstbewussten Frauen in allen Ländern, in denen die Scharia herrscht, als Zeichen der Unterwerfung empfunden werden, von linken Gesinnungsathleten als Insignien einer kulturellen Autonomie gefeiert werden. Wer die Angriffe von Revolutionswächtern in Teheran auf Frauen gesehen hat, die bei einem Rockkonzert ein bisschen zu viel von ihren Haaren zeigten, wer die Frauen der vom IS beherrschten und dann von Kurden befreiten Dörfer im Irak beobachtet hat, die sich als Erstes den Nikab vom Kopf rissen, hat es schwer, diese Kleidungsstücke als Zeichen einer „ganz anderen Art der Emanzipation“ zu würdigen. ..."

Warum schauen mich die Muslimischen Frauen die Kopftuch tragen so seltsam an? Nur weil ich auch ein

Kopftuch trage? Das verstehe ich nicht. Und die, die keines tragen schauen erst recht, genauso wie der rest der Weiblichen Bevölkerung ohne Kopftuch. Kann mir das mal jemsnd erklären !!!!!!!!

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