Thema für Ballade?

3 Antworten

Nimm Dir irgendein geschichtliches Ereignis, zum Beispiel schreibe eine Ballade vom braven Flüchtling, der an einer Hauswand bis in den vierten Stock klettert, um ein kleines Kind zu retten, dass am Balkongitter hängt. Vorher würde ich noch ein paar Fontane- und Schiller-Balladen lesen, damit Du die Tonality drauf kriegst.

Und so finge das dann etwa an:

Die Rettung

Die Menschen starren hilflos empor
Was sie da sehn, sah'n sie niemals zuvor
am Balkon hängt ein Kind die Ärmchen sind schlapp,
kann es sich halten? Fällt's 10 Meter herab?

Und während die Menge noch stehet und gafft,
hat ein mutiger Mann sich schon aufgerafft,
wie ein Gecko steigt er die Mauer hinan,
es ist ein schwarzer, ein fremder Mann.

Sonst nennt man verächtlich ihn Asylant,
jetzt applaudiert man dem Mann an der Wand.
Mutig steigt er weiter hinan,
die Menge hält angstvoll den Atem an.

Wir er es schaffen? Hört manchen man fleh'n.....

Schluss jetzt, ich muss frühstücken gehn.
Das Weiterdichten ist jetzt Dein Job,
fang am besten gleich an, dann wird's sicher top!

Ich will mal nicht so sein, hier hab ich Dir noch den Rest geschrieben:

Wird er es schaffen? Hört manchen man fleh'n.
Erreicht er das Kind? Das wär' doch so schön.
Schon klimmt er weiter, jetzt ist er oben,
die Menge hört man vor Freude toben.

Er ergreift den Kleinen, hält ihn ganz fest,
das Kind ist jetzt sicher wie ein Vöglein im Nest.
Tage danach wird der Mann noch hofiert
oder mit ihm ein Wahlkampf garniert.

Doch das sind nur Worte, die Blüten treiben;
was gilt, ist nur – er darf bei uns bleiben.
Das ist die Geschichte vom schwarzen Mann –
hoffentlich kommt sie auch rechtsaußen an.

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