TgA Wie heißt das, wenn ein Wort nicht im Duden steh?

2 Antworten

Ja, kann man als Neologismus definieren.

Bekannte Neologismen, die wie "Moltofill" von Markennamen abgeleitet sind, sind z.B. Tesafilm, Teflon, Nylon, Zellophan (Cellophan).

Sogar die Abkürzung "TÜV" wird heutzutage mit der Kfz-Hauptuntersuchung gleichgesetzt.

Ja, ich würde schon sagen, dass es sich um Neologismen handelt, wenn Markennamen sich als Gattungsnamen verselbstständigen.

Zum Moltofill-Beispiel: Wenn's um die Tätigkeit geht, sagt man ja schon noch "spachteln". Aber ich würde eher sagen "Ich muss noch Moltofill besorgen" als "Ich muss Spachtelmasse kaufen". Wenn ich Schnupfen habe, frage ich meinen Kollegen "Hast du mal ein Tempo?": er versteht sofort, was ich möchte und reicht mir dann vielleicht kein Tempo, sondern eine Eigenmarke von Edeka, aber auf jeden Fall ein Papiertaschentuch.

Und dann die Frage: Wie lange bleibt ein neuer Begriff ein Neologismus? Ist es keiner mehr, sobald der Duden oder ein anderes Wörterbuch diesen Begriff aufgenommen hat? Im englisch-deutschen Teil eines WBs finde ich z.B. "aspirin" - "Aspirin", im deutsch-englischen Teil desselben WBs finde ich nichts, nur "Schmerzmittel", "Kopfschmerzmittel" etc. mit den entsprechenden Übersetzungen. Wat nu?

Vielleicht gibt's ja noch ein paar erhellende Antworten. Bin echt gespannt!

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