Tfp-Shooting: um sich vorzustellen dem Fotografen Bilder von sich schicken

2 Antworten

Ich fotografiere Models gelegentlich auf TfP/TfCD.

Normalfall: Ich sehe ihre Bilder auf ihrer Seite, z. B. Model-Kartei, das reicht mir meistens, um zu entscheiden, ob ich die TfP-Bewerbung annehme.

Sonderfall 1: Sie hat keine Seite oder ich bekomme keine Adresse oder sie ist für mich nicht einsehbar: Dann möchte ich vorab bis zu drei Bilder. Natürlich erwerbe ich damit kein Veröffentlichungsrecht und ich hätte auch kein Interesse daran. Ich speichere die Bilder auch nicht, schau sie mir nur an, und beim späteren Löschen der E-Mail sind sie ganz weg.

Sonderfall 2: Sie hat sich für ein Thema beworben, das bestimmte Outfits vorsieht, dann möchte ich zu der Bewerbung Beispielbilder, damit ich sehe, ob ihre modeleigenen Outfits bzw. ihre Kombinationsideen zu meiner Intention passen. Ansonsten wie Sonderfall 1.

Hallo

viele "Amateurmodele" sind der Meinung das Fotografen "scharf" drauf sind für TFP zu arbeiten und nur darauf warten das Bewerbungen reintruddeln. Meist kommen dann per Email dicke Datenanhänge von "Profifotografen weil DSLR gekauft" oder auch künstlerisch "bearbeitete" Selfies. Das Zeug landet bei den meisten Fotografen kurz überflogen bis unbesehen im Mülleimer speziel nach denn letztjährigen Diskussionen wegen "Kinderpornografie" will man das Risiko minimieren so was auf einem Server zu haben.

TFP ist für einen Fotografen nur interessant wenn er das Amateurmodel schon "kennt" und einen Auftrag hat wo er was "riskieren" kann und sich TFP für denn Fotografen evtl. "rechnet". Oder er ein Model zum "Experimentieren" bzw zur Ausbildung braucht.

Deswegen muss man als Amateur anderst vorgehen man muss einfach mal anfragen wann der Fotograf im Haus ist und "Zeit" hat bzw man macht gleich eine Termin zu einem Vorgespräch zu einem Fotoshooting für eine Sedcard aus. Dann geht man persönlich beim Fotografen vorbei und nimmt einige Bilder mit bzw macht eine "Arbeitsmappe".

Fotoshootings für eine Sedcard dauern für die 3 wichtigen Basismotive um 3-6 Stunden. Man braucht evtl. einen Visagisten und man muss das Thema Kleidung, Look und Location abstimmen. Das kostet je nach Fotograf zwischen 300 und 3000€. Je nachdem wie Aufwendig man das betreiben will und was an Qualität hinten rauskommen soll bzw wie man die Bildrechte handhaben will. Die meisten Fotografen machen noch das Layout für die Sedcard wo man dann bei einem Drucker sich die Sedcard selber drucken kann. Andere Fotografen behalten das Layout drucken selber Sedcards bzw machen Fineprints und benutzen das als Verdientgrundlage. Deswegen abklären wer die Bildrechte an denn Fotoshootings hat und wer über die "Negative" verfügen darf. Bei TFP/CD bekommen die Model oft eine CD mit eigentlich "wertlosen" JPEG Thump Bildern mit denn man wenig anfangen kann so das man am Ende immer beim Fotografen des TFP landet und von dem "abhängig" ist.

Trotz der digitalen Welt sind gute Sedcards immer noch der Türöffner auch weil das Model bewiessen hat das es bereit ist selber Geld zu investieren und das Ernst nimmt und nicht als netten Zeitvertreib betrachtet. Je besser/bekannter der Fotograf um so "besser" wird die Sedcard bzw der Reputationslevel der Sedcard. Je Bekannter der Fotograf um so höher ist dessen Stundensatz und um so mehr TFP Angebote hat der verfügbar. Man muss ja nicht unbedingt zu einem Fashionfotografen es gibt viele Peoplefotografen die keine Mode machen aber gute Portraitarbeit die sich im Look von glatten Beautyshoots unterscheidet. Aber Peoplefotografen machen keine "Visage" also muss man zu seinem Gesicht/Körper stehen bzw das ausstehen können. In der Werbung ist es übrigens leicht ein "schönes" Model zu finden die gibt es wie Sand am Meer. Schwierig ist es eine "Type" oder "Charakter" zu finden wie zb die Kate Moss (Die ja als "hässliches Entlein" in denn Job kam)

Mit denn Sedcards geht man dann bei den lokalen Fotografen vorbei und erklärt das man noch weitere Motive für die Sedcard braucht (meist braucht man 5-7 Motive) oder Arbeitsproben fürs Portfolio und bereit ist das per TFP "abzuarbeiten". Oder man fragt einfach bei einem lokalen Studio ob man ein Praktikum machen kann um die Seite hinter der Kamera kennen zu lernen bzw wie man in Studios arbeitet. Kann sein das der Fotograf mal 5 Tage Möbel aufbaut und ausleuchtet und man dann als "Beigabe" das Motiv "anreichtert". Und schon hat man einen TFP, ein Motiv für die Sedcard und eine Arbeitsprobe fürs Portfolio. Gelegenheiten ergeben sich nur wenn man Vor-Ort ist und es nicht als Ziel ansteuert/pusht sondern einfach mitnimmt. Ein weiterer Vorteil ist das man damit auch beweissen kann das man Arbeistwillig ist, zupacken kann, sich in eine Team integrieren und Talenete hat (Und wenn man erst nur das Thema Kaffee und Pausenbrote gut beherrscht). Die Sedcard ist nämlich nur ein Einstieg in die Vorauswahl. Vor wichtigen Jobs mit Frischlingen rufen die Fotografen schon mal die Kollegen an wie das Model "tickt", ob es pünklich und belastbar ist, selber Visage machen kann und keine Diva, Sauertopf oder Prinzessin auf der Erbse welche denn Arbeitstag "runterzieht".

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