Textverständnis in Philosophie ;(

3 Antworten

Viele Philosophen werden erst später als ''bedeutsam'' entlarvt, sodass die in der Schule ausgehändigten Klausuren mit ihren Texten alle sehr schwierig zu verstehen sind, da die alten Philosophen ein veraltetes Deutsch oder veraltete andere Sprache benutzt haben.

Zusätzlich schreiben die meisten Philosophen sehr philosophisch. ''Philosophisch'' in dem Sinne, dass es für Laien schwer zu verstehen ist. Die Sprache die sie verwenden ist schwammig und indirekt. Vieles muss im Nachhinein erschlossen werden. Es gibt dort meistens viele, seltsame Metaphern und viele sonstige rhetorische Mittel. Ironie wird am liebsten genutzt.

Es macht demnach natürlich Sinn, sich mit vielen philosophischen Texten auseinanderzusetzen und das bestimmte Lesen zu üben. Die Kunst besteht darin, sich auf das wesentliche zu Konzentrieren. Und jeden Satz einzeln zu verstehen. Man muss sich die Zeit nehmen den Text zu verstehen und nicht, wie in Klausuren üblich, einfach drauflosschreiben und hoffen, dass man den Text ansatzweise verstanden hat.

Mach dir am Rande Notizen. Z.B. welches Thema wird dort gerade angesprochen? Ist der Satz deutend, beschreibend oder argumentierend?

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Danke für die Antwort :) Ja, die Sprache ist sehr verwirrend, wobei ich Lektüren aus dem 18. Jahrhundert perfekt verstehe :D Ich werde es ab jetzt probieren, die Sätze danach zu ordnen, ob sie deutend, argumentierendargumentierend oder beschreibend sind.

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Hallo, ich studiere Philosophie (Und Latein auf Lehramt), muss also auch extrem viele schwierige phil. Texte lesen. Dass man bei dem Lesen und vor allem Verstehen der Texte Probleme hat ist ganz normal. Das habe ich auch, das haben sogar manchmal auf Professoren. Also ist das kein Problem, das Dir verschuldet ist, keine Angst. Das Genius, das zum Beispiel Kant, Husserl oder Platon beim ersten Lesen direkt verstehen kann muss noch geboren werden. Aber eben das ist die Herausforderung in der Philosophie. Die "Ernte" deiner Arbeit ist dann, die meistens sehr interessante Theorie verstanden zu haben und Herr über den Text geworden zu sein. Das ist die Motivation, die gegeben sein muss. Ich gehe methodisch immer wie folgt vor: Ich lese mir immer eine Seite durch und unterstreiche zunächst das relevante. Dann mache ich mir auf Grund des Unterstrichenen zusammenfassende Notizen und dann fasse ich im letzen Schritt die Notizen zusammen und versuche dabei sowas wie eine allgemeine Gedankenstruktur zu erkennen und zu verstehen, wie die Argumente zusammenhängen. Wenn du einen Satz an für sich nicht verstehen kannst, dann versuche zunächst, dir nur den Hauptsatz und dann erst die vielen Nebensätze anzusehen und Schritt für Schritt zu verstehen... und unbekannte Begriffe natürlich nachzuschlagen.

Das ist zwar extrem Zeitaufwendig, macht nicht unbedingt Spaß, aber es trainiert deine Aufassungsgabe und Argumentations-, sowie Ausdrucksfähigkeit ;)

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Danke für die Antwort :) Zur Vorbereitung der Klausur nehme ich die Texte aus dem Unterricht immer sehr gründlich durch und dann verstehe Ich auch alles. In der Klausur bekommt man dann ja einen anderen Philosophen bzw. dessen Text, den wir mit denen aus dem Unterricht vergleichen sollen. Gut, das gelernte kann ich perfekt wiedergeben, aber in so kurzer Zeit verstehe ich halt den Klausurtext nicht und kann nur sehr schwer Bezug herstellen.

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@jullli23

Auch hier heißt es erstens: "Übung macht den Meister" ... und zweitens gilt es immer, die Ruhe zu bewahren und versuchen, den groben Grundgedanken zu verstehen. Das reicht ja auch meistens, um den Text mit anderen Inhalten abzugleichen. Mach dich da mal nicht verrückt ;)

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