Textilindustrie in der Industrialisierung

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3 Antworten

Hallo, hier einige Gedanken zum Thema:

Die Menschen auf dem Land waren es gewohnt gewesen ihre Kleidung selbst herzustellen, was ihnen nun zu Gute kam, so begannen sie in den Städten mit Heimarbeit. Verleger, also Unternehmer, versorgten sie mit den Rohstoffen die zur Herstellung der Kleidung notwendig war und organisierten den Verkauf des fertigen Produkts. Die Textilindustrie war das zentrale Thema der Industrialisierung in England. Die Engländer besorgten sich ihren Rohstoff, also die Baumwolle aus Amerika und woben diese im eigenen Land, woraufhin alle Engländer Baumwollkleidung trugen. Jedoch waren irgendwann alle mit dieser versorgt und es kam zu einem Überfluss. Nun benötigte man Märkte außerhalb Europas. Und wo keine Märkte waren, musste man sich eben welche schaffen, so auch in Indien. Da Baumwolle in Indien gut wächst, gilt es als einer der Hauptanbaugebiete. Zur damaligen Zeit hatte Indien außerordentlich hochentwickelte Baumwollspinnereien. Nun hatte man folgenden Gedanken, warum nicht Baumwollware nach Indien verkaufen? Daraufhin wurde in Indien ein Verbot erteilt, welches beinhaltete, dass keine Baumwolle mehr in Indien gesponnen werden durfte. Wer trotzdem weiterhin Baumwolle spann und erwischt wurde, bekam die Finger gebrochen. Die Engländer konnten nun ihre Textilien nach Indien verkaufen.

Damit Deutschland in der Textilindustrie konkurrenzfähig gegenüber England bleiben konnte, führten sie den Schutz durch hohe Zölle ein, also den Protektionismus. Das bedeutet, dass auf Importe Zölle erhoben wurden, um die eigene Wirtschaft zu stärken. Die Briten waren damit nicht einverstanden, da sie Handels- und Zollfreiheit forderten, sie vertraten also den Liberalismus des Außenhandels, d.h. kein Unterschied zwischen Binnen- und Außenhandel.

Zunehmend konnten die Engländer mit der Heimarbeit in der Textilbranche dem Konkurrenzkampf nicht mehr standhalten, woraufhin die Menschen in Fabriken Arbeit suchten. Dies war eine ungeheure Veränderung, da man ab sofort morgens in die Fabrik ging und erst abends wieder kam, dies hatte eine Trennung des Arbeits- und Wohnplatzes zufolge. Jetzt stellten sich ganz neue Fragen: „Wer passt auf die Kinder auf?“. Das Soziale driftete nun immer weiter auseinander und es kam zu einer Steigerung der Kapitalarmut und zu einer Verkleinerung des Kapitalreichtums. So kam es also zu einer Verarmung der breiten Bevölkerung über einen langen Zeitraum. Dieser Zustand wird als Pauperismus bezeichnet.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen. Herzliche Grüße

falls onkel wikki im urlaub ist und tante google gerade party macht -gehe in die naechst stadtbuecherei.. stichwort :industralisierung england...

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