Text in Psychotherapie vorlesen? Wie überwinde ich meine Angst?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Powerfulgirl,

ich kann Dich soooo gut verstehen, denn es geht mir genauso wie Dir.

Ich habe es mit meiner Therapeutin jetzt so geregelt, dass ich in den Tagen, wo ich nicht bei ihr bin, täglich Tagebuch schreibe und dieses Tagebuch liest sie zu Beginn der Therapiestunde durch. Hinterher sprechen wir dann über die Dinge, die ich aufgeschrieben habe. Das sind jetzt nicht nur die Geschehnisse, welche ich täglich erlebe, sondern ich schreibe auch die Dinge, die mich im Alltag belasten oder die in meiner Kindheit nicht so toll gelaufen sind ... halt all die Dinge, die ich mich nicht traue anzusprechen, welche meine Therapeutin dann aber durch das Tagebuch erfährt.

Das klappt wirklich wunderbar. Vielleicht würde das Dir ja auch helfen. Und in dieses Buch könntest Du dann beispielsweise auch schreiben, dass Du gerne anders sitzen möchtest.

Gib ihr dieses Buch einfach in die Hand. Sie wird Dich dann schon von alleine ansprechen.

Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft auf Deinem Weg

Hallo Sternenmami, die Idee finde ich super!!! Ich hatte tatsächlich schonmal überlegt, so eine Art Therapieordner zu machen, mit genau den Sachen, die mich in der Woche beschäftigt haben, also auch Gedanken und so... Bei mir ist es nur so, dass ich lieber tippe als handschriftlich schreibe, deshalb hatte ich an den Ordner mit den ausgedruckten Zetteln gedacht. Darf ich fragen wieviel deine Thera dann immer zu lesen hat? Ist das sehr viel? Weil ich möchte halt auch noch reden und sie soll nicht nur die ganze Stunde da sitzen und lesen. Danke, ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft und Erfolg bei deiner Therapie :-)

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@powerfulgirl

Das Lesen dauert meistens so max. 10 Minuten. Ich schreibe pro Tag im Durchschnitt 2 DinA4-Seiten ... handgeschrieben. Das wäre getippt dann ungefähr die Hälfte, je nach Schriftgröße.

Da musst Du schon selber drauf achten, dass es nicht zu viel wird. Letztendlich musst Du die Dinge ja nur kurz in dem Brief/Buch ansprechen, damit Deine Therapeutin weiß, dass Du da Redebedarf hast. Es soll ja kein Roman werden. ;-)

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@Sternenmami

Meine Therapeutin macht es auch häufig so, dass sie zu meinen Aufzeichnungen kleine Begriffe/Erläuterungen schreibt, wie ich bestimmte Situationen in der Zukunft verbessern könnte. Das wirkt nochmal viel mehr, als wenn sie das einfach nur sagen würde und vor allem ist es dann immer da ... ich muss nicht wieder nachfragen, sondern kann es lesen. Z.B. wenn ich in einem bestimmten Konflikt mal wieder meine eigene Grenze nicht berücksichtigt habe, nur um meinem Gegenüber nicht zu widersprechen usw.

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schreibt sie das dann in dein Buch?

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@powerfulgirl

Ja ... es sind immer nur einzelne Begriffe, die aber alles sagen. Das schreibt sie dann so zwischen die Absätze.

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Danke für deine Hilfe, das klingt echt nach einer richtig guten Idee!!! Das werde ich ausprobieren :-)

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Danke :-)

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Ich würde dir raten, zu warten, bis du dich wirklich bereit dazu fühlst. 

Es kann schwer sein, sich zu öffnen. Und dazu sollte man sich nicht zwingen. Lass dir am besten Zeit und versuche es in ganz kleinen Schritten.

Angst vor deinen Gefühlen musst du nicht haben. Es wäre sogar gut, wenn das alles rauskommt! Danach wird es dir bestimmt viel besser gehen.

Lies ihn erst für dich laut. Du kannst es auch aufnehmen und das deiner Therapeutin vorspielen. Läuft dann ja quasi aufs gleiche hinaus.

Dann würde ich dir aber empfehlen, strikt wegzuhören, die eigene Stimme klingt meist furchtbar.

Gruß Than

Ich habe ihn schon ganz oft gelesen und sogar auch aufgenommen. Ich habe halt alles versucht, um mich sicherer zu fühlen..... Ich hoffe nur, dass ich diesen Schritt nachher endlich schaffe, weil ich wirklich Hilfe brauche. Danke für deine Antwort :-)

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@powerfulgirl

Das schaffst du schon, keine Sorge. Wenn du dich derart vorbereitest, kann's ja nur gut gehen^^

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Ich brauche meine Therapeutin, weiß nicht weiter, was könnte ich machen?

Hallo zusammen,

es wird irgendwie nicht besser!

Es staut sich alles in mir auf, weil ich keinen zum reden habe, außer meine Therapeutin. Ich bräuchte sie jetzt einfach, sie soll mir nur zuhören, ich habe soviel zu erzählen und muss noch über eine Woche warten.....

Heute habe ich mit einer Verwandten versucht zu reden. Sie hat es in meinem Beisein einem Nachbarn weitererzählt, obwohl klar war, dass es unter uns bleiben soll. Ich bin so verletzt.

Jetzt möchte ich am liebsten mit niemandem mehr reden, außer mit meiner Therapeutin, weil ich weiß, dass sie Schweigepflicht hat und sich daran hält und ich ihr Vertrauen kann.

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich schaffe es nicht die Telefonseelsorge anzurufen, weil ich riesengroße Angst habe. Schreiben fällt mir leichter als reden.

Meine Therapeutin ist nicht per Mail ereichbar und per Telefon geht nur der Ab ran und da kann ich nicht verheult draufsprechen :-( (würde ich auch ohne weinen nicht schaffen)

Was kann ich noch machen?

Verzweifelte Grüße Powerfulgirl

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