Text auslegung

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6 Antworten

Statt ist ein altes Wort für Stätte - und eine Stätte ist ein Ort - und eine Stadt ist auch ein Ort und eine Stätte - " gehupft wie gesprungen"

Eine Statt kann jeder Ort sein, eine Stadt aber nicht. Wie gesagt, mir gefällt "Stätte" besser, das ist umfassender. Schädelstätte, Heimstatt, eine Stätte des Gedenkens und der Einkehr, Kann man die Übersetzung nochmal prüfen? Vieles ist ja auch eine Frage der Auslegung.

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"Hier stehe ich, ich kann nicht anders", sagte M.L. und auch meine Wenigkeit.. Ich glaube Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

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Das ist eines der Abschiedsgrußworte aus Hebräer 13 welche in der Lutherübersetzung mit "letzte Ermahnungen" überschrieben sind. .

In diesen ermunterte der Schreiber zu verschiedenen Dingen:

Zur Gastfreundschaft, zur Treue in der Ehe, auf Gott anstatt dem Gelde zu vertrauen, jenen denen man als Lehrer des Wortes begegnete im Glauben nachzuahmen, sich nicht von Irrlehrern beeindrucken zu lassen uns noch einiges mehr.

Der Vers 14 (welcher dein Zitat wäre) kommt in direkten Zusammenhang mit den damals immer noch aktiven jüdischen Tempeldienst in Verbindung, welcher damals immer noch aktiv geleistet wurde.
Auf diese "Sadt" (im Sinne von einem Ort wo Gebäude stehen) bezog sich der Schreiber des Hebräerbriefes, als er im Vers 14 sagte:

"Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir."

Die "zukünftige Stadt" ist ein Bezug auf die Hoffnung eines Christen, wo man zusammen mit Gott die Ewigkeit verbringen wird - im Reich der Himmel, wo laut der Bibel auch Abraham sein würde (Mat 8,11).
Doch diese Gottesbeziehung begint schon in dem Moment, wo man Jesus als alleinigen Herrn angenommen hat.
Was lt. Kapitel 13 erstmal mit "Zucht" in Verbindung gebracht wird.
Doch aus dieser Gottesbeziehung heraus würde man sich schon im irdischen Lauf als jemand erweisen, der Christus nachfolgt.

LG-B.

Ihr habt sicher recht, aber wenn "Der Predigtpreis" das so übersetzt, komme ich ins grübeln: Predigt über Hebräer 13,12-14

Edgar L. Born

29.03.2009 in der Ev. Kirche in Feudingen

Text:

Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.

So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.

Denn wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir.

Denkt doch mal an die Situation, das muss gar nicht in einer Stadt sein sondern in einem Verein, in einer Gruppe, wo einer nach einem Zerwürfnis sagt. "ich habe hier keine bleibende Statt".

Großschreibung und mit zwei t in der Bedeutung Stätte, Platz, Stelle (veraltet): keine bleibende Statt haben (keine Heimat, keinen Ort zum Leben haben)

Diese Stätte ist mir zuwider.. Man sucht ja nicht unbedingt eine Stadt, sondern eine Heimstatt.

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@Arkesilaos

Sieh doch in meiner Antwort.

"22 sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden12 von Engeln, einer Festversammlung; 23 und zu der Gemeinde13 der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; 24 und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes;"

9 Durch Glauben siedelte er sich im Land der Verheißung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; 10 denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer6 Gott ist."

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Bei der gesuchten Bibelstelle handelt es sich um die Jahreslosung 2013: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Hebr. 13,14

Sehr interessant dazu ist diese Seite: http://jahreslosung.info Man findet dort das Lied zur Jahreslosung 2013 "Unterwegs mit Gott" (lohnt sich!) und auch einige Andachten, die die Textstelle erklären und beleuchten...

Hallo Arkesilaos

Dein Zitat ist in Hebräer 12:1 bis 13:15 eingebettet.

Paulus erinnert in Hebräer 12:2 daran, dass Jesus Christus im Hinblick auf „die vor ihm liegende Freude einen Marterpfahl erduldete“ - und er ermuntert seine Brüder, diesem Beispiel zu folgen und die künftigen Segnungen, die jedem wahren Christen verheißen sind, vorrangig im Auge zu behalten.

Das war umso dringender, als dass einem treuen Apostel, wie Paulus, völlig klar war, dass Satan der Teufel der Gott dieser Welt ist.
In 2. Korinther 4:4 wurde er beispielsweise dazu inspiriert, diese Tatsache unmissverständlich zu erläutern.

Daraus ergibt sich, dass Nachfolger Christi in dieser Welt eigentlich nur Ausländer sind oder „zeitweilig Ansässige“, wie sie in der Bibel auch genannt werden.

Deshalb argumentiert er in dem von Dir hinterfragten Text (Hebräer 13:14): „denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen ernstlich die künftige . . . .“

Wer das als Christ wirklich verstanden hat, setzt seine Hoffnung nicht mehr auf die gegenwärtige alte Welt, weil die vergehen wird. (2. Petrus 3:5 - 13)

Und deswegen gleichen Christen im gewissen Sinne Auswanderern, die ihre Heimat verlassen, um woanders eine bessere Existenz zu finden.

Das ist in der Regel kein leichter Schritt.

Wenn man buchstäblich auswandern will, bedeutet das Hab und Gut zusammenzupacken oder zurückzulassen und von einem geliebten Zuhause sowie von Freunden und Verwandten Abschied zu nehmen. Es bedeutet auch, in ein fremdes Land zu ziehen, unter Menschen zu leben, denen man vielleicht nicht willkommen ist, eine neue Sprache zu lernen und sich an eine andere Lebensweise zu gewöhnen. Doch viele unternehmen diesen Schritt einzig und allein in der Hoffnung, sich in der heutigen Welt wirtschaftlich zu verbessern.

Personen dagegen, die im übertragenen Sinne gleichsam aus dem gegenwärtigen alten System der Dinge auswandern und sich Gottes Volk anschließen, begegnen ähnlichen Herausforderungen. Sie nehmen Änderungen vor, um nach den Maßstäben des Wortes Gottes zu leben, und lernen die „reine Sprache“ der Wahrheit (Zephanja 3:9; 1. Korinther 6:9-11). Sie arbeiten ferner hart im Dienst des großen Königs des Königreiches Gottes, Jesus Christus. Außerdem wollen oft Verwandte und frühere Freunde nichts mehr mit ihnen zu tun haben, was bedeutet, dass sie tatsächlich von ihnen Abschied nehmen müssen.

Christen gewinnen jedoch weit mehr als jemand, der aus wirtschaftlichen Gründen auswandert. Sie werden in eine Gemeinschaft aufgenommen, in der sie geliebt werden und in der man sich um sie kümmert (Lukas 18:29, 30).

Was aber noch wichtiger ist, sie können ein vertrautes Verhältnis zu Jehova, dem Gott des Universums, entwickeln. Sie gewinnen inneren Frieden und sind zuversichtlich, da sie überzeugt sind, daß sich Gottes wunderbare Verheißungen erfüllen werden (Philipper 4:8, 9).

Wer das richtig erkannt hat, wird nicht wegen Verlockungen oder Entmutigungen auf die Dauer nachlassen. Er wird sich nicht von dem schmalen Weg, der zum Leben führt, abbringen lassen (Matthäus 7:13, 14; 1. Johannes 2:15-17).

Das alles steckt hinter der Textpassage aus Hebräer 13:14: „denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen ernstlich die künftige . . . .“

Vielleicht hilft Dir das weiter.


Wenn Du den Hintergrund noch etwas besser verstehen möchtest, findest Du hier Anregungen dazu:

http://www.gutefrage.net/frage/was-erwartet-gott-von-den-menschen#answer19373907



Daraus ergibt sich, dass Nachfolger Christi in dieser Welt eigentlich nur Ausländer sind oder „zeitweilig Ansässige“, wie sie in der Bibel auch genannt werden.

Wir setzen keine Wurzeln in einer Welt die so vergänglich ist. Zur Zeit sieht man es immer deutlicher an dem aktuellen Geschehen. Nichts ist mehr von langer Dauer, weder Ehen, noch Familienbanden, noch die Jobs, noch die Interessen der Menschen, weder die Mode, noch die Politik oder gar das Wetter. Alles befindet sich in einem Zustand des Ende.

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@Semno

Wo schaust Du hin?

Ich beobachte Christen welchen Menschen einen Brunnen graben die selber keine Mittel dazu haben, verstoßene Völkergruppen über Hygiene aufklären, Kinder adoptieren die sonst kein Leben hätten, Ehen und Familien die durch Seelsorger gerettet wurden, Insassen in den Gefängnissen Nigerias besuchen um für sie beten und Trost zu geben, Kinder in asiatischen Waisenhäusern erklären das sie wertvoll sind das obwohl ihre Gesellschaft etwas anderes vermittelt, Kindern in anderen Teilen der Welt Geschenke machen, Menschen die heil werden durch Wunder und Seelsorge, Renovierungen durchgeführt werden wo Not herrscht, sowie vieles vieles mehr!
Dies alles im Namen Jesu Christi.

Echte Christen leben in dieser Welt und lieben alle Menschen.
Jesus regiert!
In den Herzen der Gläubigen.
Das ist das was einen Menschen verändert.
Und ihn antreibt Gottes Liebe weiter zu geben.

LG-B.

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Hebräer 13,14, Denn wir haben hier keine bleibende Stadt...

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