Text Analyse mit Schulz von Thun

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Vergleich "Vier Seiten einer Nachricht" mit "Transaktionsanalyse"

  1. Einleitung In meiner folgenden Hausarbeit im Bereich Kommunikation möchte ich zwei Theorien untersuchen. Es handelt sich dabei um die ,,Vier Seiten einer Nachricht" und um die ,,Transaktionsanalyse". Beide befassen sich mit der Funktion und den Merkmalen eines Gespräches oder einer Nachricht. Ich werde versuchen, beide anhand eines selbst gewählten Dialoges zu erklären.

  2. Hauptteil 2.1. Dialog A hat die Aufgabe von B bekommen eine Akte eines Klienten zu prüfen, und bestimmte Daten heraus zu suchen. A: ,,Ich bin fertig und kann nichts mehr finden." B: ,,Hier steht doch noch was. Ich dachte sie können lesen." A: ,,Ich kann lesen. Ich habe es nur übersehen." B: ,,Aha?! Komm, ich erkläre es dir noch einmal." Dieser Dialog wird mein Behandlungsobjekt für die folgende Niederschrift sein. Ich werde an ihm, und mit Hilfe von ihm zwei Theorie in der Kommunikation erklären.

2.2. Vier Seiten einer Nachricht Die Theorie der ,,Vier Seiten einer Nachricht", von Schulz van Thun, baut auf das ,,Organonmodell der Sprache" von Bühler auf. Nach Bühler hat die Sprache bei jedem Gespräch drei Funktionen. Sie stellt den Sachverhalt dar, sie drückt etwas vom Sender aus und richtet einen Appell an den Empfänger. Schulz van Thun jedoch betrachtet an der Sprache einen weiteren Aspekt. Er sieht ebenfalls die Beziehung zwischen dem Sender und dem Empfänger. Demzufolge hat bei Schulz van Thun die Nachricht vier Seiten. Zum einen sagt sie etwas über die Beziehung zwischen Sender und Empfänger aus, zum anderen wird etwas über den Inhalt berichtet. Es wird auch eine Selbstdarstellung des Senders deutlich, also was er von sich persönlich in das Gespräch einbringt, was er von sich preis gibt. Der vierte Punkt ist der Appell an den Empfänger. Die Theorie der ,,Vier Seiten einer Nachricht" möchte ich nun konkret am Beispiel des vorangegangenen Dialoges näher erläutern. Wie schon erwähnt betrachtet Schulz van Thun bei einer Nachricht die Sachebene, die Ebene der Selbstdarstellung oder Selbstoffenbarung, die Appellebene und die Beziehungsebene. Ich möchte jetzt jede Aussage von A und B nach diesen vier Aspekten analysieren. Als A sagt. ,,Ich bin fertig und kann nichts mehr finden.", kann er das ganz unterschiedlich gemeint haben, als es auf den ersten Blick scheint. Nach dem ersten Aspekt, der Sachebene, informiert er B lediglich, daß er seine Aufgabe erfüllt hat, und keine weiteren Daten finden kann. Er äußert sich neutral und sachlich. Wenn man die Aussage jedoch nach dem Aspekt der Selbstdarstellung betrachtet, kann er etwas ganz anderes gemeint haben. Er will vielleicht damit zum Ausdruck bringen, daß er sich der Sache gewachsen fühlt, froh über seine vollbrachte Leistung und stolz auf seine Fähigkeiten ist. Zum dritten, nach dem Appellaspekt, will er vielleicht auch sagen, daß noch mehr machen möchte, und B auffordert, ihm mehr Arbeit zu geben. Wenn man jedoch die Aussage in der Beziehungsebene betrachtet, würde der Satz wie folgt zu verstehen sein. A könnte meinen, daß er schon fertig ist und B immer noch arbeitet, also in seinen Augen viel zu langsam ist, und seine Fähigkeiten viel höher einschätzt, als die von B. Wie ich eben zeigte, daß A einen Satz mit ,,vier Mündern" sagen kann, will ich nun zeigen, daß B diesen Satz mit ,,vier Ohren" hören kann. Es ist möglich, daß B, nachdem er die Aussage von A vernommen hat, denkt: ,,Er hat seine Aufgabe soeben erfüllt." B hat also die Information von der sachlichen Seite aufgenommen. Nach der Selbstdarstellung jedoch hat er gehört, daß B so stark von sich überzeugt ist, daß nur er die Aufgabe so schnell erfüllen konnte und mit Sicherheit keinen Fehler gemacht hat. Wenn B den Satz mit dem ,,Appell-Ohr" verstanden hat, denkt er vermutlich: ,,Was will der jetzt von mir. Soll ich etwa nachschauen, ob ich noch etwas finde, will er die nächste Aufgabe oder will er gelobt werden?" Es kann aber auch sein, daß er den Satz auf der Beziehungsebene verstanden hat. Demzufolge denkt er wahrscheinlich: ,,Wie redet der denn mit mir, glaubt der etwa, nur er konnte diese Aufgabe lösen? Wie kann man nur so egozentrisch sein?" Um zu zeigen, wie kompliziert und unverständlich ein kurzes Gespräch sein kann, werde ich das restliche Gespräch genauso darstellen, wie diesen ersten Satz. Am Ende der Analyse werde ich eine Zusammenfassung geben, um wieder Ordnung in das Gespräch zu bringen und mögliche Ursachen aufzuzeigen. Nach der Aussage von A stellt B fest, daß er etwas vergessen hat und sagt: ,,Hier steht doch noch was. Ich dachte sie können lesen." Den ersten Satz der Aussage könnte B ganz sachlich gemeint haben. Er möchte A lediglich darauf hinweisen, daß er etwas übersehen hat. Die Überlegung, daß der zweite Satz auch sachlich gemeint ist, wäre etwas unwahrscheinlich, da ich vermuten muß, daß A lesen kann. Sonst hätte er ja nicht die Akte durchsehen können. Hier muß ich also fortfahren und auf den zweiten Aspekt,

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