Testperson für Pharmakonzerne werden - ist das einfach?

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5 Antworten

Reichlich Infos kannst du hier entnehmen:

https://www.probandeninfo.de/proband-werden.html

https://probandsein.de/proband-sein/

Es gibt unterschiedliche Studienarten (Phase I - III) mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen an die Probanden.

Vor jeder Studie, zu der man eingeladen wird, gibt es ausführliche Informationen zu Art, Zweck, mögliche Nebenwirkungen etc.

Jeder Proband ist versichert. Als Proband kannst du jederzeit(!) die Teilnahme abbrechen und natürlich auch von vorneherein nicht teilnehmen.

Ich habe vor vielen Jahren an mehreren Arzneimittelstudien teilgenommen, meist direkt bei der forschenden Firma, zuletzt bei zwei Auftragsfirmen (die machen im Auftrag der Pharmafirmen die Studien).

Ich fand damals die Betreuung und Information seitens der Pharma-Fa. besser und detaillierter, als bei den Auftragsinstituten.

Und ich habe insgesamt zwei Studienteilnahmen abgelehnt, wurde danach trotzdem wieder eingeladen.

Brechbohnejop 16.07.2017, 23:17

Was hast du denn an Geld kassiert ?

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beamer05 17.07.2017, 19:16
@Brechbohnejop

Die Probandenhonorare hingen u.a. davon ab, welche zeitlichen Belastungen bzw. auch welche körperlichen "Ärgernisse" wie Blutabnahmen, Tragen von Sensoren (z.b. Körpertemperatur) etc. anfielen.

Da gab es eine art Baustein-Prinzip, wo jede Übernachtung, jede Blutabnahme etc. gewertet wurde.

Die Details waren/sind vertraulich, aber eine Studie mit 3 Übernachtungen und insgesamt ca. 3 Tagen Daueraufenthalt plus zwei mal Nachtermin (je ca. 2 h) ergaben mal etwa 2000 DM (Du siehst, das ist eine Weile her).

Keinere Studien (aus sicht der Probanden) mit nur wenigen Blutabnahmen und einigen Tests an wenigen Stunden kamen auf wenige 100 DM.

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Ganz so einfach ist es nicht. Man muss gesund sein (meistens) und das wird sehr gründlich geprüft. Die machen auch Drogentests und alles, denn man möchte keine Junkies in der Studie haben (es sei denn, es ist eine Studie, bei der Drogenabhängige gebraucht werden, weil es um Medikamente speziell für diese Zielgruppe geht). Wenn Nichtraucher gesucht werden, überprüfen die das anhand der Abbauprodukte von Nikotin im Blut ebenfalls.

Die Vergütung richtet sich nach dem Aufwand, der für dich entsteht. Wenn du eine Woche lang täglich mehrfach antanzen und Blut abgeben musst, bekommst du mehr als wenn du nur am Anfang und am Ende der Woche je einmal kommen musst.

Und Patienten, bei denen dann die Wirksamkeit des Medikaments gegen ihre Krankheit geprüft wird, bekommen natürlich gar kein Geld - denn sie bekommen ja eine neue und potentiell bessere Behandlung.

Du kannst frei entscheiden, ob du an einer Studie teilnehmen willst. Manchmal passt es einfach zeitlich nicht (das sind ja oft Studenten, und in der Prüfungszeit möchte man lieber lernen), oder manchmal sagt einem der Gedanke an ein bestimmtes Medikament nicht zu.

Ich habe das früher zwei- oder dreimal gemacht (bei Frauen gibt es nicht so viel Bedarf). Viel Geld habe ich nicht bekommen, aber die Betreuung war sehr gut.

Du kannst dir gleich die Studie aussuchen, an der du teilnehmen willst, und dich für die anderen gar nicht bewerben. Alle Studien werden ja im Internet genau vorgestellt. Und da steht auch dabei, was man machen muss und was für ein Medikament man testet. Und wie viel Geld es gibt. 

Auch die Voraussetzungen stehen genau dabei. Bei manchen Studien darf man gar nicht rauchen, oder nur wenig. Bei manchen Studien ist man eine Weile stationär untergebracht und darf nicht raus. Für diese Studien gibt es natürlich mehr Geld. 

Bedarf gibt es wohl. Machen aber auch viele die Geld benötigen. Zuerst wird deine Gesundheit überprüft, ob du geeignet bist. Wenn ja, bekommst du eine Einladung wo du hin kommen sollst. Meine Tochter hat das mal mitgemacht und musste im Krankenhaus 2 Wochen nur liegen und Tabletten nehmen. Zwischen durch wurden Blutdruck und Blut überprüft. 

Moin. Also der Bedarf ist niemals erfüllt ! Es werden immer junge Männer meist unter 40 genommen und diese müssen gesundheitlich dafür geeignet sein. Es wird wie eine Art Vertrag zwischen der pharmazeutischen Institution und dem Tester geschlossen. Dieser beinhaltet meist die möglichen Nebenwirkungen, Gefahren und halt natürlich auch der Verdienst des Spaßes

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