Testaments-änderung?

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5 Antworten

Hallo SeaShepherd28, zunächst mal meine herzliche Anteilnahme zu Eurem Verlust.

Erst einmal eine Begriffsklärung (obwohl die Ausführung von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich sein kann):

Anonym heißt - Rasen über der Grabstelle, in vielen Bundesländern sogar Beisetzung ohne Angehörige.

Teilanonym heißt meist - Beisetzung zwar unterm Rasen, aber Angehörige können bei der Grablegung dabei sein und an einer Stele oder einem größeren Stein werden entweder die Namen oder auch Daten der dort gemeinsam bestatteten eingemeißelt oder auf kleinen Täfelchen oder Plaketten angebracht.

In Berlin kann man übrigens IMMER (also auch bei "anonym") mitgehen.

Das mit dem Testament ist völlig unerheblich - kein Amtsgericht kümmert sich um die Beisetzungsart.

Deshalb ist das Testament eh' der ungünstigste Ort, so etwas festzuhalten. Es wird erst eröffnet, wenn jede Beisetzung schon längst von statten gegangen ist.

In Eurem Fall ist die glaubhaft in Gegenwart von Zeugen getätigte Äußerung, er wolle halbanonym bestattet werden (sonst wüßtet Ihr es ja nicht) und die noch dazu gegebene, sehr nachvollziehbare Begründung ohnehin wichtiger und der tatsächlich letzte Wille, was dies angeht.

Natürlich ist es wichtig, daß die Bestattungspflichtige/n sich darin einig sind! 

Ihr könnt ihn also wirklich ehrlichen Gewissens, mit Ruhe und Würde halbanonym bestatten, ohne Sorgen wegen der testamentarisch anders lautenden Verfügung.

Ich wünsche Euch viel Kraft für diesen schweren Weg.

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Wenn sich hier die Hinterbliebenen einig sind, könnt ihr ihn bestatten lassen, so wie ihr es für richtig haltet.

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Kommentar von SeaShepherd28
25.09.2016, 23:21

Ja wir haben alle gesagt das wir wollen, dass er Teil anonym beerdigt wird, weil es auch besser für uns alle ist, da man dann ja auch eine Stelle hat wo man trauern kann. Aber dadurch dass es im Testament steht,  gibt es dann keine Probleme? Weil was Im Testament steht ist doch eigentlich der letzte Wille von dem verstorben und daran muss man sich doch halten oder?

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Das wird wohl ein Problem werden.

Ein Gericht wäre an den letzten Willen des Verstorbenen gebunden.

Da der zeitliche Ablauf recht kurzfristig ist, bis die Leiche zur Beisetzung freigegeben wird, kann man das testament wohl nicht mehr anfechten.

Evtl. lässt sich feststellen, wo und wann die Beisetzung stattfinden soll.

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Kommentar von marit123456
25.09.2016, 23:24

Bis zur Testamentseröffnung ist der Verstorbene jedoch längst unter der Erde.

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Was ist denn bitteschön Teil-Anonym?
Ich stell mir gerade die Beine in der einen Ecke vor, und der Rest in der anderen Ecke. Oder steht auf dem Grabstein nur der Vorname?Übrigens, mein Beileid!

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Kommentar von SeaShepherd28
25.09.2016, 23:45

Nein, komplett anonym würde bedeuten, dass am Anfang des Friedhof teils ein Kreuz stehen würde, wo alle Namen der verstorben draufstehen würde und man nicht genau weiß, wo der Angehörige liegt. Teil anonym bedeutet,  dass man weiß wo der verstorbene liegt, aber da nicht ein riesen großer Grabstein oder ein Kreuz etc. steht. So wurde mir das wenigstens erklärt. Ich hoffe du kannst es jetzt besser verstehen.

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Kommentar von schmiddihb
26.09.2016, 00:23

Ich kenne das ein bisschen anders. Ich kenne hier nur Gräber, dann also mit Grabstein oder, wenn der Tote verbrannt wurde, wird man anonym auf einer Wiese begraben. Dort steht kein Schild oder ähnliches. Teil-Anonym ist mir nicht bekannt.

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Was soll Teil anonym sein?

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