Testament, Erbrecht

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Ohne Kenntnis des Wortlauts des Erbvertrags ist kein belastbarer Rat möglich. Vor allem ist wichtig, ob in dem Erbbvertrag die Kinder aus erster Ehe n u r für den Fall des gemeinsamen Todes von Opa und Oma als Erben eingesetzt wurden oder auch ausdrücklich oder sinngemäß auch als Erben des zuletzt Versterbenden. Wenn letzteres der Fall ist, konnte Oma nicht mehr anderweitig testieren. Galt die Erbfolge der Kinder jedoch tatsächlich nur für das gemeinsame Versterben der beiden, wäre Oma frei gewesen, nach Opas Tod neu und abweichend zu testieren. Das Nachlassgericht muss im Zweifelsfall im Rahmen des Erbscheinsverfahrens durch Auslegung feststedllen, welches Dokument, Erbvertrag oder Testament, die Erbfolge Omas wirksam regelt. Also: Erbscheinsantrag beim Nachlassgericht stellen und dann die Entscheidung abwarten; Rechtsmittel zum Land- und Oberlandesgericht sind möglich gegen die Entscheidung. Stellen Sie den Erbvertrag hier ins Netz; dann kann er analysiert werden

Wie ich sehe, ist der Erbvertrag schon zu lesen: Danach hatte Ihre Oma kein Recht mehr, durch Testament vom Erbvertrag abzuweichen. Es sei denn, Sie hätten uns einen Passus im Erbvertrag vorenthalten, der däs Änderungsrecht des Überlebenden bestimmt. Ich denke aber, dass es diesen Passus nicht gibt.

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@sergius

Danke für Ihre Anwort, ıch habe keine Passus vorrenthalten. Vielen Dank

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Das handschriftlich neue Testament wäre nur dann gültig, wenn die Oma hinsichtlich des Erbes nach dem verstorbenen Opa aufgrund des gemeinsam errichteten Testamentes nicht an weitern Verfügungen gehindert wäre. Dazu müßte man den genauen Wortlaut des gemeinschaftlichen Testamentes kennen.

Wenn der Erbvertrag beim Notar aussagt, daß der Überlebende das Testament ändern kann..dann hat Deine Oma das Recht dazu gehabt. Allerdings hat der Bruder Deiner Mutter ein Recht auf ein Pflichtteil!

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Frage ist die Folgende:
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Ihre 3 Kinder kriegen jeweils Pflichtteil (wobei bei einem der Kinder Wohnrecht statt pflichtteil ausgemacht ist. was hier aber unwichtig sein sollte.)
bisher war das Ganze nur in Form eines notariellen Testaments festgehalten.

Nun will der Vererbende aber einen Erbvertrag (ebenfalls beim selben Notar) mit grundsätzlich gleichem Inhalt machen lassen.
Einzige Unterschiede sollen sein:
1. Der Erbvertrag soll final sein. d.h. selbst wenn die Betroffene (unter Begleitung entsprechend interessierter Kinder) 2,3 Monate später käme und ein testament/Erbvertrag machen würde, der den Alten aufzuheben versucht oder komplett gegensätzlichen inhalt hat, so soll dies nicht mehr möglich sein.
es soll sprichwörtlich der letzte, nicht mehr veränderbare Wille sein.
Alles was danach kommt, selbst wenn notariell gemacht, soll keine Wirkung mehr entfalten.

Wie wäre das konkret umsetzbar?
Was müsste dazu in den Erbvertrag rein bzw. was müsste ausgelassen werden?

2.Da die Großmutter weiß dass der Enkel nicht allzu vermögend ist und aber weiß dass die Pflichtteilsberechtigten gleich nach ihrem Tod sofort den Pflichtteil verlangen würden (der nach erster Hochschätzung immerhin um die 20000 Euro für beide Kinder betragen würde)
möchte sie es gerne im Erbvertrag irgendwie festhalten dass der Erbe die Pflichtteilsberechtigen in vorgegebenen Raten abzahlen kann.

Denkbar wäre hier bspw. eine Zahlung von 1% (des auszuzahlenden Pflichtteils) pro Moant, bis die Betroffenen eben ihren Pflichtteil komplett erhalten haben. Sozusagen eine (zinslose) Ratenzahlung über 100 Monate, wenn man so will.

Und das soll halt eben so festgehalten sein dass es auch definitiv nach dem Tod der Erblasserin verbindlich ist und die Kinder, auch selbst unter anwaltlicher Hilfe, an dieser Regelung nichts rütteln können.

Kann man das irgendwie so im Erbvertrag unterbringen sodass es für die späteren Pflichtteilsberechtigten die entsprechende Bindung hat?
Sodass die nicht doch durch irgendein Hintertürchen womöglich mit Anwalt so drehen können dass Ihnen der erbe doch gleich den Pflichtteil auszahlen muss?

Kann man das bereits im Erbvertrag so verbindlich bestimmen?

Was müsste dafür da so rein?

Denkt ihr dass ein Erbvertrag so umsetzbar ist?

Vom inhalt her gleich dem anfänglich erwähnten Testament aber halt mit diesen beiden, doch gravierenden Änderungen drin?

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