Test,6 monate Führerschein weg.

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3 Antworten

Hallo kleineslächeln,

ich hoffe, dein Mann hat sich nicht nur mit ein paar Leuten unterhalten, die auch eine MPU absolviert haben, sondern sich ernsthaft auf die Untersuchung vorbereitet.

Die MPU wegen Punkten ist nämlich die schwerste MPU, da im Gegensatz zu einer Drogen- oder Alkohol-MPU keine Belege für die erfolgte Verhaltensänderung (z.B. Abstinenznachweise) vorgelegt werden können, sondern der Prüfling allein im Gespräch mit dem Gutachter glaubhaft darlegen muß, daß er wieder zum Führen eines Kraftfahrzeugs geeignet ist.

Dein Mann sollte sich also nochmal alle Vorfälle genau in Erinnerung rufen (18 Punkte bekommt man ja nicht "über Nacht") und sich überlegen, wie es zu den Fehlern kam und wie er heute in der selben Situation reagieren würde.

Weitere wichtige Fragen bei der MPU sind beispielsweise:

  • Hat der Betroffene sein Fehlverhalten erkannt?
  • Wurde das Fehlverhalten aufgearbeitet?
  • Hat er wirklich aus seinen Fehlern gelernt?
  • Wurde das neue Verhalten geübt?
  • Hat der Betroffene Vermeidungsstrategien für "Gefahrensituationen" entwickelt?
  • Wurden diese eingeübt?
  • Wie ausgeprägt ist seine Willensstärke?
  • Liegen ausreichende Fähigkeiten zur Selbstbeobachtung und Selbstkritik vor?
  • Hat sich sein soziales Umfeld verändert?
  • Kann der Betroffene seine Verhaltensänderungen nachvollziehbar glaubhaft machen?

Solange dein Mann hier keine konsistenten, belegbaren und glaubwürdigen Antworten geben kann, wird das Gutachten negativ ausfallen. Hier wäre ggfs. eine verkehrspsychologische Beratung hilfreich.

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