Terroranrufe von Krankenkasse. Kann man irgendwas tun?

5 Antworten

Hallo Taifun,

dass Dich die Anrufe so aufregen liegt nicht nur an den Anrufen, sondern an den Gefühlen, die sie bei Dir auslösen (Ärger, Frustration, Sorgen...).

Die Anrufe sind wenige Minuten in der Woche.

Die Frau von der Krankenkasse ist auch nicht böse und ruft nicht an um Euch zu terrorisieren. Sie ruft euch an weil das ihre Aufgabe ist.

Wenn Du die Tatsache nicht ändern kannst, dass Du angerufen wirst versuche Deine Gefühle zu verändern!

Lege Dir ein paar Standartsätze zurecht. Vielleicht hilft es Dir vorzustellen, dass Du nicht für Dich und Deinen Mann sprichst, sondern spreche so wie ein Callcenter-Mitarbeiter oder ein Roboter. "Danke für Ihren Anruf. Meinem Mann geht es noch nicht besser. Die Ärzte sagen er kann noch keine Umschulung machen. Aufwiederhören."

Frage die Ärzte, ob Sie Dir eine Bescheinigung für die Krankenkasse ausstellen.

Was dahinter steckt: Die Krankenkasse möchte eine Entscheidung herbei zwingen um nicht länger zahlen zu müssen.

Auch wenn Dein Mann noch krank ist, sollte er sich überlegen, wie er weite rmachen will.

Wie alt ist Dein Mann?

Habt ihr die Möglichkeit Euch beraten zu lassen?

Eine Mitgliedschaft beim VDK kann ich Euch sehr empfehlen.

Eine zweite Reha kann durchaus sinnvoll sein! Bei der ersen Reha direkt danach geht es um Genesung und Erholung.

Bei einer zweiten Reha würde es darum gehen festzustellen, welche Probleme nach der Erkankung da sind, ob man daran in der Reha etwas verbessern kann und vor der Entlassung wird fesgestellt welche Einschränkungen bleiben.

Im Entlassbericht stehen dann diese Einschränkungen und Empfehlungen zum Beruf.

In der Reha kann man auch eine Beratung bezüglich finanziellen Fragen und beruflichen Perspektiven bekommen.

Liebe Grüße und alles Gute!

Hourriyah

Hallo Hourriyah,

danke für ihre Antwort. Ich war ganz Freundlich mit der Mitarbeiterin, aber wenn man wird jede Woche angerufen und ihr interessiert nur wann er geht endlich zu Arbeit, natürlich wird man ärgern.

Die REHA hat für mein Mann viel mitgebracht. Und so schnell kriegt man leider nicht 2-en REHA hat mir Arzt gesagt. Natürlich ich will das mein Mann wird schnell gesund, dafür braucht man nur Zeit. 

Mein Mann ist 49 Jahre und er sagt selbst das er will auch Arbeiten gehen, nur zur Zeit hat er noch kein Kraft.

Die Krankenkasse hat alle Berichte, ich hatte ihnen selbst alles abgegeben und andere Berichte hat die von REHA angefordert.

Hab schon mehrmals mit diese Beraterin gesprochen, nur die ist in anderen Meinung, die meint er hat einfach Herzinfarkt gehabt und ist nix passiert, das er kann schon jetzt Arbeiten. Im Entlassbericht stehet alles aber ihr interessiert das nicht.

Liebe Grüße

 

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Ich kann nur folgendes sagen.

Kürzlich bekam ich folgende Situation mit:

Arzt verordnet Patient einen Taxischein (Fahrt mit dem Taxi zum Krankenhaus wird von der Krankenkasse größtenteils übernommen). Patient geht zur Krankenkasse, Schein wird bewilligt, aber erst in 6 Wochen. Therapie beginnt in einer Woche. Patient geht zurück zum Krankenhaus, Mitarbeiter der Verwaltung kennt das schon (!) und ruft bei der Krankenkasse an: Taxischein kann abgeholt werden!

Also würde ich dir raten: Bitte einen der Ärzte oder MTAs/ Verwaltungsmitarbeiter, für dich bei der Krankenkasse anzurufen und den Stand der Genesung deines Mannes zu nennen oder diesen schriftlich zu geben, damit du eine Kopie der Krankenkasse überbringen kannst. 

Der Arzt oder Mitarbeiter soll sagen/ schreiben:

Wie es deinem Mann gesundheitlich geht/ wie sein Zustand ist,

was er voraussichtlich nach der Genesung wird tun können (beruflich/ wozu er in der Lage sein wird),

was er aktuell tun kann in seinem jetzigen Zustand,

wie lange die Genesung noch dauert, wie lange es voraussichtlich noch dauert, bis er wieder arbeiten oder an eine Umschulung denken kann.

Sage der Frau am Telefon erst mal, dass sich der Zustand deines Mannes noch nicht geändert hat - jede Woche wieder. Evtl. rufen sie dann irgendwann nicht mehr an. Sage, dass dein Mann sich meldet, wenn sich sein Zustand ändert/ verbessert.

PS

Andere Vorgehensweise: Freundlich mit der Mitarbeiterin reden, sie als Bekannte am Telefon begrüßen, etwas humorvoll sein, Mitleid zeigen, dass sie schon wieder anrufen muss und man ihr nichts Neues sagen kann. Evtl. kommt ihr dann zu ein bisschen Smalltalk und nicht dazu, dass sie dich ausfragt. Evtl. kann sie dann auch Möglichkeiten nennen, die Anrufe - die sie sicherlich nach Vorgaben machen muss - einzustellen oder zu reduzieren.

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Gegenüber der Krankenkasse müssen Sie erstmal gar keine Angaben machen, wenn dann erst gegenüber dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen.
Wenden Sie sich an den Chef der Sachbearbeiterin.
Ansonsten hier die richtigen Ansprechpartner:

-Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
Unabhängige Anlaufstelle für alle Fragen rund um das deutsche Gesundheitssystem
-Der Patientenbeauftragte
Hilfe und Beratung für Patienten
-Unabhängige Patientenberatung
Kostenlose Beratung zur Vorsorge, Behandlung und Rehabilitation von Krankheiten
-Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
Nutzen von Therapien und Medikamenten kennen
Aufsichtsbehörden der gesetzlichen ----- Krankenversicherung
Bundesversicherungsamt: Ansprechpartner bei Beschwerden über die gesetzliche Krankenversicherung
-Patientenquittung für mehr Transparenz
Quartalsquittung für einen Euro
Patientenorganisationen
-Patienten- und Selbsthilfeorganisationen spielen eine herausragende Rolle

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