Wie kann ich die Angst loswerden vor Terror in kleinen Städten?

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3 Antworten

Dieses Gefühl ist in der gegeben Situation verständlich, aber übertrieben.

Beispielsweise ist es sehr viel wahrscheinlicher im Straßenverkehr zu sterben. Das waren 2015 in Deutschland 3475 Menschen. Es müsste also fast täglich (!) zu einem Ereignis wie in München kommen, um das selbe Gefahrenlevel zu haben.

Dass man im Straßenverkehr keine Angst hat, liegt an der menschlichen

Psyche. Neue, unbekannte Gefahren (Terror) werden überschätzt, alte und

alltägliche Gefahren (Straßenverkehr) werden weit unterschätzt. Ob Großstadt (München) oder Kleinstadt (Ansbach) spielt dabei keine Rolle.

 

Außerdem ist die Berichterstattung bei Terroranschlägen viel

ausgiebiger als bei Verkehrstoten. Man stelle sich nur mal vor, was in

den Medien los wäre, wenn bei jedem Autounfall mit mehreren

Schwerverletzten genauso berichtet wird, wie über die Sache in Würzburg.

Auch nach München ist die Gefahr nicht größer Geworden. Solche Angriffe gab es auch vor 20 Jahren schon, da hätte man aber am nächsten Tag nur etwas in der Zeitung gelesen. Heute kann jeder live auf Facebook und Twitter dabei sein. Dabei verbreiten sich auch viele Falschmeldungen in windeseile.

Die Gefahr bei einem Amoklauf oder Terroranschlag zu sterben ist also sehr gering. Vor´m Auto - oder Radfahren hast du ja auch keine Angst, oder?

Du musst dir also keine Sorgen machen.

Grüße

Lumi

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Die kollektive Angst vor einem Anschlag ist allein noch keine Pathologie. Krankhaft wird die Furcht erst, wenn Menschen ihr bisheriges Leben nicht mehr weiterführen können. Jemand, der sich aus Angst vor Attentaten im Haus verkriecht, ist krank.
Andererseits kann die Furcht auch positive Effekte haben, etwa die Rückbesinnung auf die eigene Familie, die man womöglich lange vernachlässigt hat. Unter dem Eindruck solch massiver Ereignisse konzentrieren sich Menschen auf Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind. Wichtig erscheint es mir, mit den eigenen Kindern sprechen, ihnen zu erklären, dass es böse Menschen gibt, die Leid verüben wollen, aber auch, dass wir alles tun werden, um sie zu beschützen.
"Wir müssen unser Leben weiterleben"

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Einfach zum Fest hingehen und feststellen dass meistens eben doch nichts passiert

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