Termisches Sicherheitsventil ( Heizung )

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Dafür gibt es ganz klare technische Vorschriften. Und wenn du deine Anlage nicht als sogenannte "offene Anlage" betreibst, ist eine thermische Ablaufsicherung zwingend vorgeschrieben. Und das nicht ohne Grund. Glaub mir, du möchtest nicht in der Nähe sein, wenn ein Feststoffkessel unkontrolliert "hochgeht". Ich hoffe du hast zumindest einen Pufferspeicher im System, ansonsten sitzt du tatsächlich auf einer tickenden Zeitbombe. Noch mal zum rechtlichen Aspekt: Solltest du den Vorgaben des Schornsteinfegers nicht Folge leisten, kann und wird er deine Anlage stilllegen. Und in diesem Fall ist das absolut berechtigt.

Der Heizkessel muss einen Wärmetauscher zum Anschluss einer Therm. Ablaufsicherung entweder werksseitig schon eingebaut haben, oder es muss eine Möglichkeit zum Nachrüsten bestehen. Wenn Du die Unterlagen von dem Gerät hast, musst Du dort nachsehen was Sache ist, ansonsten bei DeDietrich/Remeha in Emsdetten nachfragen.

Was macht eigentlich eine Thermische Ablaufsicherung?

Wenn die Temperatur im Kessel zu hoch ist, dann öffnet die thermische Ablaufsicherung und aus dem Kaltwassernetz fließt Wasser durch den Sicherheitswärmetauscher und kühlt den Kessel.

Der Sicherheitswärmetauscher ist eine Rohrschlange, die im oben im Kessel eingebaut ist.

Das warme Wasser, das aus dem Sicherheitswärmetauscher rauskommt, fließt in den Abfluß

Ohne Sicherheitswärmetauscher würde die Temperatur noch mehr ansteigen. Der Druck würde ansteigen, bis das Sicherheitsventil öffnen würde. Es würde ganz laut zischen und eventuell zusätzlich klopfen, wenn das Sicherheitsventil öffnet und schließt. Der ganze Raum wäre voll mit Dampf und man könnte nichts mehr sehen. Man könnte nicht mehr so leicht zum Kessel gehen und nachsehen, was die Ursache ist. Es könnte ja auch aus den offenen Kesseltüren herausbrennen und Feuerwehr könnte notwendig sein und eine gute Brandschutzversicherung, die dann eventuell nicht zahlen würde, wenn man da ganz grob etwas falsch gemacht hätte.

Eine Versicherung

hilft meistens dazu, daß man weiß wohin man jeden Monat Geld zahlen darf.

Die Deutschen zahlen durchschnittlich über 2000 Euro pro Jahr für hauptsächlich nutzlose Versicherungen.

Da ist durchaus noch Potential für Einsparungen drin!

Wenn die Versicherungsgesellschaft bezahlen soll, dann hat sie ganz

viele Ausreden und Rechtsanwälte um nicht zu bezahlen.

Ich will ja nicht behaupten, daß Versicherung Betrug ist! Die Temperatur kann zu hoch werden, wenn: man vergessen hat, die Türe des Kessels zu schließen und der Kessel heizt und heizt dann.

Wenn die Temperaturregelung falsch eingestellt oder defekt ist.

Wenn die Heizungs-Pumpe ausgeschaltet ist oder defekt.

Wenn ein Ventil zugedreht ist

Wenn kein oder zu wenig Wasser in der Anlage ist

Wenn zuwenig Wasser fließt, weil alle Heizkörper zugedreht sind und kein Pufferspeicher eingebaut ist.

Es gibt vielleicht noch mehr mögliche Varianten.

Ich hoffe, ich konnte zum Verständnis ein bißchen beitragen.

Viel Glück

Stellen Sie sich mal vor:

Es war da mal ein Kessel, der ohne Thermische Ablaufsicherung und ohne Sicherheitsventil angeschlossen war.

- Also, der Kessel überhitzte sich, weil Luft in der horizontal eingebauten Pumpe war. Ein Sicherheitsventil war im System, aber nicht am Kessel. Ein Ventil zum Sicherheitsventil war zugedreht.

Bei der Kessel-Explosion wurde in die Kommunwand zum Nachbarn ein Loch hineingesprengt.

Durch den lauten Knall hörte der Eigentümer nichts mehr, nur einen singenden hellen Ton.

Es ist zu diesem Zeitpunkt nicht klar, ob der Kesselbetreiber ab nun taub ist oder nicht! Man braucht dann wirklich starke Wände, hinter denen man sich verstecken kann, falls das Ding explodiert.

Die Nachbarn stehen im Loch und schauen herüber.

Der Parkett ist hin. Es war ein echter Parkett, kein Laminat.

Die Tapeten hängen herunter - dort wo der Kessel stand sind nur noch ein paar Teile

Jetzt muß man erst mal zum Arzt.

Wenn die Ohren noch funktionieren, dann kann man an die Versicherung denken.

Wenn die wirklich zahlt, dann wird sie sich das Geld wiederholen, vom Betreiber des Kessels.

Weil der ja etwas falsch gemacht hat.

Wenn alles richtig gemacht wurde, dann passiert ja nix.

Wenn was falsch gemacht wurde, dann zahlt die Versicherung nicht.

Jetzt kann man überlegen: mauert der Nachbar seine Wand selber zu, weil der Kesselbetreiber kein Geld hat, oder das nicht kann? Er will ja vielleicht auch mal wieder seine Ruhe ?

Geheizt wird diesen Winter vielleicht nimmer !

Schlußfolgerung: Ohne Thermische Ablaufsicherung kann man Brennstoffkosten sparen. Man braucht ja eventuell nicht mehr heizen.

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