Tendieren Geisteswissenschaftler zu Linksextremismus/Linksliberalismus?

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8 Antworten

Also erstmal kann man Linksextremismus und Linksliberalismus nicht richtig zusammenschmeißen.

Auch alle Geisteswissenschaften kann man nicht zusammenschmeißen, dafür sind die zu verschieden. Es kommt also stark auf das Studienfach und auch die Universität drauf an. Unter Berliner Ethnologen wirst du sicherlich recht viele eher links eingestellte finden (was noch lange nicht heißt, dass sie linksextrem/linksliberal sind), das muss aber nicht für Heidelberger Politikwissenschaftler gelten.

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Es gibt Studien, die gezeigt haben, dass Menschen mit höherer Intelligenz und Bildung auch stärker zu linksgerichteten politischen Ansichten tendieren(sollte allen, die eher rechts stehen, zu denken geben). 

Aber das ist eben kein Phänomen, das nur bei Geisteswissenschaftlern auftritt. Und Linksliberalismus und Linksextremismus haben auch recht wenig gemein. 

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Ich sage es mal so: Geisteswissenschaftler neigen tendenziell eher zu linken Positionen. Das hat erstens etwas mit Geist zu tun und zweitens mit der Tatsache, dass Geisteswissenschaftler sich mit Gesellschaft und ihren Problemen befassen und dabei erkennen, dass menschliche Tätigkeit und Arbeitsteilung nicht der Wirtschaft dienen müssen, sondern Wirtschaft den Menschen, allen Menschen dienen muss.

Gesellschaftliche und ökonomische Organisationsformen, die strukturell ganze Menschengruppen, ja sogar die Mehrheit der Menschen benachteiligen und ausschließen, kann man deshalb nicht als funktionierend betrachten und schon gar nicht als gerecht und den Frieden fördernd.

Betriebswirtschaftler neigen z. B. tendenziell eher dazu, die Inselinteressen eines Unternehmens auf die Gesellschaft zu übertragen und daraus folgende Strukturen und Entscheidungen als probate Mittel zur Regelung gesellschaftlichen Zusammenlebens anzusehen. Dass dabei Menschen auf der Strecke bleiben, ihr Potenzial nicht genutzt wird, soziale Ungleichheit gefördert wird usw., wird achselzuckend zur Kenntnis genommen. Wirtschaftsdarwinismus wird zu Sozialdarwinismus.

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Ja, tun sie. Nein, an dem Klischee ist Wahres dran. Die eigentliche Frage sollte man nach den Gründen stellen.

Universitäten und diverse andere Bildungseinrichtungen sind eine Brutstätte dieses Gedankenguts. Siehe Lateinamerika: viele Studenten, einschließlich "Che" Guevara waren Studenten oder Studierte.

Sind sie deswegen schlauer als "Rechte/Braune/Nazis"? Nein, der Mensch unterliegt überall Gruppenzwängen und es hat sich eine linke/kommunistische Gruppendynamik innerhalb der Geisteswissenschaften schon im frühen 20. Jahrhundert manifestiert.

Ähnlich klischeebehaftet (und oftmals wahr) sind Bruderschaften/Studentenverbindungen und deren Verbindungen zur konservativen oder gar rechten Seite - oftmals in den "MINT" Fächern stärker vertreten.

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Kommentar von Soulwax
25.10.2015, 03:15

Korrektur:

*viele Kommunisten, einschließlich "Che" Guevara[...]

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Ich denke schon, dass das ein Klischee ist, ja. Jedenfalls wenn du hier mit Begrifflichkeiten wie "Linksextremismus" um dich schmeißt. Was allerdings zutriff ist, dass mehr Menschen ohne oder mit einem Haupt- oder Realschulabschluss xenophob sind als jene, die Abitur gemacht haben.

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Kommentar von captainGABA
25.10.2015, 03:59

In dem Fall: gesegnet seien die Dummen!

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Das läßt sich so pauschal nicht sagen. Man kann jedoch feststellen, dass z.B. in der Partei "Die Linke" recht viele Mitglieder einen akademischen background haben.

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Kommentar von Gugu77
25.10.2015, 10:48

So wie alle anderen Parteien im Übrigen. Stichwort Juristen, Lehrer.

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geisteswissenschaftler sind menschen die wissen, dass sie kein bock auf arbeiten/malochen haben, deswegen entwickeln sie eine neigung gegen das system, in welchen sie arbeiten müssten um zu überleben, zu kämpfen.. es sind verlorene gestalten die ohne mamas taschengeld nichtmal eine woche überleben würden

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Kommentar von Otweter
26.10.2015, 10:22

Da denunziert jemand die Geisteswissenschaftler als arbeitsscheu, höchstwahrscheinlich, weil er weder etwas mit Geist noch mit Wissenschaft anfangen kann. :-)

So etwas ist bei bildungsfernen Prolls üblich.

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Kommentar von latricolore
26.10.2015, 11:00

Wow!
Manche haben ihren Nick aber sowas von passend ausgesucht - Respekt!!

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Ja, es ist ein Klischee.
Und bevor du Linksextremismus gleichsetzt mit Linksliberalismus, solltest du dich deutlich genauer informieren.

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Kommentar von captainGABA
25.10.2015, 04:01

Finde beides ähnlich selbstzerstörerisch, da verwischen die Grenzen.

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