Temperatur beim Mont Blanc?

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1 Antwort

Durch ihre exponierte Lage am westlichen Ende des Alpenbogens ist die Mont-Blanc-Gruppe stark den häufigen Westströmungen ausgesetzt, gegen die die deutlich niedrigeren vorgelagerten Savoyer Voralpen kaum einen Schutz bilden. Das führt neben starkem Wind (besonders auf der Nordwestseite) auch zu häufigem Auftreten heftiger Wetterstürze. Im Falle von Föhnlagen können aber auch starke Winde von der Südseite her auftreten. Die besondere Exposition des Gebirges kann zur Folge haben, dass die höheren Gipfel des Massivs bereits in Föhnwolken gehüllt sind, in denen Schneestürme auftreten, während ringsherum noch sonniges und warmes Wetter herrscht. Diese charakteristischen Wolken werden hier wegen ihrer Form als L'âne („Der Esel“) bezeichnet. Das Wallis und das Aostatal sind von mediterranem Klima geprägt.[4]

Die Staulagen haben große Niederschlagsmengen insbesondere an der Nordseite zur Folge, was zu einem hohen Grad an Vergletscherung führt. Ungefähr ein Drittel des gesamten Massivs ist von Eis bedeckt. Hier liegen auch besonders große Gletscher wie das Mer de Glace und mit dem Glacier des Bossons einer der tiefst gelegenen Gletscher der Alpen. Durch die große Steilheit und die hohe Fließgeschwindigkeit (bis zu 50 cm pro Tag) der Gletscher bilden sich besonders viele Spalten und Séracs.[3]

Die Eishöhe erreichte in diesem Gebiet während der Eiszeiten bis zu 1000 Meter oberhalb der Talsohle von Chamonix, nur wenige Gipfel ragten als Nunataks aus dem Eis. Die letzten großen Eisvorstöße waren im Zuge der Kleinen Eiszeit im 16. und 17. Jahrhundert zu beobachten und mit großen Zerstörungen verbunden. Der Bossongletscher erreichte zuletzt in den Jahren 1818, 1854 und 1892 das Tal. Durch den Gletscherschwund sind heute Rückgänge der Gletscherzungen um 7 bis 14 Meter jährlich zu beobachten.

Quelle: Wikipedia - Mont-Blanc-Gruppe

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