Teleobjektiv vs Makro-Objektiv?

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6 Antworten

Bei einem Teleobjektiv mit Makrofunktion kommst du nicht an den Maßstab eines Makro-Objektivs heran.

Mit dem Tele kommst du zwar relativ nah ans Objekt, dennoch hast du keinen Maßstab von 1:1. Sondern kleiner. Das kannst du auch im Prospekt des Objektivs nachlesen.

Richtige Makro-Objektive sind Festbrennweiten, die im Allgemeinen etwas längere Brennweiten haben. Zum einen, um nicht zu nah ans Objekt zu kommen, zum anderen aber musst du so weit fokussieren, um den Maßstab 1:1 realisieren zu können.

Ein richtiges Makro-Objektiv ermöglicht einen Abbildungsmassstab von 1:1 oder besser (Vergrößerung). Erst ab einem Abbildungsverhältnis von 1:1 ist es ein Makro-Objektiv.

Ein richtiges Makro-Objektiv ist so konstruiert, dass es nahezu keine bogenförmige Verzeichnung hat, möglichst keine Randabdunkelung und die Schärfe auch bis zum Rand erhalten bleibt.

Solange DU mit deinen Aufnahmen zufrieden bist, solange benötigst DU kein anderes Objektiv. Richtig gute Objektive haben leider einen sehr hohen Preis, da können schon ein paar tausend Euro den Besitzer wechseln.

Hallo wiedermalich...,
Gratulation zu solchem Onkel! :- )

Ergänzend zu dem Geschriebenen wird es dich vielleicht freuen, dass bei solchen makrofähigen Teles (ich habe so ein grandioses 135er) im Wesentlichen der Mindestabstand durch die verwandten Linsen sehr gering gehalten wurde. Das bedeutet... dass du dann mit außerdem den bekannten Nahringen und solchen Teles tatsächlich wunderbare Makros hinzaubern kannst. Das wird immer dann nicht unwichtig, wenn Geld gespart werden soll!

Im anderen Falle kann ich dir allerbest das Canon EF 180mm f3.5 L Makro USM  http://www.traumflieger.de/objektivtest/open_test/canon_180_makro/overview.php empfehlen, ein Makroobjektiv mit sehr großer Fluchtdistanz und tatsächlich ...der besten optischen Leistung ALLER Canonobjektive!

Na ja, ich hatte es eiinmal real bestaunen dürfen, zum Kauf war es mir damals zu teuer, da blieb ich bei meinem 125er, das mir bisher völlig genügte (gerade bei Hummel- und KäferPortraits, tatsächlich aus der Hand, "im Vorbeigehen"! :- )


Ein "richtiges" Makroobjektiv mit fester Brennweite stellt alle Zoomobjektive "mit Makroeinstellung", egal von welchem Hersteller, mit seiner Abbildungsqualität in den Schatten, da hat Dein Onkel völlig Recht. Die Definition, ab welchem Abbildungsmaßstab man Makro sagen darf, ist nirgendwo in Stein gemeißelt.

Viele Makroobjektive, gerade mit längerer Brennweite, gehen ohne zusätzlichen Zwischenring "nur" bis 1 : 2.

Die meisten Tele-Objektive mit Makro-Funktion haben kein Makro, sondern lediglich eine verbesserte Naheinstellung.

Der Begriff Makro wird hier lediglich als Verkaufsargument mißbraucht.

Ein echtes Makro-Objektiv, welches übrigens auch als Teleobjektive gibt, ist in erster Linie für den Nahbereich berechnet und korrigiert und damit fast immer besser in der Abbildungqualität. Zumindest im Nah- und Makrobereich.

Aber was ist der Unterschied von einem "reinen" Maktro-Objektiv zu einem Tele-Objektiv mit Makro-Funktion?

Der Abbildungsmaßstab, die Lichtstärke sowie die Bildqualität. In allen Punkten ist ein echtes Makro besser.

wiedermalich 16.07.2017, 23:14

Ok, Lichtstärke ist klar. Mir ist shcon aufgefallen, dass das Tele-Objektiv gerade bei Dämmerung quasi unbrauchbar ist.

Bildqualität ... in wie Fern? Ich habe mir einfach ein paar Makro-Fotos bei Google angeschaut und die sind sowohl von der Auflösung als auch von der Farbechtheit nicht von meinen Fotos zu unterscheiden. Also rein von den Werten her finde ich da kein Unterschied.

Und was meinst du mit Abbildungsmaßstab? Davon habe ich sbiher noch nichts gelesen.

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