Telefon-Hack, wie war das möglich?

6 Antworten

  • Die Zentrale (nicht das Telefon) reagiert(e) auf Töne, die das Telefon auf Tastendruck generiert.
  • Grund war, dass das Telefonnetz für Sprache geschaffen wurde (Bandbreite 300-3400Hz), und diese Wahltöne ideal übermittelt werden müssen. Deshalb liegen sie mitten in diesem Sprachband.
  • Aus dem Artikel zu schliessen verwendeten die Telefonzentralen intern verschiedene andere Töne, um Befehle auszutauschen. So war es möglich, dass ein Gespräch keine oder viel geringere Kosten (Ortsgespräch statt Ferngesprüch) auslöste.
  • Ein bekannter "Hack" war auch, von Telefonkabinen aus ohne Münzeinwurf Nummer wählen zu können, indem geschickt trainierte Leute die Nummernzahl sehr schnell auf die Hörergabel buchstäblich hacken mussten (4x für eine Vier, 10x für eine Null).
  • Nein, solche Hacks mit Impulsen oder Tönen sind schon lange nicht mehr möglich. Auch dort, wo noch analoge Telefonleitungen bestehen, ist der ganze Backbone mit der Signalisierung in und zwischen Telefonzentralen seit Jahrzehnten schon digital. Also kann man ihn auch nur digital oder aber hardwaremässig in der Zentrale hacken.
  • Und das Ganze läuft ja mehr und mehr über IP, womit ganz andere und viel heiklere Hacks möglich sind. Einer der schlimmeren ist das https://de.wikipedia.org/wiki/Call_ID_Spoofing
  • Das analoge Telefonnetz war etwas vom Sichersten und Zuverlässigsten, was es bezüglich Kommunikation jemals gab! Der ganze dig.it.all Schrott ist eine einhzige Katastrophe.

Durch VoIP musst Du schon an die Box im Haus (also den Umsetzer). Somit kannst Du also jetzt nicht mehr einfach eine Leitung zweckentfremden.

Warum das früher ging? Nicht das Telefon hat auf Töne reagiert, sondern die Vermittlungsstelle. Es gab einmal das Impulswahlverfahren, da wurde durch Lastimpulse gewählt (3 Impulse für die Zahl 3, 10 Impulse für eine 0 ect) und dann das Tonwahlverfahren, wo eben 2 Tonfrequenzen übertragen wurden. Die Höhe der Tonfrequenzen und Kombination zueinander waren eben dann einer Zahl zugeordnet. Somit brauchte man also nur die Leitung anzapfen, hat die Nummer gewählt und konnte auf fremde Kosten telefonieren. Man musste eben nur an die Leitung irgendwo dran kommen (Hausanschluß/Straßenverteiler ect)

Ein einfaches Telefon anklemmen und los legen.

Hab mir mal den Artikel zu dem Typen bei Wiki durchgelesen... (Hätte ich mal vorher machen sollen ;) )

Er nutze wohl eine andere Lücke in den Vermittlungsstellen, wie das von mir beschriebene...

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Es ist nicht das Telefon, das auf Töne reagierte, sondern das Netz - genauer die Signalisierung.

D.h. also zur Steuerung des Netzes wurden Töne verwendet, die außerhalb des Baseband lagen, um Steuerungsfunktionen zu übernehmen. Telefonanlagen mußten auf diese natürlich auch korrekt reagieren.

Das Netz war stellenweise so lumpig entworfen, daß man quasi keine Beschränkung/Prüfung der Quelle vornahm. Es ist übrigens auch nicht so, daß das überall ging.

Liegt ein Bandpass zwischen Kundenanschluß und erster Steuereinheit, dann ist der Versuch ohnehin zwecklos.

Von interesse war ein Ton mit 2600Hz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Box_(Phreaking)

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