Teilungsversteigerung_bestehen bleibendes Recht?

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1 Antwort

Hallo liebe(r) Losung 123,

Die erstrangige Grundschuld betreibt nicht, diesemelden nur die Zinsen zum ZV-Termin an. Diese kommen ins geringste Gebot -richtig?

Ja, richtig, und zwar in den bar zu zahlenden Teil desgeringsten Gebots.

 Das bedeutet,dass der Ersteher nur die bestehenbleibende Nominalgrundschuld übernehmen muss,oder?

Ja.

 Diese ist dannab Zuschlag dinglich zusätzlich bis zur tatsächlichen Ablösung (valutierenderTeil und nicht valutierender Teil) zu verzinsen und vom Ersteher zu begleichen- richtig?

Ja, richtig. Die Zahlung erfolgt dann an die alsformal Berechtigte im Grundbuch eingetragene Bank, die dann im Gegenzug die jawohl erwünschte Löschungsbewilligung erteilen wird.

 Dieangemeldeten Zinsen aus der Erstranggrundschuld werden durch das Bargebotbefriedigt (das ist dann der Betrag, den die Bank betr. der erstrangigenGrundschuld zusammen mit dem nicht valutierenden Grundschuldbetrag auf die ETverteilt) - richtig?

Ja, richtig. Wobei dieser Betrag den Alteigentümerngemeinschaftlich zusteht. Die Bank kann also nur an die insoweit fortbestehendeGemeinschaft der Alteigentümer zahlen, die dann die Aufteilung unter sich imInnenverhältnis selbst vornehmen müssen.

 Die Summe ausBargebot und bestehenbleibender Grundschuld ergibt die Gesamtzahlungspflichtfür den Ersteher - richtig?

Ja, richtig. Wobei das Bargebot an das Gericht zuzahlen ist, und die Grundschuld an die Bank gezahlt wird, wenn wie üblich dieAblösung der Grundschuld gewünscht wird.

 Hinzu kommenGrEst, Zuschlagsgebühr und Kosten der Eintragung ins GB - richtig?

Ja, richtig. Außerdem allerdings die Verzinsung des Bargebotsmit 4% p.a. vom Zuschlagstag an bis einen Tag vor dem Verteilungstermin – es seindenn, das Bargebot würde schon vor dem Verteilungstermin bei derHinterlegungsstelle des Gerichts hinterlegt (die einfacheEinzahlung/Überweisung an die Gerichtskasse beendet die Verzinsungspflicht nicht!).

 Ich gehe davonaus, dass die Eigentümer keinerlei Forderungen zum ZV-Termin und zumVerteilungstermin anmelden müssen.

Ja, richtig. Die Eigentümer können auch keineForderungen anmelden. Das können nur Inhaber von im Grundbuch eingetragenenRechten.

 Können vom ET,sofern er mitbietet und alle ET die Teilungsverst. betreiben, eine erhöhteSicherheitsleistung verlangt werden?

Nein.

Wenn ja, wie hoch ist diese? Kann auch nur einer der ETden Zuschlag im 1. ZV-Termin verhindern, wenn die 7/10-Grenze nicht erreichtwird?

Die 7/10-Grenze spielt in der Teilungsversteigerungnormalerweise keine Rolle, da die Eigentümer nicht das Recht haben, dieVersagung des Zuschlags bei Nichterreichen der 7/10-Grenze zu verlangen. Daskönnte nur der Inhaber eines – erlöschenden (nicht bestehenbleibenden) –Rechts, wenn dieses bei Nichterreichen der 7/10-Grenze Nachteile erfahren würde.

Falls mehrere oder alle Eigentümer betreiben, dannkann einer allein nicht den Zuschlag verhindern. Falls sich alle einig sind,können aber alle Eigentümer gemeinschaftlich handelnd den Zuschlag verhindern,indem sie vor Erteilung des Zuschlags noch alle die einstweilige Einstellungdes Verfahrens bewilligen.

Nähere Details unter www.teilungsversteigerung.net

Viele Grüße

Klaus Dreyer

Losung123 28.02.2017, 20:39

Vielen lieben Dank Klaus Dreyer für die schnelle und kompetente Antwort!

Losung 123

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