Teilungsversteigerung verhindern reine Schikane von Noch-Ehemann?

2 Antworten

Allem Anschein nach ist es bei euch so,wie in vielen anderen Ehescheidungsangelegenheiten,dass es euch unmöglich erscheint eine Einigung zu erreichen mit der beide Parteien gut leben können.Das ist leider häufig so wenn Einer der Meinung ist der Andere will einen Vorteil erzielen.Um eine gerechte Teilung zu erzielen solltet ihr den ganzen Vermögensstreit über einen Anwalt klären lassen denn der lässt sich nicht von Emotionen,Hass oder anderen Gefühlen leiten.Klar wird dadurch der ganze Prozess etwas teurer aber das kann sich auf der anderen Seite auch wieder auszahlen.Da die Kinder bei dir bleiben und eine große Rolle dabei spielen,kannst du doch voller Hoffnung auf einen für dich positiven Ausgang hoffen.
Ich wünsche dir viel Erfolg und das nötige Stehvermögen.LG Peter501

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Herzlichen Dank-ein Anwalt wurde von Anfang an eingeschalten-aber nicht um Druck zu machen, sondern um die Rechte und Pflichten einer Scheidung zu verstehen und nachvollziehen zu können. Leider wird dies nur von einer Seite so gesehen-mehrere Vorschläge zu Schlichtungsgesprächen mit "Schlichtern" wurden leider ausgeschlagen-irgendwie entsteht der Eindruck, dass das Haus durch einen Strohmann billig gekauft werden soll um dann Frau und Kinder rauswerfen zu können...andererseits ist bekannt, dass der Mann mit seiner Neuen bereits ein Haus baut...die Frage ist wie gesagt: Ist man der Teilungsversteigerung hilflos ausgeliefert? Anwälte sehen immer alles erstmal entspannt-aber wenn man Kinder hat kann man doch nicht entspannt abwarten was passiert..mittlerweile rechnet man mit dem Schlimmsten und das macht schon ein bissel Sorgen....

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@petze1modell

Ich kann deine Sorgen über eure Zukunft uneingeschränkt nachvollziehen aber ich befürchte,dass du gegen die Versteigerung nichts weiter unternehmen kannst da das Haus ja zu einem finanziellen Gegenwert führen muss.

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@Peter501

Danke-das ist mir auch klar-aber auch der Zugewinn stellt einen Wert dar-der Anteil meines Ehemannes ist höher als der geschätzte Anteil an dem gemeinsamen Eigentum....daher fände ich es einfacher, wenn er dazu veranlasst werden würde, dies miteinander verrechnen zu müssen-nur will er das eben nicht. Ein Gutachten des gemeinsamen Eigentumes interessiert ihn nicht-er meint dass die Gutachter keine Ahnung haben. Leider

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Liebe petze1modell,

es ist leider recht häufig so, dass sich gerade geschiedene Eheleute über das gemeinsame Haus nicht einigen können. Bei einer Ehescheidung spielen ja oftmals nicht nur rein wirtschaftlich rationale Gesichtpunkte, sondern Emotionen eine Rolle.

Grundsätzlich hat jeder Miteigentümer das Recht, eine Teilungsversteigerung zu beantragen, also auch Ihr Noch-Ehemann. Sie sollten das aber nicht als „Drohung“ sehen, welcher Sie „ausgeliefert“ wären. Vielmehr ist die Versteigerung doch auch eine Chance für Sie.

Die Teilungsversteigerung ist an sich nichts böses, sondern sie ist das Mittel, welches der Gesetzgeber den Leuten an die Hand gegeben hat, wie zwei auseinander kommen können, die es ansonsten nicht könnten.

Sie und Ihr Ex haben im Moment sehr unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich des Werts des Hauses. Auch das ist nicht ungewöhnlich. Aber im Rahmen der Versteigerung wird sich doch aufgrund der Bieterkonkurrenz ein fairer Marktwert ergeben. Dann wird Ihr Ex sehen, wie unrealistisch seine Vorstellungen waren.

Sie können das Haus doch auch aus der Versteigerung selbst erwerben. Das ist doch eigentlich genau das, was Sie wollen. Sie brauchen also keine Angst vor der Versteigerung zu haben.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.teilungsversteigerung.net.

Mehr Sorgen als über die Teilungsversteigerung würden wir uns an Ihrer Stelle über das andere Haus Ihres Ex-Mannes machen. Dort ist er alleiniger Eigentümer (dann können Sie auch nicht Vermieterin sein; denn das Haus gehört Ihnen ja gar nicht), und trotzdem bezahlen Sie seine Schulden? Und sind vermutlich gesamtschuldnerisch für seine gesamten dort bestehenden Schulden mit haftbar? Das ist eine sehr unglückliche Konstellation für Sie. Das sollten Sie dringlich mit Ihrem Anwalt erörtern.

Viele Grüße

Klaus Dreyer

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Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Ich habe nun etwas Mut gefaßt und mich erkundigt. Leider ist es so, dass das Haus meines Ex-Mannes mir im Weg steht. Nun muss geklärt werden ob es Möglichkeiten gibt, dass ich aus diesem Kredit rauskomme. Gibt es da Möglichkeiten? Der Mietvertrag ist wie o.g. auch sehr fraglich, denn ich verstehe auch nicht warum ich Vermieter bin, wo ich kein Eigentumsrecht habe-dummerweise habe ich mich immer zu 100% auf das verlassen, was mein Mann angekurbelt hatte und das fällt mir nun nach und nach alles auf die Füße. Das Haus meines Mannes trägt sich derzeit durch die Miete, welche er zu 100% kassiert selber-wenn er aber diesen Kredit nicht mehr bedient-um mir eins auszuwischen, hab ich schwerwiegende Probleme. Der Zugewinnausgleich geht zum Glück zu meinen Gunsten. Der Teilungsversteigerung sehe ich trotzdem mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich weiß, dass es dahingehend sein muss, da meinem Ex-Mann die Hälfte des Hauses gehört-aber da er einen höheren Zugewinn innerhalb der Ehe gebildet hat, wäre es einfacher gewesen man hätte dies berücksichtigt und man hätte eine saubere Rechnung gemacht. Somit wäre zu 100% sicher gewesen, dass die Kinder und ich unser Zuhause nicht verlieren-so besteht noch immer die Gefahr, dass jemand anders den Zuschlag erhält und wir raus müssen, denn ich bekomme nicht unbegrenzt Kredit von der Bank-dahingehend ist das alles Schikane. Ich habe nun erfahren warum das alles so läuft-mein Mann findet es nicht in Ordnung, dass die Frau die Hälfte bekommt, da ich nicht volltags gearbeitet habe und den Großteil meiner Zeit mit der Betreuung der Kinder und des Haushaltes verbracht habe. Somit fände er es fair, wenn er alles bekommt und ich nur dass was er mir geben möchte-also eigentlich nichts-er meint es sei alles seines. Zum Glück gibt es hier Gesetze-es wäre eben nur einfacher, wenn man das alles gleich miteinander verrechnen könnte. Leider sind das aber wohl alles getrennte Vorgänge-d.h. Scheidung- Zugewinnausgleich beantragen und dann Teilungsversteigerung des gemeinsamen Hauses-oder gibt es hier irgendeine Möglichkeit, dass man das alles miteinander gleich verrechnet-auch wenn die Gegenpartei das nicht will-denn selbst wenn mir Geld aus dem Zugewinn zusteht-wie komme ich dann ran, wenn mein Ehemann dies nicht zu zahlen gedenkt oder es auch nicht in bar hat ? Es wäre dann einfacher man könnte die in "Naturalien" - d.h. seiner Haushälfte-ausgleichen-zumindestens einen Teil daraus..was müsste ich tun?

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@petze1modell

"mein Mann findet es nicht in Ordnung, dass die Frau die Hälfte bekommt, da ich nicht volltags gearbeitet habe und den Großteil meiner Zeit mit der Betreuung der Kinder und des Haushaltes verbracht habe." Also den Haushalt schmeißen und sich um die Kinder kümmern, das ist doch auch Arbeit, oder nicht!? Naja, die meisten Leute tendieren leider dazu, Arbeit, mit der sie sich nicht auskennen, zu unterschätzen. Ich selbst bin da keine Ausnahme.

Es auf die Teilungsversteigerung ankommen zu lassen, ist eine weniger gute Idee. Ich weiß von einem sehr ähnlichen Fall, wo ein geschiedener Ehemann einer Frau zwar das Haus gelassen hat (wobei, was heißt "gelassen", es war eh noch kaum abbezahlt), aber die Bank hat sich geweigert, den gemeinsamen Kredit auf die Frau als alleinigen Kreditnehmer umzuschreiben. Das Haus und der Unterhaltsanspruch dem Mann gegenüber waren der Bank als Sicherheit nicht genug; Man wollte zusätzlich - im Fall der Nichtzahlung - noch die Möglichkeit haben, auf das Gehalt des Mannes durchzugreifen, obwohl der Kredit schon seit längerer Zeit von der Frau alleine bedient wurde, die ihrerseits nur ein geringes und noch dazu sehr wackeliges Einkommen hatte.

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