Teilungsversteigerung - Was muss man beachten

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Lieber Andy2212,

für Dich als Bietinteressenten ist es nicht so wichtig, ob es sich um eine Teilungsversteigerung handelt oder um eine Zwangsversteigerung wegen einer Forderung.

Was Morelle geschrieben hat, ist alles richtig.

Mismid hingegen kennt sich offenbar nicht so gut aus. Es wird natürlich nicht nur ein Teil des Hauses versteigert, sondern das ganze Haus. Auch ist es nicht etwa unerheblich, welche Belastungen noch im Grundbuch eingetragen sind, weil diese nämlich nicht gelöscht werden, sondern als bestehen bleibende Rechte im geringsten Gebot von Dir übernommen werden müssten.

Wenn da also z.B. noch eine Grundschuld in Höhe von 100.000,00 € im Grundbuch stehen sollte, und Du bietest im Termin 100.000,00 € (das Bargebot, also das, was Du an das Gericht bezahlen willst), dann hast Du im Endeffekt wirtschaftlich betrachtet 200.000,00 € geboten. Die Grundschuld bleibt nämlich bestehen, d.h. Du wirst dadurch Schuldner der Grundschuld und wirst diese dann – außerhalb des Versteigerungsverfahrens - auch noch bezahlen müssen, und zwar ganz unabhängig davon, ob diese Grundschuld noch valutiert, also wie viel Schulden die Alteigentümer tatsächlich noch bei der Bank hatten.

Weitergehende Informationen zur Teilungsversteigerung findest Du auch unter www.teilungsversteigerung.net.

Deshalb ist es ganz wichtig für Dich, vor der Versteigerung noch mal zum Gericht zu gehen und das Grundbuch einzusehen. Du solltest Dich nicht darauf verlassen, dass es im Gutachten vollständig wiedergegeben ist, das ist meistens nicht der Fall. Auch kannst Du den mit der Versteigerung befassten Rechtspfleger schon mal danach befragen, wie hoch denn wohl das geringste Gebot sein wird.

Im Gericht kannst Du auch erfahren, wer der Antragsteller der Versteigerung ist. Bei einer Teilungsversteigerung gibt es ja meist zwei Parteien, von denen die eine die Versteigerung will, und die andere nicht. Mit dem Antragsteller könntest Du versuchen, Kontakt aufzunehmen. Wenn er daran interessiert ist, das Objekt gut an einen Dritten zu versteigern, so könnte es sein, dass er Dir Informationen über das Objekt geben kann. (Falls er selbst ersteigern will und Dich als Konkurrenten sieht, wird er das natürlich eher nicht tun wollen).

Viel Erfolg bei der Versteigerung

Klaus Dreyer

Vielen Dank Herr Dreyer

Wo bekomme ich die Einsicht in das Grundbuch? Bei der Stadt oder direkt beim zuständigen Amtsgericht?

Danke

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Klaus Dreyer schildert den Vorgang bei bestehenbleibenden Rechten völlig korrekt.

So, wie Du es schilderst, bleibt kein Recht bestehen, aber auf die Aussage im Gutachten kann man sich nicht immer völlig verlassen.

Wenn ein Recht bestehenbleibt, muß das der Rechtspfleger auf jeden Fall vor Beginn der Bietstunde sagen, und natürlich auch, wie hoch dieses Recht ist. Das können auch völlig abstruse Sachen sein, wie z. B. daß der jeweilige Hauseigentümer kein Fenster zu Nachbars Garten brechen darf, oder daß der Betrieb einer Gaststätte in dem Haus untersagt ist, also Sachen, die den Wert kaum einschränken. Wohnrechte und Grundpfandrechte sind natürlich ernst zu nehmen und können ggf. die Versteigerung unmöglich machen. Im Zweifel immer den Rechtspfleger fragen, er ist zur Auskunft verpflichtet und für Falschaussagen haftbar.

es ist eh egal was an Schulden im grundbuch eingetragen ist auch wenn da 10 Millionen stehen würde! Es wird nach der Versteigerung eh gelöscht! Zu beachten ist, dass du nur einen Teil erwirbst.

Warum einen Teil? Der Käufer bekommt doch nicht ein Teil

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@Andy2212

warum nicht? Es ist eine Teilungsversteigerung. Das heißt es wird nur ein Teil versteigert oder noch abgeteilt.

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Im Auszug aus dem Gutachten (Exposé) steht folgendes:

 

"grundbuchlich gesicherte Belastungen: Zwangsversteigerungsvermerk

Eintragungen im Baulastenverzeichnis: Das Baulastenverzeichnis enthält keine Eintragungen"

 

Bedeutet das, dass es keine Gläubiger im Grundbuch gibt? Oder könnte es dennoch welche geben? Darf ich als Interessent der Zwangsversteigerung das Grundbuch einsehen, um sicher zu gehen?

Im Voraus DANKE für alle Antworten!

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Die Rechtslage ist mir nicht klar und daher bitte ich Sie hiermit um Rat. 

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Ende 2017 habe ich im Rahmen einer Teilungsversteigerung ein Haus von einer Erbengemeinschaft ersteigert. Bei der Versteigerung war keine person v. Erbengemeinschaft, kein Gläubiger anwesend, also, nur ich und die Rechtspflegerin.Die Rechtspflegerin, die die Versteigerung durchführte, benannte im Versteigerungstermin, dass es im Grundbuch ein bestehen bleibendes Recht in der Abt.x zugunsten eines Bank (Gläubiger) in Höhe von 30t€ gäbe. Laut telefonische info hat die Rechtspflegerin erfahren das die Schulden beglichen, aber, noch im Grundbuch eingetragen sind. Natürlich kann sie darüber kein Sicherheit geben. Neben dem höchsten Gebot (Kaufpreis des Hauses) sei dieser Betrag dazugerechnet worden. Zuschlag+ 30t€ also. Angefordert wurde von mir nur der Betrag des höchsten Gebots. Diesen hatte ich vor dem Verteilungstermin an das Gericht überwiesen. Den Beschluss mit der „Bestehen bleibende Rechte an XY Gläubiger“ habe ich bekommen und es ist mittlerweile Rechtskräftig. Habe d. „Grunderwerbsteuer“ bezahlt und warte auf den Grundbucheintrag. Die Gläubiger (Bank) haben mir mittlerweile bestätigt das es SCHULDENFREI ist und ich ein 2. Löschungsbewilligung bekommen kann. Die Schuld wurde von den Vorbesitzern bereits voll getilgt, aber die Löschung im Grundbuch NICHT durchgeführt. Die Löschungsbewilligung ging vor Jahren an die Kreditnehmer/in per Einschreiben.

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