Teilselbstständig und Beschäftigungsverbot wegen Schwangerschaft - besteht ein Unterhaltsanspruch an den Partner?

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4 Antworten

Dein Freund ist/wäre erst ab Eintritt des Mutterschutzes für dich unterhaltspflichtig - wenn er dazu "leistungsfähig" ist/wäre (also bei einem Einkommen oberhalb 1200 Euro).

Ab Geburt des Kindes ist/wäre er dann vorrangig dem Kind zum Unterhalt verpflichtet (Selbstbehalt 1080 Euro) und danach noch dir selbst (bei "Leistungsfähigkeit") bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr verheiratet seid, zusammen lebt... oder nicht. Sein Einkommen würde bei entsprechender Höhe auf jeden Fall für die Unterhalte herangezogen. 

Ist er nicht ausreichend  "leistungsfähig" zum Unterhalt und ihr bildet durch Zusammenleben eine "Bedarfsgemeinschaft", wird sein Einkommen auf deren Ansprüche angerechnet.

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Kommentar von Fenchel
01.11.2015, 15:16

Vielen Dank für die sehr gute Auskunft! Dann weiß ich jetzt besser, wie die Berechnungen sind. Sein Einkommen wird dann also gegengerechnet, wenn er über diesen genannten Beträgen wäre.

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Das Jobcenter arbeitet erst mal alle Papiere ab die es gibt. Einfach ausgedrückt. 

JETZT lebst Du alleine. Jeder andere Zustand ist zur Zeit für die ARGE nicht zu berechnen. Deshalb wirst Du befragt wie eine alleinlebende Person. Dass Dir parallel der Zusammenzug bereits genehmigt wurde ist gut und schön aber dieser Zusammenzug hat noch nicht statt gefunden. Deshalb steht er auch noch nicht zur Debatte. Seid Ihr zusammen gezogen meldet Ihr die Veränderung sofort. Dann wird neu berechnet. Sobald eine weitere Veränderung in Eurem Leben stattfindet meldet Ihr auch diese sofort. Also sobald das Baby da ist nicht nur zum Standesamt und die Geburt anmelden sondern mit einer Kopie vom Standesamt sofort zur ARGE bzw. diese sofort schriftlich zukommen lassen. Weil der Teufel ein Eichhörnchen ist entweder per Einwurfeinschreiben oder persönlich abgeben und die Abgabe mit Datum, Stempel und Unterschrift bestätigen lassen. 

Das Geld wird knapp sein. Es macht überhaupt Nichts alle Anbieter von Windeln und Co. anzuschreiben und nach einer kostenlosen Erstausstattung zu fragen. 

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Kommentar von Fenchel
01.11.2015, 15:11

Vielen Dank! Aha - also den einen Monat den wir jetzt noch nicht zusammen wohnen überprüfen Sie also auf Unterhalt. Ja ich kann das aus dieser Sicht schon verstehen. Eine Menge Papiere, die man da ausfüllen muss. Aber so ist das eben. Schließlich bekommt man dafür dann auch Unterstützung.

Danke auch sehr für den Hinweis im Bezug auf das Einreichen von Unterlagen. Ich gebe bei jeder Behöre alles persönlich ab, sei es das Finanzamt, das Gewerbeamt oder diese Behörde und lasse es mir schriftlich bestätigen. Damit bin ich immer gut gefahren. Wer schreibt der bleibt ;-) - also in Bezug auf die schriftliche Bestätigung.

Danke Dir auch für den Hinweis mit den Windeln und die sehr gute Idee die Hersteller anzuschreiben. Das werde ich tun! Ich weiß auch, dass Windeln sehr teuer sind. Wir haben uns auch schon überlegt einfach Baumwollwindeln zu nehmen und dann eben zu waschen.

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Ihr werdet dann als Bedarfsgemeinschaft betrachtet und sein Einkommen mit einbezogen. Als Kindsvater ist er dir auch schon während des Mutterschutzes zu Betreuungsunterhalt verpflichtet, wenn auch vermulich als Student nicht leistungsfähig.

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Kommentar von Fenchel
31.10.2015, 20:48

Vielen Dank. Also wenn er den Unterhalt nicht zahlen kann, da er als Student finanziell noch nicht dazu in der Lage ist - zieht das Jobcenter mir dann einfach das Geld ab, was er zahlen müßte? Und wieso Betreuungsunterhalt - noch betreue ich das Baby ja nicht, sondern bin ja noch schwanger??

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Was verdient denn Freund? Wenn ihr zusammen ziehen wollt muss er natürlich auch mit zahlen nicht nur das Jobcenter!

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Kommentar von Fenchel
31.10.2015, 20:44

Da er zur Zeit noch Student ist und noch seine Abschlußarbeit vor sich hat, leider nicht viel. Er bezieht kein Befög mehr. Er arbeitet auf Messen derzeit und sucht noch nach einem 450 € Job, sodass er seinen Anteil an unserem gemeinsamen Lebensunterhalt zahlen kann. Das ist klar das das Jobcenter seinen Anteil natürlich nicht zahlen kann. Ich verstehe die Sache aber mit dem Unterhalt nicht, das Kind ist ja noch nicht mal da???

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