Teilschuld bei Auffahrunfall, Aufteilung?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Die Polizei vertritt bezüglich der Schuldfrage nur eine Meinung, diese ist aber nicht verbindlich. Ob hier eine Teilschuld vorliegt und wenn ja in welcher Höhe kann letztendlich nur ein Gericht entscheiden. Alternativ ist vorgerichtlich eine gütliche Einigung möglich. Du solltest jetzt einen guten Fachanwalt für Verkehrsrecht einschalten, der deine Interessen gegenüber der gegnerischen und bedingt auch deiner Versicherung vertritt. Die Aufteilung der Haftungsquote solltest du auf gar keinen Fall den Versicherungen überlassen. Nur wenn du selber einen guten Fachanwalt beauftragst, ist auch die Waffengleichheit gewährleistet.

Zu deiner Frage, bei einer Haftungsquote von 70 : 30 zu deinem Gunsten zahlst du 30 % des Schadens am gegnerischen Fahrzeug und bekommst 70 % deines Schadens.

Da dein Auto geparkt dort stand gehe ich von einer guten Grundlage - geringe Haftungsquote bis zu 0 -  für dich aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich gehe davon aus dass es geparkt war, wenn es nicht mindestens 5 Meter von der Fahrbahnschnittkante entfernt stand war es unrechtmässig geparkt was nur nach Deiner offenbar begrenzten Betrachtungsweise schwachsinnig ist, dafür gibt es triftige Gründe!

Wenn das Fahrzeug falsch geparkt war kommt bei einem Unfall tatsächlich meist eine Teilschuld auf den Falschparker zu. Allerdings wird das prozentual aufgeteilt und der Falschparker erhält gewöhnlich eine Teilschuld von max 20%. Demnach würdest Du also min 80% Deines Schadens ersetzt bekommen, müsstest (bzw Deine Versicherung) aber bis zu 20% des Schadens der Unfallverursacherin tragen.

Da sie jetzt noch rückwärts gefahren ist wobei sie noch zusätzlich eine besondere Vorsichtspflicht hat gehe ich davon aus dass Deine Teilschuld geringer ausfallen wird, allerdings wirst Du darum möglicherweise gerichtlich vorgehen müssen.

Ergänzend erwähnen möchte ich dass bei Unfällen mit Falschparkern generell der Falschparker als Unfallverursacher gewertet werden sollte wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer in der Durchfahrt behindert werden, die ab und an verteilten Knöllchen erziehlen offenbar nicht genug Wirkung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Teilschuld kann durchaus ungleich verteilt werden, sagen wir mal - um irgendeine Zahl zu nennen, ohne Bezug auf Deine Situation: 80:20 zulasten Deiner Unfallgegnerin. Über diese Schuldaufteilung wird oft vor Gericht gestritten, auch auf Betreiben der Versicherungen.

Dann muss sie 80 % des Schadens an ihrem und Deinem Wagen zahlen und Du 20 % des Schadens an ihrem und Deinem Wagen.

Heißt, wenn Du eine Haftpflicht und Vollkasko hast, dass Deine Haftpflichtversicherung 20% ihres Schadens zahlt und Deine Vollkasko 20% Deines Schadens - und die Haftpflichtversicherung 80% Deines Schadens.

Ob die Unfallgegnerin auf ihrem Eigenschaden sitzen bleibt oder dafür eine eigene Vollkasko hat, kann Dir ja egal sein.

Heisst allerdings, dass in einem solchen Fall dann beide Fahrer von ihren Versicherungen rückgestuft werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Komisch. Zumal du in einem Parkverbot ja dennoch halten darfst... vielleicht die Sache mal einem Anwalt vorlegen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schadensvorgang genau der Versicherung melden, dann regeln die das. Die Polizei hat mit der Aufteilung der Schuld nichts zutun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meines Wissens darf man 5 Meter vor einer Kreuzung/Abbiegung nicht parken, da man den Teilnehmern hinter einem die Sicht versperrt. So viel dazu, dass das kein Schwachsinn ist.

Wie die Schuld aufgeteilt wird, hängt von den genauen Unfallumständen ab. Das kann hier nicht beantwortet werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?