Teileigentum in der Eigentümergemeinschaft. Was bedeutet das genau?

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2 Antworten

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft gliedert sich wie folgt:

  1. Gemeinschaftliches Eigentum = alles, was nicht zum Sondereigentum erklärt wird (darum Teilungserklärung oder auch Einräumungsvertrag)
  2. Das Gegenstück zum gemeinschaftlichem Eigentum ist das Sondereigentum, dass jemanden allein gehört (i. d. R. die Wohnung, Garage, Geschäft, usw.)
  3. Das Sondereigentum wird wiederum unterteilt in Wohnungseigentum (also die zu Wohnraum bestimmten Räume = Wohnung) und
  4. Teileigentum, die nicht zu wohnzwecken dienenden Räume (wie z. B. Garagen, Tiefgaragenstellplätze, Praxen, Läden, usw.)

Da bei Seniorenwohnheime in der Regel die Appartments vermietet werden müssen (steht in der Gemeinschaftsordnung) spricht man obwohl es sich um bewohnbare Räume handelt nicht von Wohnungseigentum, sondern von Teileigentum, weil die Appartments rein zu gewerblichen Zwecken z. B. an den Betreiber des Seniorenheims vermietet/verpachtet werden.


Teileigentum bedeutet alles das was nicht direkt zum Wohneigentum also der eigentlichen Wohnung gehört wie z.B. besonders in Pflegeeinrichtungen die Küche / Keller / Garage etc.

Hat also nichts mit dem Wohnhaus zu tun? In dieser Senioren Wohnanlage wurden 3 Häuser verkauft und den neuen Käufern erlaubt, sich aus den Betreuungsverträgen rauszuhalten. Seit Installation der Anlage in allen Verträgen so festgeschrieben, das so etwas absolut nicht möglich ist. Wer hier kauft, kauft wissentlich das System der Solidargemeinschaft, oder verzichtet ganz auf einen Kauf hier.  Nun erklärt die Hausverwaltungsfirma, das sei wegen Teileigentum rechtens. ???  

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@striepe2

Nun, ich weis ja nicht in welchem Zusammenhang von Teileigentum gesprochen wird. Ich schätze soweit ich das sehen kann geht es hier rein um die Kaufverträge, diese müsste man auf die Zulässigkeit der Verkäufe ohne Betreuungsvertrag überprüfen. Vielleicht steht da ja sowas wie Verkäufe ohne Betreuungsvertrag zulässig, wenn auf Teileigentum verzichtet wird. oder so...

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@Praecipua

Zuerst einmal vielen Dank, für deine Unterstützung! Du hast ganz genau das Problem erkannt. In allen Ursprungskaufverträgen steht: Die Eigentümergemeinschaft legt vertraglich fest, das bei Eigentumswechsel sämtliche Vertragsregeln weiterhin Bestand haben müssen. Wegen Planungssicherheit für alle Seiten. Auch bei  Eigentumswechsel nach Tod gilt das. Was können wir restlichen Bewohner gegen diese 3 neuen, falschen Hausverträge machen? Wir haben uns hier eingemietet und möchten dieses Konzept unbedingt erhalten. Viel Geld für einen Anwalt haben wir alle leider nicht. Nochmal Danke!

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@striepe2

Gerne!

Diese Vertragsregeln die du meinst mit "sämtliche Vertragsregeln weiterhin Bestand haben müssen" müsste man überprüfen ob ein Verkauf ohne Betreuungsvertrag möglich ist. Ich bin mir aber in diesem Fall auch nicht sicher, da ich die Hintergründe nicht kenne und auch kein Anwalt bin, weiter kann ich dir da leider nicht helfen.

Aber empfehlen würde ich dir, dich mal an den Verband "Haus und Grund" zu wenden ( So ein Art Verbraucherschutz für Wohneigentümer). Hier kannst du dir professionellen Rat einholen: http://www.hausundgrund.de

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