teil von gehalt wegen zu spät gebrachter krankmeldung nicht gezahlt

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Die Frage ist zwar schon uralt, aber mir ist aufgefallen, dass die Antworten allesamt falsch sind.

Der Arbeitgeber darf den Lohn einbehalten, solange die Bescheinigung nicht vorliegt. Wenn sie verspätet eingereicht wird, kann er dafür zwar eine Abmahnung erteilen, muss aber den Lohn zahlen. Ggf. nachträglich.

selber schuld kann ich da nur sagen. auch wenn du dich telefonisch krank gemeldet hast, fordert dein arbeitgeber scheinbar direkt eine au vom arzt. diese erst 1,5 wochen später abzugeben sind halt unentschuldigte fehltage und diese werden nicht bezahlt.

Sei froh das du keine Abmahnung bekommen hast. AU vom Arzt muss innerhalb von 3 Werktagen abgegeben werden.

Da ist dein Arbeitgeber im Recht, du hast nun mal die Pflicht, eine Krankmeldung unverzüglich vorzulegen. Tust du das nicht, passiert genau das, worüber du dich gerade beschwerst.

Der Arbeitgeber ist umgehend telefonisch über die Krankschreibung und Dauer zu informieren. Die ärztliche Bescheinigung muss ihm innerhalb 3 Werktage vorliegen.

Krankmeldungen sind innerhalb von 3 Tagen abzugeben! Dann zieht er dir eben die anderen Tage vom Lohn ab.

Du hast für die Krankmeldung 3 Tage Zeit zum Abgeben,ansonsten ,verlierst du deine Lohnfortzahlung.Ordnung muss ja schiesslich sein.

Und was ist deine Frage?

Ich vermute mal, ob der Arbeitgeber das darf?

Nein, darf er nicht.

Entschuldigung. Ich muss das revidieren. Die anderen Schreiber hier haben Recht: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss dem Arbeitgeber spätestens am 4. Tag der Krankheit vorliegen. Telefonisch informieren musst du ihn zudem unverzüglich und auch mitteilen wie lange du voraussichtlich krank bist. Ich dachte erst, dass es hierfür keine einheitliche Regelung gibt, gibt es jedoch.

Siehe Entgeltfortzahlungsgesetz §5

http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__5.html

1
@Imhoteph

Du hättest auch den §7 lesen sollen. Der Arbeitgeber darf den Lohn einbehalten, solange die Bescheinigung nicht vorliegt. Wird sie später nachgereicht, muss er zahlen. Deine erste Antwort war also durchaus richtig. Im Gegensatz  zu allen anderen Antworten.

§ 7 Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgebers

(1) Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern,

1. solange der Arbeitnehmer die von ihm nach § 5 Abs. 1 vorzulegende ärztliche  Bescheinigung nicht vorlegt oder den ihm nach § 5 Abs. 2 obliegenden Verpflichtungen nicht nachkommt;
0

Wenn Du Deine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht rechtzeitig abgibst, entfällt der Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Du solltest Deine Pflichten aus dem Arbeitsvertrag / Ausbildungsvertrag ernster nehmen.

Dein Arbeitgeber ist völlig im Recht.

Was möchtest Du wissen?