Tavor Entzug , richtig?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Ein Benzodiazepin-Entzug ist eine ziemlich intensive Sache. Ich bin schon sehr stolz auf dich, dass du es überhaupt 4 Tage lang geschafft hast. Normalerweise werden die Patienten mit Substitutionsmedikamenten wie z.B. Quetiapin abgefüllt, damit sie dies überhaupt durchstehen.

Der körperliche Entzug von Benzodiazepinen dauert ca. 2 Wochen. Der psychische Entzug länger. Ich kann dir schon die genauen Entzugssymptome schildern, doch das gilt vor allem für höhere Dosen. Zudem sind das alle auch nur erdenkliche Symptome, niemand hat all diese Zusammen.

    Psychische Entzugserscheinungen



    innere Unruhezustände/Agitiertheit
    Schlafstörungen
    Angstzustände (inkl. Panikattacken, Agoraphobie, Soziophobie etc.)
    Depersonalisation und/oder Derealisation
    Halluzinationen (seltener)
    Depressionen
    Zwänge
    Paranoide Gedanken
    Wut/Agression
    Gedächnis- und/oder Konzentrationsstörungen
    Aktives verlangen nach dem Suchtmittel

Körperliche Entzugserscheinungen

Schmerzen (inkl. Kopf-, Rücken- und Halsschmerzen etc.)

Kribbeln und Taubheitsgefühle (nicht nur an den Extremitäten)

Schwächeanfälle

Grippensymptome

Muskelzuckungen

Tics

Elektrische Schocks

Tremor

Schwindel und/oder Gleichgewichtsstörungen

Verschwommenes Sehen

Doppelbilder

Entzündete und/oder trockene Augen

Tinnitus

Hypersensitivität (z.B. Licht, Geräusche etc.)

Übelkeit und/oder Erbrechen

Durchfall

Juckreiz

Schwitzen

Flush

Mundtrockenheit

Hyperventilation

Gewichtsveränderungen und/oder Appetitstörungen

Hautausschläge

Alanbar28 22.01.2017, 15:47

Die körperlichen Symptome nimm ich war nicht alle aber einige sonst geht's , heute ist mein 5 er Tag ohne Tavor

0
Alanbar28 22.01.2017, 15:48

Vielen Dank für die Antwort hat mir geholfen , den Stern bekommst du auch 👍

0

Ich halte es für sehr leichtsinnig bishin zu gefährlich one Absprache mit dem Arzt den Entzug allein und ohne Beratung durchzuführen. Dein Wunsch die Tabletten abzusetzen kann ich aufgrund ihrer Wirkung verstehen...aber mal ehrlich...diese Tabletten hast du aus einem bestimmten Grund bekommen als Dauermed! Dieser Grund bedarf Ärztliche Absprache hinsichtlich der Entwicklung deiner Ausgangsdiagnose, die dazu führte Tavor als Med einzunehmen! Tavor wirkt ja beruhigend bishin zu Hammer vor dem Kopf, je nach Dosierung und/oder körperliche Verträglichkeit bzw. Reaktion auf den Wirkstoff. Soweit mir bekannt wird es bei körperlichen und psychischen Unruhe- und Angstzuständen verordnet. Meist um körperliche Symptome wie Erregungszustände oder Zittern zu beruhigen, die psychischen Ursprung wie Angstörungen oder ähnliche haben. Also wirken sie betäubend auf Körper und Geist.

Also Tavor gehört ja der Gruppe Benzodiazepine an wie z.B Valium oder Diazepam an. Also trein abgesehen von den körperlichen Abhängigkeitssymptomen...der psychische Entzug ist viel schlimmer und riskanter!

Zum Beispiel: Aufgrund von körperlichen Unruhezuständen die durch die Psyche ausgelöst sind wie Angststörungen, Panikattaken usw verschreibt der Arzt ein Antidepressiva. Das Antidepressiva wirkt übers Gehirn (Weiterleitung von Botenstoffe wie Serotunin) auf die Psyche. Manche wirken Stimmungsaufhellend oder dämpfen bzw. legen die Gefühlsempfindung lahm. Da das Antidepressiva aber keine Unterschiede zwischen positiven Gefühlen wie Liebe oder glücklich sein oder negative Gefühle wie Trauer oder Angst macht, legt es zunächst alle Empfindungen der Gefühle lahm. Sinn: Das Eigene Leben, Problem, Handeln nicht emotionsgesteuert zu leben bzw. reflektieren, sondern es objektiv zu betrachten nach einem Motto wie richtig und falsch. Veränderungen und deren Umsetzung nach dem objektiven Prinzip einzuleiten oder zu realisieren. Ist die Diagnose damit ein Leben lang sinnvoll therapiert bzw. bestehen Heilungchancen? NEIN! Der Körper reagierte, weil die Psyche ebenfalls mit einem entsprechenden Impuls reagirte zum Körper. Die Psyche reagierte weil? Und genau diese Sympthomatik hat einen Ursprung und eine Ursache die durch Psychologen oder Verhaltenstherapeuten aufgearbeitet werden muss. Meist über Jahre. Jede Aktion hat eine Reaktion! Die Ausgangsposition war die Ursache, darauf reagierte die Psyche. Sympthome der Psyche werden stärker, weil Pat. nicht darüber aus Scharm spricht oder ignoriert. Weil Psyche den Druck nicht Stand halten kann reagiert als nächstes der Körper. Das plötzliche Absetzen würde den Weg für alle Emotionen ungebremmst frei machen. Ungebremmst wird der Pat. von Fröhlichkeit oder Trauer usw überfallen. So unangekündigt und unerwartet, sodass die Empfindungen als extrem beschrieben werden können. Damit umzugehen ist unmöglich, weil man solange diese Emotionen nicht fühlen konnte. Sie angemessen der Intensivität gesteuert mit Vernunft und Verstand zu erleben unmöglich. Sie später angemessen erleben oder mit umgehen zu können? Meist auch bedingt und weiterhin Auffällig wie z.B. manisch-depressiven Verhaltensweisen mit Stimmungsschwankungen, die plötzlich überschwappen von ein Extrem ins Nächste. Um soetwas zu vermeiden? Das Antidepressiva wird geplant reduziert und engmaschig im Verlauf beobachtet und die Reaktions der Verarbeitung des Pat. eingeschätzt. Jeder reagiert anders. Als zusätzliche Begleitung des Absetzen ist die engmaschige psychologische Betreuung extrem wichtig, um die Empfindsamkeiten richtig zuzuordnen bzw. realistisch bezüglich auf das eigene Leben zu verarbeiten.

Dein Tavor wirkt ähnlich, nur das Tavor betäbende Substanzen im Rahmen BTM (Betäubungsmittel) die hauptsächlich auf den Körper wirken beinhaltet.

Den Entzug ohne Ärztliche Begleitung und ohne Rat durchzuziehen ist deswegen nicht so klug glaube ich. Ich bin weder Arzt noch Therapeut, aber ich bin jemand die mit Menschen (Patienten mit genau dieser Med) und deren Ärzte & Therapeuten zusammenarbeitet. Diese Beschreibung habe ich vom Psychiarter bekommen bezüglich meiner Klientin. Seine Erklärung war natürlich viel anschaulicher, aber ich denke wenn du mein Durcheinander halbwegs verstehst suchst du deinen Arzt hoffentlich auf, der dir das viel besser beschreiben und erklären kann.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg & Kraft :-)

Auf eigene Faust ist immer so ne Sache. Viele Medikamente muss man "ausschleichen", also nach und nach die Dosis reduzieren, damit die Nebenwirkungen des Entzugs nicht so stark sind. Sprich mit deinem Arzt darüber.

Hast du denn außer den kopfschmerzen keine beschwerden? Normalerweise sagt man, die entzugserscheinungen sind spiegelbildlich zur wirkung, also im fall von benzos ruhelosigkeit, schlaflosigkeit, ängstlichkeit und körperlich zittern, zuckungen und angespanntheit der muskeln. Bei vielen kommt es aber zu überhaupt keinen oder nur sehr leichten entzugserscheinungen. Wie lange es dauert, weiß ich nicht, aber nach 4 tagen glaube ich nicht, dass du noch viel zu erwarten hast. 

Alanbar28 22.01.2017, 08:20

Manchmal etwas unruhig sonst nicht viel !

0

sehr gefährlich ohne ärztliche aufsicht da sprech ich aus eigener Erfahrung da sie von heut auf morgen abgesetzt habe und dann einen krampanfall bekam und auf der intensiv Station aufwachte mit null erinnerrung

Tavor hat als Wirkstoff Lorazepam, was zu den Benzodiazepinen gehört.

http://benzo.org.uk/german/bzcha03.htm

Da wird n bissl was zu Benzidiazepinen allgemein beschrieben.

Auf eigene Faust würde ich das wohl nicht durchziehen, sondern eher zum Arzt und mich von dem beraten lassen.

Hallöchen.Wie ist es dir weiterhin ergangen?Hattest du noch mehr Entzugserscheinungen von Tavor?

Was möchtest Du wissen?