Tauft die Evangelische Freikirchliche Gemeinschaft (EFG) auch Leute die schon als Baby getauft wurden.?

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7 Antworten

Moin. Ich bin evangelisch-freikirchlich (Baptist). Die Antwort lautet: Nein und Ja und Nein. 

Das Problem liegt in der Logik der Frage. 

Nein: Wir Baptisten sind in der Hauptsache eine Bibel- und Gemeindebewegung. 

In der Bibel finden wir im sogenannten Neuen Testament Schilderungen von Taufen. 

Nie wurde ausdrücklich beschrieben, dass Säuglinge getauft wurden. Taufen wurden in den Beschreibungen immer aufgrund der persönlichen Entscheidung auf die christliche gute Nachricht (das Evangelium) sein Vertrauen zu setzen, durchgeführt. Da die in der Bibel zu erkennende Reihenfolge also erst die Entscheidung für den Glauben und dann die Taufe als Zeichen dafür zu erkennen ist, kann eine an einem Säugling vollzogene "Taufe" keine Taufe sein, denn ein Säugling kann keine Entscheidung getroffen haben, an Jesus glauben zu wollen. 

Aus baptistischer Sicht, sind die Leute, an die du denkst noch nie getauft worden. Das geht bei uns maximal als "feuchter Kindersegen" durch. Diese werden aus unserer Sicht also nicht das zweite, sondern das erste mal getauft.

Ja: Aus der Sicht von Christen, die an der Praxis von Säuglingstaufen festhalten wollen, sind das dann natürlich wiederholte Taufen. Dazu möchte ich aber anmerken, dass ich noch kein halbwegs biblisch-stichhaltiges Argument pro Babytaufe gehört habe. 

Nein: Als Gemeindebewegung ist es so, dass Baptistengemeinden unabhängig sind. Wir lehnen einen hierarchischen Überbau ab und jede Gemeinde regelt für sich, wie Glaubenspraxis und Lehre aussieht. Und somit gab es in den letzten Jahren eine Reihe von Gemeinden, die auch Mitgliedschaft ohne Glaubenstaufe möglich machten für Leute, die aus irgendwelchen Gründen an ihrer Baby"taufe" hängen. 

Ich hoffe, diese differenzierte Antwort hilft dir weiter.

Neben evangelisch-freikirchlichen Baptistengemeinden gibt es auch noch evangelisch-freikirchliche Brüdergemeinden und Pfingstgemeinden. Die Praxis sieht bei diesen nicht anders aus.

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Ja, da Freikirchen im Allgemeinen die Kindertaufe nicht als gültige Taufe akzeptieren.

Voraussetzung ist das was man gemeinhin als "Bekehrung" bezeichnet, auch "Lebensübergabe an Jesus Christus" genannt (gibt noch weiter Bezeichnungen dafür). Und je nach dem gibt es eine Taufvorbereitung.

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ja. Das ist eins der Haupthindernisse für üne weitere Kirchengemeinschaft zwischen Freikirchlichen und Evangelischen. Es wird darüber aber sehr intensiv miteinander gesprochen und verhandelt.

„Baptistische Kirchen fühlen sich durch ihr Verständnis des biblischen Zeugnisses dazu verpflichtet, nur die Taufe von gläubigen Jüngern als evangeliumsgemäss zu praktizieren.“

„Viele baptisti­sche Kir­chen können die in anderen Kirchen vorgenommenen Taufen von Säuglingen nicht als gülti­ge Taufen anerkennen. Das ist besonders der Fall, wenn auf eine Säuglingstaufe keine christliche Unterweisung gefolgt ist. Sie können es deshalb nicht als ‚Wiedertaufe’ sehen, wenn sie Menschen taufen, die als Säuglinge getauft wurden.“

http://www.jesus.ch/themen/glaube/theologie_philosophie_religion/116723-wiedertaufe_trennt_evangelische_kirchen_in_europa.html

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Ja...bei uns sind viele die vorher katholisch/evangelisch waren und als baby getauft da gavs aber kein problem

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ja, tun sie. Bei mir war das z.B. so.

Die Taufe wird in den EFGs (die ich bis jetzt kenne) als Bestätigung des Glaubens vor Gott und der Welt gesehen. In den meisten Fällen wird auch eine Gemeindezugehörigkeit von der Gläubigentaufe abhängig sein. Bei uns ist das nur in  Ausnahmefällen anders möglich.

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Das kommt darauf an, welche du meinst.

Viele sind das, was man 'Baptisten' nennt und da ist die Gläubigentaufe eine Notwendigkeit der Mitgliedschaft.

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ja, das sind Baptisten und die stammen von den sog. Täufern, Wiedertäufern ab.

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