Taufe und Menschenrechte

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14 Antworten

Hallo - alles halb so wild. Die Taufe ist ja nur ein Symbol der Zugehörigkeit zur Schar Gottes, die allderdings - und da muss ich dir Recht geben - mit Zustimmung des Getauften geschehen sollte. Nunja, die Kirchen wollten halt die Zahl ihrer (zahlenden) Schäfchen schon immer möglichst erweitern und da fragt man am besten erst gar nicht ...

Deine Taufe war Entscheidung deiner Eltern, wahrscheinlich war es nur ein Akt der Tradition. Selbst wenn sie tief gläubig sein wollten - deine Betröpfelung hat nur eine formelle Bedetutung, die dir einfach - auch ohne zu klagen - a. A. vorbei gehen kann. Die meisten haben dies ja schon geantwortet. Tritt aus der Kirche aus und gut is. Wenn du draußen bist, bist du mindestens konfesssionslos, und wenn du nicht an Gott glaubst, umso besser. Dann gehörst du einfach zu denen, die nicht glauben.

Grundsätzlich finde ich die Frage nach dem Menschenrecht aber nicht verkehrt. Die Christenheit sollte sich wirklich darüber Gedanken machen, dass sie ihren Kindern gegen ihre Entscheidung damit womöglich gegen ihren Willen eine Religionszugehörigkeit aufdrückt. Man kann zwar nicht steuern, in welches Land, in welche Kultur und in welche Familie man hinein geboren wird, aber man die Zugehörigkeit zu einer Kirche sehr wohl steuern.

Mein Rat für die Zukunft: Vertritt deine Meinung und lass deine Kinder nicht taufen.

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Kommentar von riara
19.03.2012, 19:10

Auch hier noch einmal der Hinweis, dass mit der Taufe keinerlei Pflichten verbunden sind, selbst wenn man nicht tauft, nimmt das Kind ja aktiv an den religiösen Aktivitäten Teil, will man also die Erziehungshoheit der Eltern in diesem Punkt einschränken?

Ich habe ein ungetauftes und zwei getaufte Kinder, mein Ältester ist sauer, dass er nicht getauft ist, obwohl er oft mit uns in die Kirche kommt, fühlt er sich nicht voll zugehörig, man darf es auch keinem erzählen, das ist Ihm unangenehm, sicher wäre das etwas anderes, wenn ich Atheist wäre, nur kann ich schlecht 15 Jahre den Atheisten geben und mich dann an einem geheimnisvollen Ort outen "und was ich Dir schon immer sagen wollte Mein Sohn, Dein Vater ist ein Christ..."

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Es hat dir ein Pastor mit frommen Worten die Taufe verabreicht, also bist du getauft. Allerdings sagt das nur etwas darüber, was deine Eltern veranlasst haben. Wenn du nicht glauben willst, musst du das doch nicht. Wenn du aus der Kirche ausgetreten bist, fragt dich kein Mensch je danach, ob du getauft bist. Wenn du allerdings meinst, dieser Taufvorgang hätte tatsächlich eine Wirkung oder Bedeutung, dann solltest du dir überlegen, in der Kirche zu bleiben. Dann hast du dich mental gar nicht davon abgesetzt.

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Du hast ein seltsames Problem. Wenn Du nichts mit der Kirche zu tun haben willst, dann brauchst Du nur Deinen Austritt beim Amtsgericht bzw. beim Standesamt zu erklären, und alles ist erledigt, auch die Kirchensteuer. Damit ist doch alles vorbei!

Was macht ein Mensch, der angeblich einen anderen "als getauft ansieht?" Woran willst Du das erkennen, hat der vielleicht einen bösen Blick? Das sind doch blinde Unterstellungen! Was soll der unterlassen, was willst Du ihm konkret verbieten, auf was willst Du ihn verklagen? Mir hat in einem halben Jahrhundert nie ein Mensch gesagt, er "sehe mich als getauft an". Und wenn das jemals einer sagen würde, würde mich das auch auch nicht jucken. Meinetwegen kann er mich als Heiligen oder als Druiden ansehen, das ist doch seine Sache. Wo ist das Problem? Was hat das mit Menschenrechten zu tun?

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Deine Ansätze sind eigentlich ganz wahr und korrekt.

Die Taufe ist ein Teil des Gehirnwäscheprozesses, den die Kirche im Laufe des Leben versucht, bei einem durchzuführen. Zuerst die Taufe, dann diverse Gebete im Kindergarten / Grundschule, dann Kommunion mit viieelen tollen Geschenken (u.a. meinem ersten Mp3-Player - wie ich mich doch über das Ding gefreut habe...) und dann wenn die Gefahr der Bildung der eigenen Meinung besteht, werden andere Sekten, o.ä. schlecht gesprochen. Ohne diese Gehirnwäsche würde das Konzept Kirche garnicht funktionieren, d.h. wenn das nicht so wäre, also man sich freiwillig dazu entscheiden dürfte, dann wüssten wir heute garnichts mehr über diese Religion, sie wäre schon vor etwa 1500 Jahren in Vergessenheit geraten.

Aber wieso dich die 'Taufe' so sehr stört kann ich persönlich nicht so sehr nachempfinden, für mich ist meine Taufe das selbe, wie wenn ein alter, seniler Mensch zu mir sagt, dass aus mir nichts wird - er missachtet einfach die Realität, nämlich dass es normal ist, dass die junge Generation den ihnen bereit gestellten Luxus konsumiert (und das ist sein Problem). Bei der Taufe sagt zu mir auch ein alter abergläubischer Mensch, ich würde jetzt einen Bund mit einem 'etwas' geschlossen haben, obwohl dieses 'etwas' den wissenschaflichen Erkenntnissen widerspricht und somit mit höchster Wahrscheinlichkeit nur eine Erfindung eines anderen Menschen ist. Beidem schenkt man einfach keine Aufmerksamkeit.

Aber

den Austrittsgebühren von 31€ schenkt man Aufmerksamkeit. Diese widersprechen tatsächlich den Menschenrechten. Dagegen gibt es schon Kampagnen, die u.a. Kläger dagegen unterstützen.

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"Man kann ja aus der Kirche austreten,soweit so schön, so wie ich mich informiert habe wird man trotzdem immer als getauft gesehen." - Richtig.

"Man kann sich sozusagen nicht ganz vom Glauben distanzieren." - Doch, natürlich. Wenn Du sagst, Du glaubst nicht, hast Du Dich distanziert.

"Ich möchte nicht als getauft angesehen werden" - Kannst nix gegen machen :-D

Meine Güte, das ist doch auch völlig egal - wenn Du beschließt, wieder in die Kirche einzutreten, sparst Du die Wieder-Taufe, wenn Du draußen bleibst, sieht Dich trotzdem keiner außer Deinen Eltern und Paten als getauft an, der nicht gerade Deinen Taufeintrag sieht - steht Dir ja nicht auf die Stirn geschrieben.

"ist es nicht eigentlich gegen die Menschenrechte wenn man etwas was man selbst nicht gewollt hat nie wieder loswird?" - Kannst ja gern mal zum Anwalt stiefeln.... da die Taufe Deine Lebensgestaltung nicht weiter negativ beeinträchtigt, würde ich mir da nicht viel versprechen.

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Wo ist das Problem? Es gibt jede Menge Atheisten, die getauft wurden, weil ihre Eltern religiös waren. Es gibt genau so viele, die konfirmiert sind, und später aus der Kirche austraten. Worunter leiden sie? Nicht unter dem Getauftsein und auch nicht darunter, daß sie konfirmiert sind. Das hat für ihr weiteres Leben keine Bedeutung und bedingt auch keine Vor- oder Nachteile. Wenn man sich vom Glauben nicht distanzieren kann, dann doch nicht deshalb. Glauben ist eine so persönliche Sache, daß niemand außenstehender irgendetwas damit zu tun hätte. Übrigens sieht man die Taufe niemandem an. Das hat auch mit Menschenrechten gar nichts zu tun.

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Nun stell dich bloss nicht so an. - Welche Zauberwirkung oder Verwünschung stellst du dir bloss unter der Taufe vor. Das bisschen Weihwasser ist längst abgewaschen und hat - nach deiner antichristlichen Haltung zu urteilen - keinerlei Spuren bei dir hinterlassen.

Hätten deine Eltern nicht den Taufschein, könntest du es kaum nachweisen und das Standesamt als örtliches Register darf nicht "petzen". - Jetzt mußt du nur noch aus der Kirche austreten. Dann bist du wieder wie neu.

Da kannst du also heute bei Gericht auch keinen Schaden einklagen.

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Im Grunde ja. Was die steuergierigen Staatskirchen angeht halte ich auch nichts von deren Taufzwang.

Eine wahre christlich (reformierte) Glaubensgemeinschaft lässt zu Recht dem gläubigen Kind die Entscheidung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4ubigentaufe

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Ich fände es hochinteressant, wenn du gegen deine Taufe klagen würdest. Vorausgesetzt, die Klage würde überhaupt zugelassen, dann wäre ich mehr als gespannt auf den Richterspruch. Ob du das Getauftwerden als Verstoß gegen ein Menschenrecht (welches?) bezeichnen kannst, weiß ich nicht. Dieser Klagegrund wäre mir völlig neu.

Übrigens kannst du dich ganz vom Glauben distanzieren, du tust es ja schon. Die bloße Taufe als Eintrag in ein Register hilft dir vor Gott überhaupt nicht. Es kommt auf deinen Glauben an. Aber wenn du der Taufe eine solche Kraft zumutest, dass sie wirksam ist auch ohne deinen Glauben, ja sogar gegen deinen Unglauben, dann zeigst du damit, wie römisch-katholisch du im Grunde denkst. (Oder auch konservativ-lutherisch.) Sehr "sakramental", als sei die Taufe "ex opere operato", durch sich selbst, durch die vollzogene Handlung, wirksam und bliebe es.

Ich würde an deiner Stelle auch klagen, weil du in die deutsche Kultur hineingebracht wurdest. Niemand hat dich gefragt, ob du Deutsch lernen wolltest. Denn eigentlich willst du dir doch eine andere Sprache aussuchen. Und eine andere Kultur wäre doch auch besser. Auch dein Geschlecht, das du nicht ausgesucht hast, ist eigentlich ein Verstoß gegen das recht der freien Geschlechtswahl.

Du solltest auch gegen deine Eltern klagen, die haben dich nicht vorher gebeten, dich zeugen zu dürfen. Und deine Blutgruppe verstößt auch gegen die Menschenrechte. Statt 00 hättest du vielleicht lieber AB ausgesucht.

Also such dir einen Rechtsbeistand, es gibt genug Atheisten darunter, die dir helfen werden, klage, und informiere uns anschließend.

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Kommentar von Daisyfields
19.03.2012, 15:58

Zeugung, Landessprache, Kultur, Geschlecht, Blutgruppe... Alles natürliche Vorgänge bzw. "zwingende" Gegebenheiten. Die Taufe hingegen ist das nicht mal im Ansatz. Somit also ein kaptialer Fehlschluss von Dir, wieder einmal.

Wobei ich anmerken will dass ich diese obige Frage für genauso idiotisch halte wie Du. Klagen gegen Taufe?? ....Pffft.

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Kommentar von frank1968
19.03.2012, 17:33

Es gibt wahrscheinlich keinen Atheisten, der die Frage nicht genauso bescheuert findet wie du selbst, Sonnenschnauz. Etwas mehr Vorsicht mit Unterstellungen, bitte.

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Kommentar von riara
19.03.2012, 18:00

Vergessen wir nicht den Dialekt, Folklore oder wirtschaftlichen Umstände, ich denke die Rechte von Kindern werden genau deshalb so mißbraucht, was ist Jugendarbeitslosigkeit, PISA oder die Verarmung von Familien schon gegen die Taufe...:-)

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Du solltest dich nochmal mit Schnaps von einer nackten Frau taufen lassen. Dadurch wird die christliche Polung umgekehrt.

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du musst doch nicht an irgendwas glauben. Ich bin getauft und kenne unseren Pastor noch nichtmals.

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Ich habe hier so ein kleines Fläschchen da steht "Anti-Weihwasser" drauf, schick mir 10 Euro, dann schicke ich Dir die Flasche, dann hast Du ein Gegenmittel, falls sich das Weihwasser Deiner Taufe mittlerweile in die Hirnrinde gefressen haben sollte...:-))

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Kommentar von pasmalle
19.03.2012, 14:41

Ich kann es bestätigen. - Es wird augenblicklich dieses "Anti-Weihwasser". - Es soll demnächst patentiert werden, was sicher zu einem enormen Preisanstieg führen wird. :-))

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absolut menschenrechtsverletzend diese religionen

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Klar, klagen kannst du!

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