Taufe mit 4 Jahren, sinnvoll oder nicht, was sagt die Bibel?

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19 Antworten

Es gibt zwei Denkansätze. Es sind diese:

1. Die Taufe beinhaltet eine Heilszusage Gottes. Es ist deshalb nicht gut, Kindern diese Heilszusage vorzuenthalten.

2. Die Taufe beinhaltet das Bekenntnis des Täuflings zum christlichen Glauben, setzt also die Urteilsfähigkeit (Religionsmündigkeit) des Täuflings voraus.

Beide Ansätze haben ihre Legitimation. Genau genommen gehören beides, die Heilszusage Gottes und die beswusste Annahme dieser Zusage im Bekenntnis, zusammen.

Die Kindertaufe stammt aus einer Zeit, als sich nicht Einzelpersonen, sondern die gesamte Gesellschaft, zumindest aber die Familie, als christlich empfanden und als eine Erziehung im Glauben als sicher galt.

Heute tritt dagegen mehr und mehr die individuelle Entscheidung des Einzelnen für oder gegen eine Religionszugehörigkeit - und damit die Entscheidungstaufe - in den Vordergrund.

Ich würde nicht das Eine befürworten und das Andere verdammen, sondern es von dem familiären Umfeld abhängig machen. Also davon, ob die Eltern ihre Kinder tatsächlich in den Glauben einführen wollen.

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Ich wurde erst mit 8 Jahren getauft, nach dem ich meine Mutter (evangelisch) und meine Cousinen (katholisch) längere Zeit zu Gottesdiensten begleitet habe.

Entschieden habe ich mich dann für die evangelische Kirche.

Meine jüngere Schwester wurde dann allerding im gleichen Atemzug gleich mit getauft.

Grundsätzlich finde ich es in Ordnung, daß eine Taufe erst ab dem Jugendalter stattfindet. Die bewußte Entscheidung finde ich richtiger, als die Kindstaufe.

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Also ich war eine zeit lang bei den STA und die lehnen eine kindertaufe ab, das wird damit begründet, dass die taufe eine bewusste entscheidung sein soll, die ein kind so nicht treffen kann und zum anderen symbolisiert die taufe den tod und die wiedergeburt, woran sich ein kind wohl kaum erinnern wird! Naja meine frau kommt aus einer anderen glaubensgemeinschaft, sie halten die kindertaufe für richtig, sie beziehen sich auf cornelius, der seinen ganzen hof und die ganze familie taufen lies, zwar steht da nichts von kleinen kindern, es wird aber angenommen, dass nicht alle die volle reife hatten und vor allem nicht die sklaven eine freie wahl hatten! Wenn die kinder erwachsen werden, und christlich erzogen werden spielt es somit eh keine rolle, denn wenn sie bei dem bleiben, gilt die taufe ja... wenn nicht, dann ist es so wie jeder andere, der seine entscheidung ändert!.... Da ich jetzt nicht mehr gläubig bin, beschäftigt mich die frage nicht mehr! Lg

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Wer als Christ Kinder bekommt, wünscht sich natürlich, dass diese in gutem Verhältnis zu Gott aufwachsen und seinen Segen haben. Allgemein treffen Eltern die Entscheidung, wie sie ihre Kinder erziehen, ohne dass diese mitentscheiden könnten. Insofern ist es konsequent, Kinder taufen zu lassen, wenn man das richtig interpretiert, also als ein Versprechen der Eltern und/oder Paten, das Kind christlich zu erziehen, und als eine Bitte um Gottes Segen dafür.

Die eigentliche Taufe geschieht durch die spätere Entscheidung der Kinder, auch wenn diese Entscheidung nicht an einen festen Termin mit einer festen Feier gebunden ist. Die Erstkommunion bei den Katholiken ist nur sehr bedingt dazu geeignet (die Kinder sind mir noch zu jung), die Firmung schließt sich auch noch zu früh an und geschieht ebenfalls meist unter gesellschaftlichem Druck (typisch das Taschengeld von der Oma, das sonst ausbleibt). Die Konfirmation ist vom Alter her eher geeignet; in der Praxis, so wie ich es beobachte, aber ebenfalls in einem Verfahren minimaler "Leistung" (Wie oft muss ich dafür in den Gottesdienst?) erstarrt.

Insgesamt halte ich also eine Kindertaufe für sinnvoll, würde die eigene Entscheidung in Form von Firmung bzw. Konfirmation aber in späterem Alter und als Einzelentscheidung, nicht als Gruppenveranstaltung, bevorzugen.

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Selbst Jesus wurde als Erwachsener getauft (und das durch Untertauchen im Wasser) und zu seiner Zeit war es üblich, Erwachsene zu taufen, nicht aber Kinder. Wenn das die Frage nicht beantwortet, obwohl Jesus und Johannes der Täufer es dahingehend am besten hätten wissen müssen, dann weiß ich auch nicht.

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Hallo Slawa96691,

aus dem, was die Bibel grundsätzlich über die Taufe sagt, kann man erkennen, dass eine Taufe mit 4 Jahren oder noch früher nicht dem eigentlichen Sinn der christlichen Taufe entspricht.

Durch die Taufe wird z.B.zum Ausdruck gebracht, dass sich der Betreffende vollständig und rückhaltlos durch Jesus Christus hingegeben hat, um fortan Gottes Willen zu tun. Jesus Christus erwähnte die Notwendigkeit der Taufe als er an seine Jünger folgenden Missionsauftrag weitergab: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge" (Matthäus 28:19, 20). Beachte bitte die Reihenfolge: Jemand sollte zuerst zu einem Jünger gemacht werden, und erst dann sollte er getauft werden. Ein kleines Kind kann jedoch weder die Bedeutung der Nachfolge Jesu Christi erkennen, noch die Symbolik der Taufe verstehen.

Das Untertauchen bedeutet, dass der Betreffende hinsichtlich seines bisherigen Lebens stirbt und durch das Emporheben aus dem Wasser für ihn ein neues Leben beginnt. Von nun an ist der Täufling bereit, Gottes Willen an die erste Stelle zu setzen. Das kann nur jemand tun, der ein gewisses Alter erreicht hat und die nötige Reife besitzt. Aus diesem Gründen war die Kindertaufe bei den ersten Christen auch nicht üblich.

LG Philipp

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Meine Meinung dazu ist, dass sich ein Mensch ganz bewusst selbst dazu entscheiden sollte, ob und in welchem Umfang er Mitglied einer Glaubensgemeinschaft sein möchte.

Ein Baby oder Kleinkind ist dazu wohl kaum in der Lage...

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Kommentar von Slawa96691
13.09.2016, 09:18

der meinung bin ich auch, deswegen wird bei unserer freien evangelischen kirche für kinder nur gebetet und hände auferlegt. der priester sagt, wenn ihr euch selbst entscheidet und die entscheidung trifft, dann könnt ihr euch taufen lassen. 

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Kommentar von Pucky99
13.09.2016, 09:20

Was hat die Mitgliedschaft in einer Glaubensgemeinschaft mit der Taufe zu tun? Man kann doch später jederzeit austreten. Ich würde mich selber nicht als gläubig bezeichnen und werde demnächst auch aus der Kirche austreten (nachdem ich meine damlaigen Kosten zurückgezahlt habe), aber ich halte eine Taufe und auch den Konfirmationsunterricht für sinnvoll um den Kindern und Jugendlichen christliche Werte zu vermitteln. Gerade in der heutigen Zeit, halte ich das für wichtig, da es der eigenen Meinungsbildung zuträglich ist und die Menschen weniger anfällig für fundamentalistisches Gedankengut macht.

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Ich komme auch aus einer Kirche die genauso praktiziert und ich halte das für sinnvoll.

Kinder sollten zunächst Gott kennenlernen und ihre eigene Beziehung beginnen und Entscheidung treffen können. Sie lehren ist gut und sie als Kleinkinder segnen ist das richtige denke ich.

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In anderen Glaubensgemeinschaften entscheiden die "Kinder" sich mit der/durch die Firmung bzw. die Konfirmation - sie bestätigen damit die Taufe.

Ein Kind, das in einer christlich-orientierten Familie aufwächst, kennt Gott natürlich, bzw. lernt ihn kennen. 

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Kommentar von Pucky99
13.09.2016, 09:23

Ich bin jetzt nicht sehr religiös aufgewachsen, wie läuft das dann ab? Kommt Gott zum Abendessen vorbei oder gibt es eine Verantstaltung, bei dem man diesen Typen kennenlernen darf?

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Das Richtigste wäre, sein Kind von allen Religionen fernzuhalten, da alle Religionen falsch und verrückt sind.

Was man aber im Einzelfall macht, hängt von vielen individuellen Umständen ab, z.B. wie die Verwandschaft sich dazu stellt und ob man im Multibabel Berlin lebt oder in einem abgeschiedenen Dorf im bayerischen Wald.

Grundsätzlich ist die Babytaufe kein schweres Unrecht. Jedem steht es frei, später die Religion abzuwerfen. Ein Kind in einem kleinen katholischen Dorf wird weniger gemobbt, wenn es wie die anderen bei den Katholiken ist.

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Kommentar von marylinjackson
13.09.2016, 16:50

Richtig, es geht um die Gemeinschaft.

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Eine absolute Streitfrage, schon seit es die Kindertaufe gibt!

Nach meinem Verständnis der Bibel ist die in den großen Kirchen praktizierte "passive" Kindertaufe nicht vertretbar. Warum sie einmal eingeführt wurde, darüber kann man angesichts der Interessen der weltlichen Institution Kirche zurecht spekulieren. Deshalb bitte ich auch hier nicht als Gegenkommentar die Bibelstellen anzuführen, welche angeblich für die Kindertaufe sprechen sollen. - Ich kenne sie. Sie stehen theologisch betrachtet auf ganz schwachem Fuß. 

Säuglinge und auch ein Kind mit 4 Jahren sind nicht fähig, sich aus eigener Erkenntnis und Überzeugung für die Nachfolge Jesu Chrisi zu entscheiden. - Also ist auch die an ihnen vorgenommene Taufe wertlos, welche nur einen symbolischen Charakter hat.

Es ist der Glaube, welcher stets vorausgehen muss! - Erst danach kommt, der Logik folgend, die Taufe. Sie symbolisiert, dass aus dem "alten, unreinen Menschen" mit der Bekehrung ein geistlich betrachtet "neuer, reiner Mensch" geworden ist.

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Kommentar von NorwinSchneider
13.09.2016, 10:00

Die Kindertaufe wurde damals eingeführt als die Katholische Kirche noch Geld mit den Menschen gemacht hat, praktisch als Absicherung gegen die Hölle. Das hat man anscheinend nach Luther einfach so beibehalten. 

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Kommentar von Nunuhueper
13.09.2016, 11:36

Ganz profan:

Die Kirche registrierte die Neugeborenen als Täufling im Kirchenregister. Auch Heirat und Tod wurden dort notiert. Anstelle eines erst später eingerichteten Standesamts war es zuerst die Kirche, die solch eine Statistik handschriftlich führte.

Was auch immer hier gegen die Kirche argumentiert wird, sie stand früher im Mittelpunkt der Gesellschaft. Jemand, der nicht getauft wurde, war kein Gemeindemitglied, um das sich gesorgt wurde.

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Hey, Taufe ist doch nur sinnvoll, wenn ihr auch gläubig seid. Abgesehen davon sollte das Kind die Wahl haben, sich seinen Glauben selbst auszusuchen.

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In der Bibel steht ganz klar das ein mensch sich für Gott entscheiden muss! Und das dann wohl erst im Erwachsenenalter wenn man die Wahl hat! 

Das sagt die Bibel du kannst aber natürlich dem Katholischen Priester glauben der dies auch bei säuglingen macht...

Die Frage ist nur wozu? Taufe bedeutet nicht gleich Errettung! 

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Kommentar von Slawa96691
13.09.2016, 09:20

das habe ich vielen leuten erklärt, wenn ein baby getauft wird, heißt es nicht, dass es segen und erretung hat. vielmehr muss das kind in einer christlichen familie oder noch besser gemeinschaft aufwachsen und im jugendalter bzw. erwachsenenalter selbst entscheiden, wohin es geht. habe mich erst mit 25 dazu entschieden.

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Ich bin der Ansicht, dass nur ein Erwachsener sich taufen lassen sollte.

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Meine mutter hat mich als kind taufen lassen, weil sie sagt das ein kind gottes segen haben sollte durch die taufe. Ich mein das kind kann sich trotz taufe wenn es erwachsen ist umtaufen lassen also konvertieren oder der kirche austreten.

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Kommentar von Slawa96691
13.09.2016, 09:17

man muss für das kind beten und das kind muss in einer christlichen familie aufwachsen, nur so kann es die vorteile gottes genießen. ansonsten bringt es nichts, nach der taufe ist gott und die kirche nach 1 tag schon vergessen und die kinde bzw. die eltern besuchen die kirche nicht.

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Kommentar von NEONBLAUPINK99
13.09.2016, 10:33

Ja gebetet und das ganze hat sie mit mir auch vorallem abends und beim essen das machen wir heute noch so

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da äußert sich die bibel nicht

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„Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“

Markus 16, 16

Die Taufe allein rettet nicht, der Glaube steht an erster Stelle.

Mt 19, 13 f:

 „Lasst die Kinder kommen, und haltet sie nicht davon ab zu mir zu kommen. Denn den so Beschaffenen gehört das Himmelreich“

Ob das Kind nun glaubt oder nicht, ob es getauft ist, oder nicht. Kinder kommen in den Himmel.

So, die Bibelkentnisse eines Atheisten. Für mich persönlich macht nur das Sinn, was man selbst aus tiefstem Herzen will.

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Kommentar von NorwinSchneider
13.09.2016, 10:01

BellAnna das stimmt auch. 

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Was für eine Kirche ist das?

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Kommentar von Slawa96691
13.09.2016, 09:06

freie evangelische kirche

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Kommentar von ThadMiller
13.09.2016, 09:08

Ja, das würde mich auch interessieren!

"Ein Kind kann keine entscheidungen treffen und kennt gott nicht."

Hast du ihn denn schon kennengelernt?

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Um deine Frage zu beantworten. Ich bin der Meinung, dass eine Kirche und somit auch eine Taufe nicht notwendig ist um einen Glauben zu haben bzw. an einen Gott zu glauben.

Zu deinem letzten Satz: Ein Erwachsener kennt also Gott? Wie kommst du da drauf?

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Kommentar von NorwinSchneider
13.09.2016, 09:20

Dann bist du wohl kein Christ. Die Bibel ruft ganz klar zur Taufe auf!

Ein Erwachsener kennt Gott eher als ein Kind oder nicht?

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