Tauchen mit ein schlauch?

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12 Antworten

Durch den Mund einzuatmen und durch die Nase - also quasi ins Wasser - auszuatmen ist schon mal keine schlechte Idee. Dadurch ziehst du immer frische Oberflächenluft in den Schlauch.

Es wird trotzdem ab einer gewissen Tiefe nicht mehr gehen. Der zunehmende Wasserdruck drückt deine Lungen zusammen, und dein Zwerchfell schafft es nicht mehr, einen entsprechenden Unterdruck in deinen Lungen zu erzeugen, um noch vernünftige Mengen Luft hineinzubefördern.

Die Luft muss mit erhöhtem Druck in die Lungen gepresst werden, damit du noch normal atmen kannst.

Ich müsste jetzt mal nachlesen, aber ich denke, so ab drei, vier Metern wird das Atmen zu anstrengend.

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Kommentar von bolang
12.09.2016, 05:57

kann man sowas einfach ausprobieren ? oder ist das zu gefährlich ? man merkt es ja wenn man zu wenig Luft bekommt oder ?

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Atmen könntest du von der Lungenkraft auch in ein paar Metern Tiefe. 
Aber in 10 m würde es wahrscheinlich schon unmöglich werden, den Druckunterschied durch Saugen am Schlauch zu überwinden, die Luft im Schlauch auch in Null minus 10 m noch 1 Bar Luftdruck, der Druck im Wasser beträgt aber 2 bar in 10 m .. 

Allerdings würdest du es auch in 2 oder 3 nicht lange überleben, da deine Ausgeatmete Luft nicht wie beim kurzen Schnorchel "raus kommt" sondern ganz oder teilweise im Schlauch bleibt. Du Atmest also die Luft im Schlauch (21% O2), dann ein 2tes mal die gleich Luft, die immer noch genug Sauerstoff enthält (ca 16%) , beim dritten Mal sind es wieder weniger % und irgendwann wirst du ohne Atemreiz und ohne Vorwarung aus Sauerstoffmangel Bewusstlos, was unter Wasser tötlich endet.

Es tritt auch kein Atemreiz ein, der wird durch Co2 im Blut ausgelöst (wenn man lange nicht geatmet hat beim Luftanhalten .. Apnoetauchen .. dann ist der Sauerstoff im Blut in Co2 umgewandelt und nicht der O2 Mangel sondern der Co2 Überschuss löst den Atemreflex aus. Bei Einatmen von Luft mt höherem Co2 Anteil gelangt dieser aber nicht ins Blut, und man merkt den Sauerstoffmangel nicht direkt. 

Den Effekt nennet man Pendelatmung, weil die Luft im zu langen Schnorchel "pendelt" 

 

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Also da gäbe es die Gefahr der Pendelatmung, aber die schließt du durch die geschilderte Atemtechnik aus.

Im weiteren müssen wir beachten, dass im Körper der Druck des Wassers herrscht, in der Lunge aber der Luftdruck an der Wasseroberfläche.

Beim Einatmen wird der Brustraum durch Muskeln erweitert, wodurch in der Lunge ein Unterdruck entsteht und die frische Luft in die Lunge einströmen kann. Der maximale Unterdruck, denn die Muskelkraft erzeugen kann, beträgt 0,4 bar. Die Muskeln müssen gegen den Wasserdruck anarbeiten und da ist dann bei 1,4 bar Schuss, da 1,4 bar - 0,4 bar = 1 bar sind, was gerade eben nicht mehr reichen würde, dass Luft in die Lunge strömt. Dazu müsste der Druck in der Lunge kleiner sein, als außerhalb.
1,4 bar entsprechen einer Wassertiefe von 4 m. Tiefer gehts also schon mal von der Muskelkraft her nicht.

Jetzt gibt es aber ein anderes viel gefährlicheres Problem: wenn im Körper und damit in den Blutbahnen 1,4 bar herrscht (4 m Tiefe) und innerhalb der Lunge nur 1 bar, herrscht an den Lungenbläschen eine Druckdifferenz von 0,4 bar. Nun ist das Lungengewebe sehr weich und nicht besonders fest. Es würden also der Reihe nach jede Menge Lungenbläschen platzen und Blut würde in die Lunge schießen. Du bekämst ein massives Lungenödem, das sehr leicht tödlich durch Ersticken enden kann. Dieser Effekt kann schon ab etwa 0,1 bar Druckdifferenz auftreten, was einer Tiefe von etwa 1m entspricht. Daher besitzen Schnorchel per Gesetz grundsätzlich eine maximale Länge von 40cm, weil bei einer Druckdifferenz von 0,04 bar die Gefahr des Lungenödems praktisch ausgeschlossen ist.

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Umso länger der Schlauch ist, desto größer ist der Raum innendrin.
Und desto längere Atemzüge musst du ausführen, um tatsächlich frische Luft von ganz -oben- (außerhalb des Schlauches) nach unten zu "saugen".

Wenn die Atemzüge zu kurz sind, während du durch einen Schlauch atmest, verrückst du nur die Luft innerhalb des Schlauches. Aber frische Luft, die du zum Atmen brauchst, gelangt kaum von ganz oben nach ganz unten, um dich mit Sauerstoff zu versorgen.

Aber ich glaube, ich habe deine Vorgehensweise falsch verstanden.

Du willst nur durch den Schlauch einatmen, aber nicht ausatmen, weil du vorhast, das aus der Nase zu machen?


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Kommentar von Adroktan
12.09.2016, 03:18

Nur so würde es funktionieren.

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Kommentar von bolang
12.09.2016, 06:00

ja genau ... müsste doch bei so 2m nicht schlimm sein oder ?

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Es geht um den Druckunterschied.
Ab einer gewissen Tiefe (bin kein Taucher, weiss es drum nicht) kriegst du keine Luft mehr aus dem Schlauch, deine Lungen sind zusammengedrückt.

Luft würdest du nurmehr kriegen können, wenn mit Druck Luft zu dir hinunter gepumpt würde. Selber schaffst du es nicht.

Experiment:
Blas doch einfach an Land Luft in einen Schlauch mit Ende am Poolboden. Das kostet einige Kraft, damit Blasen aufsteigen. Vermutlich schaffst du es noch nicht mal bei 3m. Jetzt Luft ansaugen (du am Poolboden) ist noch schwieriger.

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Lass es bitte jeder Versuch mit einem Schlauch über 50 cm Unterwasser zuatmen ist lebensgefährlich, aber nicht in erster Linie durch Pendelatmung sondern weil die Differenz zwischen Wasserdruck und Luftdruck Dir das Blut durchdie Lunge quetscht wie ein Schwamm. Wenn Du nicht stirbst bist Du
zumindest für den Rest Deines Lebens Invalide. Gab früher ein schönes Video der Sendung "Kopfball" wo ein Reporter dies probiert hat und schon ab 50cm Schwierigkeiten bekam. Bitte nicht selber versuchen! Hollywood Filme wo so etwas gezeigt wird ist reine Fantasie.

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Das funktioniert nur eine gewisse Tiefe (bzw. Länge des Schlauches), weil du ja die verbrauchte Luft mit ca. 4 % CO2 komplett ausatmen und frische Luft einatmen mußt. Die Luft aus dem Schlauch wieder einatmen passt also nicht.

Ich tippe mal auf maximal einen Meter, mehr nicht.

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Kommentar von Adroktan
12.09.2016, 03:19

Atme durch den Mund ein, durch die Nase aus - wo ist dann das Problem, da hat man immer Frischluft!

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ab 1 meter tiefe ist der wasserdruck zu stark, um durch einen schlauch zu atmen.

deshalb sind schnorchel so kurz

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Nein erstens weis ich nicht wie du den schlauch dauerhaft dort oben halten willst, außerdem würdest du wenns tiefer geht ersticken weil die luft nicht mehr rausgeht

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Nein, eher nicht. Ab einer gewissen Länge ist das Volumen der Luft im Schlauch größer als dein Lungenvolumen, wodurch ein permanenter Austausch von Frischluft und bereits geatmeter Luft nicht gewährleistet ist. Bis zu einer gewissen Länge geht es, jedoch gilt: Je länger der Schlauch, desto größer der Kraftaufwand. Wie lang der Schlauch maximal sein darf hängt von seinem Innendurchmesser ab. Achso, und es heißt "mit einem Schlauch", nicht "mit ein Schlauch".

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Hallo,

bis ca. 35 cm Tiefe kannst Du durch diesen Schlauch atmen, dann setzt die sog. Pendelatmung ein; d.h. der
Umgebungsdruck des Wassers läßt eine konkrete Atmung mit der Lungenkraft
nicht mehr zu und im Schlauch verbleibt  ausgeatmete Luft stecken und
wird dann wieder eingeatmet, allerdings mit weniger Sauerstoff. Wozu
das führt ist klar, oder?

Gruß Klaus

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Funktioniert nicht bei mehr als einem meter

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