Tauchen mit ein schlauch?

13 Antworten

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Durch den Mund einzuatmen und durch die Nase - also quasi ins Wasser - auszuatmen ist schon mal keine schlechte Idee. Dadurch ziehst du immer frische Oberflächenluft in den Schlauch.

Es wird trotzdem ab einer gewissen Tiefe nicht mehr gehen. Der zunehmende Wasserdruck drückt deine Lungen zusammen, und dein Zwerchfell schafft es nicht mehr, einen entsprechenden Unterdruck in deinen Lungen zu erzeugen, um noch vernünftige Mengen Luft hineinzubefördern.

Die Luft muss mit erhöhtem Druck in die Lungen gepresst werden, damit du noch normal atmen kannst.

Ich müsste jetzt mal nachlesen, aber ich denke, so ab drei, vier Metern wird das Atmen zu anstrengend.

kann man sowas einfach ausprobieren ? oder ist das zu gefährlich ? man merkt es ja wenn man zu wenig Luft bekommt oder ?

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@bolang

Puh... ehrlich, mach es nicht. Google mal Tauchunfälle. Da waren sich viele Leute sicher, dass das prinzipiell ungefährlich sein muss und man schon rechtzeitig die Gefahr bemerke...

und dann gab's doch Tote.

Belasse es bei der Gedankenspielerei oder mach es nur bis 1m Tiefe im seichten Wasser mit einem kräftigen Kumpel dabei.

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Also da gäbe es die Gefahr der Pendelatmung, aber die schließt du durch die geschilderte Atemtechnik aus.

Im weiteren müssen wir beachten, dass im Körper der Druck des Wassers herrscht, in der Lunge aber der Luftdruck an der Wasseroberfläche.

Beim Einatmen wird der Brustraum durch Muskeln erweitert, wodurch in der Lunge ein Unterdruck entsteht und die frische Luft in die Lunge einströmen kann. Der maximale Unterdruck, denn die Muskelkraft erzeugen kann, beträgt 0,4 bar. Die Muskeln müssen gegen den Wasserdruck anarbeiten und da ist dann bei 1,4 bar Schuss, da 1,4 bar - 0,4 bar = 1 bar sind, was gerade eben nicht mehr reichen würde, dass Luft in die Lunge strömt. Dazu müsste der Druck in der Lunge kleiner sein, als außerhalb.
1,4 bar entsprechen einer Wassertiefe von 4 m. Tiefer gehts also schon mal von der Muskelkraft her nicht.

Jetzt gibt es aber ein anderes viel gefährlicheres Problem: wenn im Körper und damit in den Blutbahnen 1,4 bar herrscht (4 m Tiefe) und innerhalb der Lunge nur 1 bar, herrscht an den Lungenbläschen eine Druckdifferenz von 0,4 bar. Nun ist das Lungengewebe sehr weich und nicht besonders fest. Es würden also der Reihe nach jede Menge Lungenbläschen platzen und Blut würde in die Lunge schießen. Du bekämst ein massives Lungenödem, das sehr leicht tödlich durch Ersticken enden kann. Dieser Effekt kann schon ab etwa 0,1 bar Druckdifferenz auftreten, was einer Tiefe von etwa 1m entspricht. Daher besitzen Schnorchel per Gesetz grundsätzlich eine maximale Länge von 40cm, weil bei einer Druckdifferenz von 0,04 bar die Gefahr des Lungenödems praktisch ausgeschlossen ist.

Atmen könntest du von der Lungenkraft auch in ein paar Metern Tiefe. 
Aber in 10 m würde es wahrscheinlich schon unmöglich werden, den Druckunterschied durch Saugen am Schlauch zu überwinden, die Luft im Schlauch auch in Null minus 10 m noch 1 Bar Luftdruck, der Druck im Wasser beträgt aber 2 bar in 10 m .. 

Allerdings würdest du es auch in 2 oder 3 nicht lange überleben, da deine Ausgeatmete Luft nicht wie beim kurzen Schnorchel "raus kommt" sondern ganz oder teilweise im Schlauch bleibt. Du Atmest also die Luft im Schlauch (21% O2), dann ein 2tes mal die gleich Luft, die immer noch genug Sauerstoff enthält (ca 16%) , beim dritten Mal sind es wieder weniger % und irgendwann wirst du ohne Atemreiz und ohne Vorwarung aus Sauerstoffmangel Bewusstlos, was unter Wasser tötlich endet.

Es tritt auch kein Atemreiz ein, der wird durch Co2 im Blut ausgelöst (wenn man lange nicht geatmet hat beim Luftanhalten .. Apnoetauchen .. dann ist der Sauerstoff im Blut in Co2 umgewandelt und nicht der O2 Mangel sondern der Co2 Überschuss löst den Atemreflex aus. Bei Einatmen von Luft mt höherem Co2 Anteil gelangt dieser aber nicht ins Blut, und man merkt den Sauerstoffmangel nicht direkt. 

Den Effekt nennet man Pendelatmung, weil die Luft im zu langen Schnorchel "pendelt" 

 

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