Taubenküken frieren?

...komplette Frage anzeigen da waren sie vorher drin und jetzt sind sie eben auf dem karton. - (Vögel, Tauben, frieren)

1 Antwort

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Diese Jungvögel haben bereits Federn, die frieren nicht so leicht. Wenn sie sich zusammenkuscheln, dann wärmen sie sich gegenseitig, sind ja auch soziale Tiere, das ist normal. Waren die immer nur in dem Blumenkasten, ganz ohne Nistmaterial?

Du kannst ihnen doch ein altes Handtuch unterlegen und das ein bisschen "schüsselartig" formen, dann können sie sich reinkuscheln. Das Handtuch kannst du dann wegwerfen oder heiß waschen.

Zu oft würde ich sie allerdings nicht mehr stören, denn Tauben sind sehr menschenscheu. Wie man an den bisherigen Kommentaren sieht, werden sie von vielen Menschen regelrecht gehasst, das wissen die Tiere natürlich und sind vor Menschen extrem auf der Hut. Es kann also sein, dass die Eltern das Nest aufgeben, wenn du dich zu oft einmischt. Ich würde ein Handtuch unterlegen und sie dann komplett in Ruhe lassen. Junge Stadttauben sind extrem zutraulich und haben noch gar keine Angst vor Menschen, das darf man aber nicht falsch verstehen, es sind trotzdem Wildvögel.

Die Mutter kommt seltener, weil die Küken schon größer sind, das ist bei Tauben normal.

Vgl. Wikipedia (Stadttaube): "Nach dem Schlupf werden die Nestlinge anfänglich häufig gehudert und von beiden Partnern mit Kropfmilch gefüttert. Mit zunehmendem Alter werden sie tagsüber von den Eltern allein im Nest zurückgelassen und nur ca. 4 Mal am Tag gefüttert. (...) Mit 23 bis 25 Tagen Alter verlassen die Jungen das Nest. Mit 30 bis 35 Tagen sind sie voll flugfähig und unabhängig. (...) In Stadtkernen liegt die Jungensterblichkeit bei bis zu 90 % im ersten Lebensjahr."

Sollten die Jungtauben schwächer werden oder gar nicht mehr gefüttert werden, sollte also Gefahr bestehen, dass sie sterben, solltest du sie reinnehmen, wärmen, ihnen Elektrolytlösung geben und dich an eine Auffangstation wenden.

Tipps für den Notfall (!):

Elektrolytösung: Zur Stärkung des Jungvogels – egal ob Nestling oder Ästling – wird eine Elektrolytlösung hergestellt. Dabei handelt es sich um in handwarmem, abgekochtem Wasser aufgelöstes Traubenzuckerpulver oder aufgelöstes Elotrans bzw. Oralpädon. Zur Not können auch Honig oder normaler Zucker im Wasser aufgelöst werden. Noch besser als Wasser eignet sich handwarmer Kümmeltee. Per Löffelstiel/Holzstäbchen/Pipette o. ä. wird die Elektrolytlösung tropfenweise an den geschlossenen Schnabel gestrichen. Der Vogel muss unbedingt jeden einzelnen Tropfen abschlucken, das sieht man an einer Art „Schmatzen“. ACHTUNG: In den Rachen gekippte Flüssigkeit kann zum Ersticken führen.

Auffangstationen (links in der Leiste nach PLZ geordnet): http://wildvogelhilfe.org/aufzucht/auffangstationen.html

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