Taschengeld Konto von Betreuer eingerichtet, was bekomme ich da wöchentlich und....?

3 Antworten

In welcher Höhe wird das Geld, meint ihr, sein?

Das kommt ganz auf Dein Einkommen an; zunächst mal wird der Betreuer dafür sorgen, dass alle Festausgaben wie Miete, Strom, GEZ, Telekom usw bezahlt werden, und was dann noch übrigbleibt wird Dir als Taschengeld wöchentlich ausgezahlt.

muss ich meinen Betreuer alles nachweisen, was ich kaufe oder eher nicht

Nein, natürlich nicht; Du bist immer noch ein freier Mensch und kannst selbstständig entscheiden, was Du kaufst.

Kann ich von den Taschengeld auch etwas sparen

Na klar, wenn Du willst, kannst Du das tun.

muss ich jede Geldausgabe melden

Nein

oder ist es egal was ich Einkäufe mit den Taschengeld an Lebensmittel?

Du allein entscheidest, was Du Dir kaufst, ABER - ganz wichtig; Du musst mit dem Geld auch wirklich die ganze Woche auskommen. Wenn Du schon nach drei Tagen pleite bist, gibts Probleme, dann musst Du dem Betreuer erklären, wofür Du das Geld ausgegeben hast und warum Du schon nach einer halbe Woche nichts mehr hast. Es ist sehr wichtig zu zeigen, dass Du verantwortungsbewußt mit Geld umgehen kannst und nicht alles verjubelst, nur dann wird die Betreuung irgendwann auch wieder aufgehoben

Wenn du einen Betreuer gestellt bekommst, dann solltest du das mit ihm besprechen.

Wenn du kauffsüchtig bist, dann kann man annehmen, dass der Betreuer da ein Auge darauf hat, dass du nicht in die Lage kommst, wieder zuviel zu bestellen.

Wäre nicht eine Selbsthilfegruppe für Kaufsüchtige etwas für dich?

Du hast den Betreuer doch selbst beantragt, oder?

"Taschengeldkonto" ist keine gesetzlich geregelte Einrichtung, das ist einfach etwas, was dein Betreuer entschieden hat.

Wenn du Fragen dazu hast, musst du den Betreuer fragen, wie er sich das vorstellt.

Wenn dir das nicht gefällt, musst du dir einen Anwalt dagegen nehmen. Wenn du damit Probleme hast, schreib mir gerne eine PN, mit sowas helfe ich öfter mal Fragestellern hier.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Entmündigung/Betreuungsbetrug: was fällt euch noch dazu ein und was würdet ihr mir raten, was ich jetzt tun sollte?

Wenn ihr euch das Bild genau anseht, werdet ihr sehen dass ganz oben steht: ,,der Betreute ist vermögend“ und lebt in ,,eigener Wohnung“. Das ist aber nicht richtig, da ich zum damaligen Zeitpunkt Schulden hatte und bei einem Elternteil in deiner Bedarfsgemeinschaft lebte. Eine eigene Wohnung hatte ich noch nie, also muss das was in diesem Dokument steht ja ein Fehler sein.

Zu dem Zeitpunkt als die Betreuung angeordnet wurde , war ich noch minderjährig. Ich wurde erst im Juni 2015 volljährig. Zu dem Zeitpunkt war ich in einer Psychiatrie und deshalb wurde ich auch unter Betreuung gestellt.

Dass ich Vermögend war, stimmt eigentlich auch nicht. Ich hatte mit 18 ein Sparbuch wo mehrere Tausend Euro drauf waren. Da ich zu dem Zeitpunkt hoch verschuldet war, hätte der Betreuer eigentlich erst mal die Schulden bezahlen müssen, anstatt sich selbst eine Vergütung auszuzahlen. Außerdem hätte ich das Geld für meinen Lebensunterhalt benötigt, da ich zu dem Zeitpunkt arbeitslos war bzw. aufgrund meiner Krankheit nicht arbeiten konnte. Im Endeffekt habe ich derzeit immer noch Schulden aus dem Zeitraum wo der Betreuer sich Vergütung auszahlen ließ. Laut einem Beschluss soll ich angeblich auch bzgl. der Vergütung angehört worden sein. Stimmt aber nicht, wurde nie gehört und das wurde alles hinter meinem Rücken veranlasst. Ich bin mir auch ziemlich sicher dass der Betreuer Briefe mir unterschlagen hat (es bestand auch Entgegennehmen der Post)

Der Betreuer hat auch mein Vermögen verwaltet und hat mich nie über etwas informiert und hat mir keinen Einblick gewährt. Letztendlich habe ich – als die Betreuung Ende letzten Jahres aufgehoben wurde – erfahren, dass das Vermögen weg ist und dass immer noch Schulden aus besagten Zeiträumen bestehen. Ich wäre derzeit immer noch auf Sozialhilfe angewiesen, aber habe Probleme bekommen (weil der Betreuer das Vermögen dem Amt nicht meldete) und dann wurde meiner 'Bedarfsgemeinschaft' auch noch Sozialbetrug unterstellt weil während dem gesamten Zeitraum ab dem ich 18 war, Sozialleistungen bezogen wurden. Wusste darüber aber auch nichts, da das Geld nicht auf mein Konto gegangen war. Das mit dem Amt hat auch der Betreuer gemacht ohne mich darüber zu informieren alles hinter meinem Rücken.

In der Zwischenzeit wurde ich auch noch entmündigt (Einwilligungsvorbehalt). Zu dem Zeitpunkt wurde mein Giro-Konto gesperrt und ist ab dem Zeitpunkt nur noch über meinen Betreuer gelaufen. Im Endeffekt hatte ich keinerlei Zugriff auf meine Vermögensangelegenheiten und mein Betreuer hat keine Rechenschaft abgelegt. Es wurde kein Schlussbericht und keine Abrechnung gefertigt.

Die Konsequenzen die mein Betreuer verursacht hat bekomme ich erst jetzt zu spüren. Ich stehe kurz vor der Privatinsolvenz, da ich mittellos bin und noch aus dem Zeitraum viele Tausende Euro Schulden habe.

Falls ihr ähnliche Erfahrungen mit Betreuungsbetrug habt und euch auch als Betreuungsopfer seht, könnt ihr gerne eure Erfahrung mitteilen. Was ratet ihr mir jetzt zu tun?

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Rechtsgrundlage für Bargeldeinteilung für Zubetreuende?

Hallo liebe Gemeinschaft...

Ich arbeite als Heilerziehungspflegerin in einer "ambulant" betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen. Da sich das Bundesteilhabegesetzt stetig ändert und es verschiedene Dinge gibt die nach aktuellen Stand unklar sind benötige ich mal Hilfe. Die Bewohner haben alle gesetzliche bestellte Betreuung, die unter anderem den Wirkungskreis "Vermögenssorge" haben. Sie beantragen und verteilen sozusagen die Gelder, sparen evtl. etwas Puffer an für größere Anschaffungen (ist ja jetzt möglich mit höhere Grenze an Ersparnis) und teilen monatlich den benötigten bzw. frei verfügbaren Barbetrag nach Absprache den Bewohnern zu. Das Taschengeld erhalten Sie 1x monatlich. Manche können es sich selbst für den ganzen Monat einteilen, aber haben da eher schon Probleme. Wir als pädagogische Betreuer können beraten und Hinweise geben, die aber auch nicht unbedingt greifen. Die gesetzlichen Betreuer hätten es gerne, dass wir wie bis vor einigen Monaten das Taschengeld wöchentlich zuteilen. Nach der Selbstbestimmung und dem Bundesteilhabegesetz sind wir dazu aber gar nicht befugt, wenn der Bewohner das nicht möchte und uns das am besten schriftlich bestätigt. Wenn die Bewohner ihr ganzes Taschengeld haben wollen, müssen wir das laut Gesetz aushändigen zur freien Verfügung. Das wollen die gesetzlichen Betreuer aber nicht verstehen. Natürlich ist uns bewußt, dass das Geld sofort weg ist und das alles für Blödsinn...aber wir können und dürfen das nicht einteilen bzw. das Geld zurück halten, wenn die Bewohner ihr Geld haben wollen. Das darf theoretisch vielleicht der gesetzliche Betreuer (wobei ich das auch anzweifeln, solange für Unterkunft, Nahrung, Kleidung etc gesorgt ist,was ja so ist bei uns). Jetzt meine Frage: Ist jemand von euch auf den neusten Stand über die rechtliche Situation? Ich sehe selbst im Internet nicht mehr so recht durch was man nun darf und auch nicht darf. Die gesetzlichen Betreuer wollen uns nämlich schon fast dazu verpflichten das Geld einzuteilen. Ja logisch ist ja auch viel einfacher, wenn ein Bewohner nur einmal im Monat kommt und nicht einmal in der Woche....

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