Tarotkarten legen erklärt für verwirrte Autorin?

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3 Antworten

Willst Du wirklich mit Tarot arbeiten? Vorhersage der Zukunft klingt eher nach Lenormand oder Kipper, Tarot ist eher bezogen auf konkrete Fragen, so erzählte es mir jedenfalls eine Freundin, hingegen Lenormand weit universeller angelegt.

Die unterschiedlichen Tarotdecks sollten Dich nicht verunsichern. Das am häufigsten verwendete Deck ist das Rider-Waite-Deck, zu dem es auch massenhaft Literatur gibt. Die Erläuterungen zum Crowley-Deck sind auch gut darauf zu beziehen, wenn Du es etwas kryptischer/mystischer magst (so werden bei Crowley Elemente stärker thematisiert). Beide Decks stehen in der Tradition des Golden Dawn, einem Geheimorden zu Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die Legungsmuster sind übrigens variabel und jedeR TarotlegerIN hat seine bevorzugten Muster, in denen sie/er sich heimisch fühlt. Dabei zählen insbesondere auch Bezüge zwischen den Karten unter Berücksichtigung der Position, weshalb mit der Anzahl der Karten auch die Komplexität überproportional steigt. Viele der gängigen Muster im Netz sind aber urheberrechtlich geschützt, also Vorsicht bei der Verwendung. Besser ist es, sich ein eigenes Muster zu überlegen.

Eine Vorbereitung ist eigentlich nicht nötig und auch die Form ist nicht "vorgegeben". Manche LegeRinnen übergeben das Deck nicht, andere lassen den Frager mischen, wieder andere (mehrfach) abheben, nachdem man selber gemischt hat, nur wird die Frage VOR dem Mischen gestellt und danach ist Ruhe und Konzentration auf die Frage angesagt.

Welche Methode Du auch wählst, zum Abschluß werden die Karten zu einem Fächer ausgebreitet und dann in einer durch die gewählte Legung vorgegebenen Folge gezogen und umgekehrt ausgelegt gemäß des Musters der Legung. Das kann schweigend erfolgen oder mit Nennung der Positionsbedeutung wie "Das, worum es geht", "Das, was nicht sein wird" , "Das, was sein wird" und "Das, was sich ergibt". Wer die Karten dem Frager nicht aushändigt, der wird auch hier für den Frager ziehen, ansonsten ist es frei, wer zieht.

Dann werden die Karten aufgedeckt und - ein klassischer Fehler - erst dann in der vorgegebenen Folge interpretiert, wenn alle Karten umgedreht sind, denn wie gesagt: es werden auch die Bezüge zwischen den Karten beachtet, u.a. numerologische Bezüge hergestellt, die Entwicklung der Elemente oder der Nummern etc..

Nur bitte eines, da wurde meine Freundin immer richtig sauer: nie den Tod mit "Tod" übersetzen. Die Karte "Der Tod" folgt auf den Gehängten, zeigt an, daß man mit dem, was hinter einem liegt, abgeschlossen hat und nun frei ist für einen Neuanfang, ist also eine durchaus positive Karte.

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Kommentar von unwissend29
15.10.2016, 16:58

Vielen Dank! Sie haben mir sehr weiter geholfen. Außerdem muss ich ihnen recht geben, da keine konkrete Frage gestellt wird, werde ich mich gleich mal nach Lenormand/Kipper erkundigen. Trotzdem hat mich ihre Antwort zu mehr Verständnis geführt! Die Sache mit dem Tod werde ich mir merken, ich werde sie zwar noch nicht brauchen (weil die Karten durch den Fluch der Protagonistin keine Bilder anzeigen werden) aber vielleicht kann ich das ja später mal brauchen. Danke Danke Danke! Ich wünsche ihnen und ihrer Freundin einenschönen Tag!

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Ich habe früher mal Tarotkarten gelegt und da funktioniert das so: 

Es werden alle Karten von dem Seher gemischt dann als Fächer ausgebreitet. Dann sucht sich die Person (um dessen Zukunft es geht)7 Karten aus und die werden in der Reihenfolge wie sie gezogen werden in einer Reihe gelegt. Dann wird von links nach recht die Karten vom Seher bestimmt. 

Ein Beispiel

Karte 1 Der Verführer

Karte 2 Der Dieb 

Karte 3 Der Hunger 

Karte 4 Der Engel

Karte 5 Die Rache 

Karte 6 Der Sieg

Karte 7 Die Hochzeit

Das würde bedeuten das deine Protagonistin zuerst Verführt und Beklaut wird (Karte 1 und 2). Dann in der Gose landet (Karte 3). Dann geredet wird von einer gut meinenden Person (Karte 4). Sich am Verführer rächt und gewinnt (Karte 5 und 6) und dann ihren Retter heiratet (Karte 7).

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Kommentar von unwissend29
15.10.2016, 16:42

Danke, das hat mir schon viel weiter geholfen! :)

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Kommentar von PolluxHH
15.10.2016, 16:55

Welches Deck ist das denn? Eines ist klar: weder Visconti noch Wirth, nicht Waite und nicht Crowley.

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Wenn es Fantasy ist, dann denk dir dolch selbst etwas aus oder entscheide dich für eine Variante. Recherche gehört einfach zum Job eines Autors! Das macht niemand anderes für dich.

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Kommentar von unwissend29
15.10.2016, 16:30

Ich kann mir nicht einfach etwas ausdenken! Genau dann wäre ich nämlich zu faul zum recherchieren! Das Buch spielt in dieser Welt, mir einfach auszudenken wie es funktionieren könnte wäre irgendwie respektlos gegenüber der Kunst des Karten legens und Leser die, im gegensatz zu mir, Ahnung davon haben wären sicher nicht sehr "erfreut" darüber!

Fragen stellen ist recherche. Ob ich sie in Google eingebe oder hier, als Antwort bekomme ich einen hilfreichen Text, geschrieben von jemandem der weiß wie es geht.

Wieso machst du dir überhaupt die Mühe mir zu antworten, wenn du noch nicht nütliches zu sagen hast?

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