Tarifvertrag - Immer gültig?

6 Antworten

Ein Tarifvertrag ist - streng genommen - nur gültig, wenn der Arbeitgeber im entsprechenden Arbeitgeberverband ist und Du in der entsprechenden Gewerkschaft. Denn Tarifverträge werden grundsätzlich zwischen diesen beiden Tarifparteien ausgehandelt. Ist also einer der beiden (Arbeitgeber / Arbeitnehmer) nicht in der entsprechenden Organisation, gilt formal der Tarifvertrag dann nicht.

Der AG kann doch nach Belieben jeden Mitarbeiter nach Tarif bezahlen.

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Eine neue Eigentümerin muss erstmal den alten Tarif übernehmen. Nur durch eine "Änderungskündigung" kann sie andere Konditionen aushandeln.

du gehst davon aus das eine übernahme stattgefunden hat, das geht aus der frage aber nicht hervor

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@Klarykowsky

Eine Personalübernahme ergibt sich aus §613a Abs 5 BGB zumindest für 1 Jahr automatisch, und das zu den "alten" Konditionen.

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Nicht nur der der Tarifvertrag ist bei einem Betriebsübergang wichgtig , sondern auch der § 613 BGB.

Ziatat: § 613a Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang

(1) Geht ein Betrieb oder Betriebsteil durch Rechtsgeschäft auf einen anderen Inhaber über, so tritt dieser in die Rechte und Pflichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Sind diese Rechte und Pflichten durch Rechtsnormen eines Tarifvertrags oder durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, so werden sie Inhalt des Arbeitsverhältnisses zwischen dem neuen Inhaber und dem Arbeitnehmer und dürfen nicht vor Ablauf eines Jahres nach dem Zeitpunkt des Übergangs zum Nachteil des Arbeitnehmers geändert werden. Satz 2 gilt nicht, wenn die Rechte und Pflichten bei dem neuen Inhaber durch Rechtsnormen eines anderen Tarifvertrags oder durch eine andere Betriebsvereinbarung geregelt werden. Vor Ablauf der Frist nach Satz 2 können die Rechte und Pflichten geändert werden, wenn der Tarifvertrag oder die Betriebsvereinbarung nicht mehr gilt oder bei fehlender beiderseitiger Tarifgebundenheit im Geltungsbereich eines anderen Tarifvertrags dessen Anwendung zwischen dem neuen Inhaber und dem Arbeitnehmer vereinbart wird.

(2) Der bisherige Arbeitgeber haftet neben dem neuen Inhaber für Verpflichtungen nach Absatz 1, soweit sie vor dem Zeitpunkt des Übergangs entstanden sind und vor Ablauf von einem Jahr nach diesem Zeitpunkt fällig werden, als Gesamtschuldner. Werden solche Verpflichtungen nach dem Zeitpunkt des Übergangs fällig, so haftet der bisherige Arbeitgeber für sie jedoch nur in dem Umfang, der dem im Zeitpunkt des Übergangs abgelaufenen Teil ihres Bemessungszeitraums entspricht.

Gefunden und alles unter: http://dejure.org/gesetze/BGB/613a.html

Nach der Karenzzeit kann eine Änderungskündigung zu neuen Bedingungen ausgesprochen werden und somit die mögliche Tarifgebundenheit beendet werden.

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Automobilverkäufer, dürfen Provisionen verrechnet werden?

Guten Tag,

seit dem 01.02. arbeite ich im einen Autohaus als Verkaufsberater. In meinem Vertrag steht ein Tarif/Garantiegehalt von ca. 2590€.

Ich bekomme ein Fixum von 560€ und muss den Rest durch Provisionen dazuverdienen. Dies war in den ersten Wochen/Monat sehr schwierig da ich u.a auch erst mal eingearbeitet wurde und kaum Kundenkontakt hatte.

Im Februar verdiente ich also 560€ Fixum + 450€ Provision. Selbstverständlich bekam ich aber Anfang März eine Abrechnung mit 2590€ Brutto

Im März lief es natürlich schon besser und flüssiger, verdient habe ich 450€ Fixum und 3290€ Provision. Bekommen habe ich aber wieder mal nur 2590€ weil die fehlende Provision zum Tarif/Garantiegehalt verrechnet wurden.

Ist das zulässig/korrekt? Es steht tatsächlich so im Vertrag das es so gemacht wird, aber habe ich dann im Februar überhaupt ein Tarifgehalt bekommen? Gibt es evtl. dazu eine gesetzliche Regelung zum Nachlesen?

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Müssen Aushilfsjobs pro Stunde bezahlt werden?

Hallo Community,

meine Tante arbeitet seit paar Monaten auf 450 Euro Basis in einer Fußpflegepraxis. Zuvor musste sie für eine mehrwöchige Ausbildung rund 1500 Euro hinblättern. Das war allerdings nicht das eigentliche Problem. In ihrem Arbeitsvertrag steht, dass sie 10 Euro pro Stunde bekommt. Die Chefin hingegen rechnet mit 5 Euro pro Fußpflege, welche eine halbe Stunde dauert. Die Fußpflege dauert allerdings eine 3/4 Stunde und in den 8 Stunden Arbeitszeit sind ja nie 16 Fußpflegen angemeldet. Das bedeutet, dass wenn meine Tante 8 Stunden arbeitet und nur 5 Fußpflegen angemeldet sind, bekommt meine Tante nur 25 Euro in 8 Stunden was einem Stundenlohn von 3,125 Euro entspricht. Das kann doch nicht rechtens sein. Ich würde ja den Zoll in den Laden schicken um da mal bisschen aufzuräumen aber meine Tante ist eben ein Gutmensch.

Aber eine generelle Frage: Kann sich die Chefin mit der Bezahlung pro Fußpflege so leicht aus der Schlinge ziehen?

Danke für eure Antworten! :)

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seminare und freie Tage

Hallo :-)

ich möchte erstmal klar stellen das ich keine bin die sich vor verpflichtungen drückt oder etwas verweigern möchte.

So eine kurze vor Erzählung Ich arbeite Vollzeit von Diensttag bis Samstag, der Salon hat Montags bis Samstags geöffnet und Montags ist mein freier Tag.

So jetzt bin ich mitten im Umzug und ich lege und räume und packe und ziehe schon so um das ich alles auf meine freie Tage lege also Sonntag und Montag. Kurz gesagt ich verzichte auf den einen Sonder Urlaub weil ich 25 km näher zur Arbeit ziehe.

So das erstmal

Dann hat die Chefin einfach für den November ein Pflicht Veranstaltung die abends ist ist ja auch alles schön und gut aber es fällt mal wieder auf meinen freien Tag so wie das Seminar davor was aber eine freiwillige Veranstaltung war.

So und gestern viel Ihr dann noch ein ach ich könnte meine Mitarbeiter schulen...freu ich mich auch drauf weil ich diese Art von Technik sehr gerne erlernen möchte. Aber diese Schulung beträgt einen ganzen Tag dann auch noch auf einen Sonntag

Das heißt: Am 23.11 Sonntag ganztägige Schulung 24.11 Montag Pflichtprogramm abends 30.11 Sonntag Seminar ganztägig

Aber wenn ich den 23.11 Schulung habe und darauf den Tag abends diese Pflichtveranstalltung wo ich vor 23 Uhr nicht zu Hause bin bin ich kaputt und dann noch die ganze woche arbeiten ich hab dann keine zeit um ruhe zufinden.

Darf meine Chefin das?

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