Taoismus - Tod und Probleme.

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5 Antworten

Zum zweiten Teil Deiner Frage habe ich keinen Hinweis gefunden. Meines Wissens beantwortet "der Taoismus" die Frage "was kommt im Taoismus nach dem Tod", nicht direkt, da sie dem Wesen vom Yin und Yang nicht entspricht. Folgender Vers aus dem Tao-Te-King von Laotse nach der Übersetzung von Rudolf Backofen hilft Dir vielleicht weiter: http://home.pages.at/onkellotus/TTK/German_Backofen_TTK.html#Kap50.

Erkenntnis der Lebensgesetze gibt Furchtlosigkeit

Ausgang aus dem Nichtseienden in das Seiende ist Geburt; Heimkehr in das Nichtseiende ist Tod.

Drei von zehn suchen ihre Seligkeit im Leben, drei von zehn suchen sie im Sterben, drei von zehn klammern sich an die Freuden des Lebens und geben sich gerade dadurch dem Tod in die Hand. Warum ist es so? Weil jeder auf seine Weise des Lebens Erfüllung sucht.

Ich aber hörte, dass der Weise, um das wirkliche Geheimnis des Lebens wissend, auf seiner Wanderschaft nicht Nashorn noch Tiger fürchtet, und durch kämpfende Heere ohne Waffen und Rüstung schreitet. Das Nashorn fände keinen Angriffspunkt für sein Horn, der Tiger keinen für seine Tatzen, die Feinde keinen für ihre Schwerter. Warum? Weil er unantastbar ist, weil es für ihn keinen Tod gibt.

Konfuzianismus und Taoismus sind die zwei Äste des Chinesischen Universismus, ein Ausdruck den der niederländische Sinologe J.J.M.de Groot geprägt hat.

Die Seele des Menschen besteht aus dem individuellen Yang ( entspricht der Seele) und aus einer materiellen Lebenskraft ( kuei /Dämon ).Nur die höhere Seele bleibt nach dem Tod bestehen.

Daoismus

Daoistische Erleuchtung wird als die Einswerdung mit und Erlangung des ewigen Dao erklärt (siehe Zhenren). Der Daoismus erklärt Erleuchtung ohne dabei Bezug auf eine göttliche Wesenheit zu nehmen, jedoch können im religiösen Kontext Götter eine Rolle spielen. Das grundlegende Werk ist auch für den religiösen Daoismus das Daodejing von Laozi, daneben werden aber im Daozang eine Vielzahl von Methoden zur Erlangung der Erleuchtung dargestellt. Bei den Daoisten heißt es: „Um zu deinem wahren Sein zurückzukehren, musst du ein Meister der Stille werden. Sitze regungslos wie ein Stein und lasse deinen Geist ruhig werden. Kehre den Geist in sich selbst und betrachte das innere Leuchten.“ Im Unterschied zu den indischen Religionen geht der Daoismus nicht von einem Kreislauf der Wiedergeburten aus. Der Unterschied zwischen dem buddhistischen Nirvana und dem Dao besteht darin, dass es sich bei dem Dao um ein transzendentes Wirkprinzip handelt, das der manifestierten Welt immanent ist. Es gilt als die Ursache von Allem, als das einzig wahrhaft Seiende und es stellt die Ordnung der Dinge dar, so dass jedes Wesen und jedes Ding seinen eigenen Weg, sein eigenes Dao hat. Es geht im Daoismus nicht darum, die (im Buddhismus als illusionshaft betrachtete) Welt zu überwinden, sondern die Harmonie zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos zu finden.

dieses ist ein Auszug aus wikipedia ; Daoismus ist demnach eine andere Bezeichnung für Taoismus du kannst unter diesem Begriff Daoismus alle Fragen beantwortet bekommen , wenn du sie dort eingibst.

Das "Dao Zang", der Grundkanon des Daoismus, umfasst schlappe 5.485 Bände, in denen Du alles zu Deiner Frage findest :-))

Zum Tod vielleicht zwei charakteristische Aphorismen von Lie Zi, eines der großen Lehrer des Daoismus:

"Die Alten betrachten den Tod als ein Heimkehren, das Leben als ein Abschiednehmen" --

"Der Weise befindet sich in der Gesellschaft derer, die vom Leben und Tod genauso denken, wie man von Wachen und Schlafen denkt, und er gehört nicht zu jenen, die die Bedeutung des Zurückkehrens vergessen haben."

Als Literatur empfehle ich: John Blofeld, "Der Taosimus", Sammleredition "Wege der Weisheit", Weltbild Verlag.

Die (richtige) Antwort gibt dir unser ewiger Vater: (1.Kor.15,51; Offb.20,5-6).

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