Tagebuch aus der Sicht eines KZ Häftlings Buchenwald?

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5 Antworten

Und was hast du gestern den ganzen Tag dort gemacht? Geschlafen?

Die meisten Gefangen sind in Viehwaggons mit der Bahn dort eingetroffen.

Hab nicht geschlafen sondern gefroren ^^

Und danke :)

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Ihr seid ja dort gewesen, d.h. ihr wisst generell, was passiert ist, was die KZ-Häftlinge durchmachen mussten, ihr wisst grob, wie ein Tag im KZ abgelaufen ist.

Jetzt versetz dich in die Lage eines Häftlings. Wie hättest du dich gefühlt?

Jetzt versetz dich in die Lage eines Häftlings. Wie hättest du dich gefühlt?

Ich glaube nicht, dass man das heute auch nur annähernd nachempfinden kann!

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@ArnoldBentheim

Worum geht es bei einem fiktiven Tagebucheintrag?

Zum einen fragt man damit Wissen ab, zum anderen fördert man das Einfühlungsvermögen. Am Ende erhofft man sich eine möglichst gelungene Schreibübung, bei der den Schülern zumindest ein bisschen klarer wird, was früher geschehen ist, jenseits trockener Namen und Zahlen. Das Tagebuch der Anne Frank wird doch auch in erster Linie deswegen gelesen, weil sich Jugendliche leichter mit einer Gleichaltrigen identifizieren und so ein Stück gefühlte Geschichte abbekommen.

Dass sich das Nachempfinden eines behüteten Jugendlichen nicht mit dem Elend eines KZ-Insassen mithalten kann, behauptet niemand.

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Lies mal das Buch "Der SS-Staat" von Dr. Eugen Kogon. Der war selbst Häftling in Buchenwald und berichtet u.a. sehr ausführlich über das Lagerleben.

Nee, da gibt es Bücher, die noch anschaulicher und spezieller das Leben in Buchenwald beschreiben, so z.B. "nackt unter Wölfen" von Apitz oder das "7. Kreuz" von Anna Seghers.

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@voayager

Die von Dir zitierten Titel sind beides Romane, wobei "Nackt unter Wölfen" auch noch tendenziös ist (Made in GDR).

Der "SS-Staat" von Eugen Kogon ist ein Tatsachenbericht, leidenschaftslos, sachlich und gerade dank dieser Emotionslosigkeit erschreckend.

Ein Bericht hat emotionslos zu sein, und das gelingt Kogon bravourös. Was er selbst dort erleiden mußte -er war lange Jahre, bis zur Befreiung in Buchenwald-, unterdrückt er, und so und nicht anders muß ein Bericht sein.

Die Ungeheuerlichkeit dieser Hölle erschließt sich dem Leser ganz von selbst, und man kann Kogons Buch nicht ohne Beklemmung aus der Hand legen. Dazu braucht es keine "Story" drumherum.

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Filmvorschläge "Das Leben ist schön" oder "Schindlers Liste"

Offensichtlich warst du mit deinen Gedanken ganz wonaders, nur nicht in Buchenwald, sonst würdest du nicht solch eine unwissende Frage stellen.

Leider wurde uns nicht mitgeteilt wie die Häftlinge in das kz gekommen sind.

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@DerKingKong

Es gibt dort recht viele Schautafeln, die du zumindest z.T. nicht glesen hast.

Im Übrigen kann man sich doch denken, wie sie ins KZ gebracht wurden, ganz gewiß nicht mit einer Samtsänfte oder in einer goldenen Kutsche, das versichere ich dir.

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