Tag und Nacht Kopfschmerzen?

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4 Antworten

Du solltest dir einen Termin in einer "Schmerzklinik" besorgen. Leider haben die lange Wartezeiten.

Der Körper hat ein "Schmerzgedächnis". Daher kann es passieren, dass man gesund ist, aber trotzdem höllische Schmerzen hat. Wenn man das ausgelöst hat, ist man im Schmerzkreislauf gefangen, obwohl organisch alles gesund ist. Eine Variante davon sind die Phantomschmerzen nach Amputationen.

Es gibt Mittel und Wege daraus. Leider ist das sehr mühsam und man muss  verschiedene Techniken dabei erlernen und einüben. Sie funktionieren auch nicht 100 %tig oder bei jedem. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

Du benutzt Schmerzmittel? Ab einer gewissen Menge davon im Körper lösen die Schmerzmittel selber ebenfalls Schmerzen auf. Man muss quasi einen Entzug davon mache um wieder schmerzfrei zu werden. In dem Fall hilft aber der Hausarzt. Was sagt der denn dazu?

Powerworker93 14.08.2016, 14:47

Der Hausarzt hat lediglich den Schmerz protokolliert, und mich in ein Schmerzzentrum eingewiesen, die mich abwiesen. Sie gaben mir ein Antiepeleptikum, das leider nicht geholfen hat.

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Realisti 14.08.2016, 14:53
@Powerworker93

Warum hat dich das Schmerzzentrum abgewiesen? Hast du eine Begründung?

Warst du schon beim Neurologen? Der könnte auch noch eine Idee haben, was los ist.

Du mußt deinen Hausarzt so lange damit nerven, bis es dir besser geht. Wenn der eine Weg nicht funktioniert, dann weiß er vielleicht einen anderen. Hartnäckig bleiben, auch wenn es schwer fällt.


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Realisti 14.08.2016, 14:58
@Realisti

Ja, das kenne ich. Wenn sie keine Diagnose ermitteln können, dann heißt es: "Das ist psychosomatisch."

So ein Käse. Gib nicht auf.

Was für Pillen nimmst du? Könnten es Nebenwirkungen sein? Kann man die auch weglassen? Studiere mal die Beipackzettel und sprech mal mit dem HA. Manchmal ist weniger mehr.

Google mal, wie andere Patienten deine Medikamente vertragen.

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Powerworker93 14.08.2016, 15:31
@Realisti

Ich nehme morgens Quentiax (Antipsychotika) 25 mg, mittags 25 mg, abends 50 mg. Dazu noch abends Olanzapin (Antipsychotika) 5 mg und Valdoxan (Antidepressiva) 50 mg. Eine Nebenwirkung ist der Kopfschmerz definitiv nicht, er war schon vorher da. Er kam von einem auf den anderen Tag. Er war einfach da... Sie haben mich abgewiesen, da sie meinten ich hätte es mit den Kopfschmerztabletten (angeblich) übertrieben. Darauf wurde mir ein
Antiepileptika verschrieben und auf wiedersehen. Ich denke ein Schmerzzentrum würde mich nicht mehr aufnehmen, da es bereits als Psychotischer Kopfschmerz eingestuft wurde.

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Realisti 14.08.2016, 20:52
@Powerworker93

Wenn ich eine Klinik/einen Arzt wechsle oder mir eine zweite Meinung einhole dann versuche ich die bestehende Diagnose nicht mitzunehmen. Die machen es sich dann nämlich einfach und übernehmen die bestehende. Besonders wenn man auf der Psychoschiene gelandet ist, ist man wie abgestempelt.

Ich verschweige die regelrecht und rücke auch nur die unbedingt notwendigen Unterlagen raus, wenn die neutral sind oder nicht näher beschriftet. Von einer Ablehnung eines anderen Schmerzzentrums würde ich auch nichts erwähnen. Die bekämen nur Angaben zu meinem Problem, im gewissen Rahmen auch, was schon versucht wurde um das Verfahren nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

Ich kenne nicht eines deiner Medikamente. Weder deren Wirkung noch deren Wechselwirkung. Bei 3 Medikamenten spricht man auch nicht von Übermedikamentierung. (Ich glaube da denkt man ab 5en drüber nach. Aber hier weiß das bestimmt einer besser.)

- Ich habe sie mal gerade gegoogled. Da steht aber Vieles über Nebenwirkungen, auch von Kopfschmerzen. Himmel, die Berge. :(

Manchmal habe ich das Gefühl, dass man in unserem Gesundheitssystem immer beim ersten mal abgewiesen wird um die Härtefälle von den leichten Fällen zu trennen. So nach dem Motto, wer wieder geht hat wohl keinen so großen Leidensdruck. Wenn es wirklich schlimm wäre, ließe der sich nicht wegschicken. Demut ist da nicht angebracht, wer gesund werden will muss selber kämpfen können oder einen haben der das für einen macht, sonst geht man unter.

Ich geh denen immer so lange und penetrant auf den Zeiger, bis ich zu einer Lösung komme oder auf ein lohnenderes Ziel zusteuern kann.

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Powerworker93 14.08.2016, 23:40
@Realisti

Das ist keine Nebenwirkung, wie gesagt, die waren schon vorher da. Über das Gesundheitssystem lässt sich debattieren, durch meinen Leidensweg kenne ich alle Fassetten dieses Unterfangens. Ich werde dennoch meinen Weg gehen, ob mit oder ohne Kopfschmerzen. Trotzdem vielen Dank für deine Antworten. 

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Ich empfehle Dir einen Aufenthalt in der Schmerzklinik Kiel. Es gibt einige Krankenkassen wie z.b. die TK, die die Teilnahme an einem 3-Phasen-Programm gegen Kopfschmerz anbieten. Hierin ist auch der stationäre Aufenthalt (16 Tage) in derSchmerzklinik Kiel enthalten. Hierzu musst Du Dir von Deiner Krankenkasse eine Liste mit Ärzten schicken lassen, die an diesem Programm teilnehmen. von denen suchst Du einen auf und bittest um Überweisung in die Klinik. Dort stellt man Dich medikamentös neu ein, zeigt Dir viele Techniken und Verhaltenssweisen, wie Du Dir helfen kannst. Schau Dich mal auf der Seite der Schmerzklinik Kiel um.

Das wird vermutlich psychisch ein. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten zu leben. Im monotonen Deutschland in einer belastenden Arbeitsumgebung muss krank machen. Ortwechsel ist angesagt. Wieso nicht mal aussteigen und es mit Meditation, Yoga ausprobieren. Gerade Yoga und Ayuveda bieten gute Möglichkeiten Dauerschmerzen loszubekommen.

Powerworker93 14.08.2016, 14:44

Von Meditation bis Akupunktur bis zur Hypnose, alles versucht.

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Powerworker93 14.08.2016, 16:49
@Realisti

Die nette Dame von der Orthopädie sagte, dass sie körperlich keine Defizite feststellen konnte. Zudem war ich beim Augenarzt, HNO, bei einer Heilpraktikerin, habe EKG, EEG, MRT durchgeführt, was leider zu keinem beträchtigen Ergebnis auslief.

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ludpin 14.08.2016, 17:38

Einmal einen Indientrip zu einer Ayurveda und Jogakur. Nur in Indien gibt es Leute die da können. In Deutschland gibts nur abzockende Dilettanten.

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Was sagen denn die Ärzte? Das kann von einem eingeklemmten Nerv bis hin zu psychosomatischen Ursachen alles mögliche sein.

Powerworker93 14.08.2016, 14:40

Die Ärzte sagen es wäre eine Psychose. Ist es ja auch. Ich bekomme täglich eine Hand voll Medikamente, aber der Schmerz bleibt.

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Stellwerk 14.08.2016, 14:41
@Powerworker93

Nur Medikamente oder auch Psychotherapie? Manchen Dingen ist nur schwer mit Pillen zuleibe zu rücken.

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Powerworker93 14.08.2016, 14:51
@Stellwerk

Ich gehe relativ oft zu einem Therapeuten, ansonsten rede ich auch oft mit meiner Mutter, es nimmt mir die Last, aber nicht das Stechen. Was auch immer es ist, es wird tief im Unterbewusstsein festsitzen.

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Realisti 14.08.2016, 15:00
@Powerworker93

Eine Psychose? Das ist aber eine heftige Diagnose. Ich dachte immer, da funkt man nur auf einem anderen Sender. Wußte gar nicht, dass man dabei Kopfschmerzen bekommt.

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Powerworker93 14.08.2016, 17:00
@Realisti

Leider ist das so, und ich wäre dankbar, dieser Psychose Einhalt gewären zu können. Immerhin ist es etwas Bewusstseinsbestimmendes, das sich (meistens) negativ auf dein Empfinden auswirkt.

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