Täuscht mein Eindruck oder sind in der heutigen Zeit immer weniger Kinder (ab 10 Jahre aufwärts) in der Lage, sich selbst zu beschäftigen in der Freizeit?

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13 Antworten

Die Zeiten ändern sich, die Spielzeuge ändern sich, die Zeit für Freizeit ändert sich. Ich saß zum Beispiel nie bis Nachmittag in der Schule. Manche Kinder sind heute wie an einem Arbeitstag unterwegs. Finde ich schlimm. Zu meiner Zeit war Mittag Feierabend, auch wenn ich noch Samstag zur Schule musste.

Und Langeweile aushalten ist auch mal wichtig. Keiner muss 24 Stunden routieren. Tun Erwachsene auch nicht. Viele sind auch gerne mal faul oder wissen nichts zu tun, oder? Und handysüchtig sind auch genug.

In meinem Umfeld sehe ich noch genug Jugendliche auf dem Sportplatz und noch genug Kinder auf Spielplätzen. Ich wohne aber auch nicht in einer Großstadt.

War gestern auf einem runden Geburtstag und an dem Veranstaltungsort war ein Stück Wald angehangen. Die 4 Kinder von Verwandten (9,7,5,4 Jahre alt) haben sich dann von den Erwachsenen abgegrenzt und sind zur Wiese gegangen. Die 4 hat man den ganzen Abend nicht gesehen und selbst zum Essen kamen sie nicht freiwillig obwohl sie vorher nach essen geschrien haben. Die Eltern mussten sie erst einsammeln gehen. Die haben Frösche gefangen und eine "Burg" für sie gebaut und haben Wache gehalten damit auch ja keiner abhaut.

Also ich denke schon dass Kinder sich alleine beschäftigen können. Aber es gibt auch Kinder die lieber bei den Eltern hängen und sehr schüchtern sind (das war ich damals) und wenn mich die kinder zum 100 gefragt haben ob ich mit spielen will, bin ich mit gegangen und kam dann nach 5 Minuten wieder zu meiner Mutter gerannt. Und auch aus mir ist was geworden 😂

Das ist teilweise auch altersbedingt. Mein Sohn ist 12. In dem Alter "spielt" man nicht mehr so richtig, aber man ist auch noch kein richtiger Teenager. Und mit den Eltern was zusammen unternehmen ist auch total uncool.

Natürlich ist er genauso Handysüchtig, wie die meisten seiner Altersgenossen. Wenn ich seine "Glotzenzeit" beende, steht er oft da und weiß nichts mit sich anzufangen. Aber oft überrascht er micht dann auch und macht plötzlich mit seinem Freund eine Fahrradtour oder geht Fußballspielen.

Die Kinder sind immer noch genauso wie vor 20 oder 30 Jahren. Man muss nur die Medienzeit etwas eindämmen. Die Langeweile bringt dann schon irgendwas hervor. Auch wenn sie total von dem ganzen Medienüberangebot überreizt sind, ist es immer noch möglich, dass sie wieder kreativ werden, wenn man sie nur lässt.

Ganz ehrlich? Hätte ich als Kind (also vor über 30 Jahren) Handy oder Internet gehabt, ich hätte genauso dadran geklebt, wie die Kids heute.

Ich hatte als ich jung war einen Amiga und habe stundenlang gespielt. Heute hab ich da keinen Bock mehr drauf und es ist auch so etwas aus mir geworden ;-)

Eltern, Umwelt prägen uns Menschen. Was fragst Du also nach, denn schließlich war es schon immer so. 

Kann ich übrigens aus meinem Umfeld nicht bestätigen. 

Ok. Aus meiner Nachbarschaft teilweise schon. Dann handelt es sich allerdings um Familien, mit denen ich nicht mal einen Gruß austausche. 

Mein ältestes Urenkelkind hat neulich angefangen, sich auf die Prüfung als Grundvoraussetzung für ein Handy vorzubereiten. Es nutzt also den PC der Eltern nach vorheriger Vereinbarung, um eine digitale Sprache zu erlernen und um mit den Eltern zu erforschen, was die digitale Welt so alles bietet. 

Irgendwann wird Uropa dann ein ganzes Wochenende immer wieder Fragen stellen. Und wenn die zufriedenstellend beantwortet wurden, dann wird mit Uropa verhandelt, welches Handy denn nun gekauft werden soll. 

Für meinen Opa waren Autos noch so Sachen, die mit sieben Siegeln ausgestattet waren. Wir Kinder haben dann erst mal in der elterlichen Werkstatt - = unserem Keller - gelernt, so ein Teil auseinander zu nehmen, zu säubern und einzupflegen und wieder zusammen zu bauen. Wenn es dann wieder sauber lief waren wir alt genug um ein gebrauchtes Teil geschenkt zu bekommen. 

Mir müsste heute erst mal ein Mensch erklären, warum bei einem Handy ein Unterschied gemacht werden soll. Aber genau so gehen die Erwachsenen mit der digitalen Welt um: Anschaffen, keine Ahnung davon haben und auch nicht davon haben wollen, 

und dann dermaßene Windelträger öffentlich zur Schau stellen, dass den Minderjährigen für die eigene Verantwortungslosigkeit noch die Schuld aufladen wollen. 

Früher gab es auch Langeweile unter Kindern.

Fiel nur nicht so auf, weil es - je nachdem, wann früher war - nicht digitial in die Welt hinaus getragen wurde.

Meiner Meinung nach wird de Kindern zwar in der heutigen Zeit viel angeboten....es gibt Spielzeug in Hülle und Fülle......, aber die Kinder können sich damit nicht beschäftigen. Es wird ihnen irgendwann "langweilig". Warum? Weil sie allein da sitzen und sich mit irgendwas spielen sollen.

Ich beobachte das in der Familie, in der Bekanntschaft und überall. Die Kinder werden nicht angeleitet, man spielt nicht mit ihnen zusammen als Erwachsener, dafür gibt es dann wieder ein neues, "kreatives" Spielzeug.

Die Zeiten werden weniger, dass man mit den Kindern Gesellschaftsspiele macht, mit ihnen Fussball spielt, mit ihnen klettern geht u.v.m. Die Eltern sind teilweise genervt ob ihres Nachwuchses, immerhin sind sie fast alle berufstätig und das auch im Schichtdienst. 

Somit, möchte man auch gerne seine "Ruhe" haben.

Wie gesagt: das ist meine persönliche Meinung dazu. Übrigens betrifft das nicht erst die Kinder ab 10 Jahren aufwärts.

Der Eindruck täuscht nicht, denke ich.

Mit eine Ursache sind sicher die ganzen neuen Medien, die es so früher einfach nicht gab. Bewußter und limitierter Umgang ist schon gut, aber bekommt man das wirklich in den Griff? Es ist ja nicht so, dass es da nur das Handy gibt. Fernseh, PC/Laptop, Spielekonsole und selbst Bücher findet man heute weniger im Regal, als viel öfter auf dem Reader.

Ich habe früher stundenlang gelesen. Echte Bücher! Das hat unheimlich die Phantasie angeregt, was dann wieder Anreiz und Ideen zum Spielen mit Playmobil, Lego etc. geboten hat. So etwas habe ich bei meinen Kindern in dieser Form auch nicht erlebt.

Wir haben uns Ewigkeiten im Wald oder auf dem Bolzplatz herumgetrieben. Das war aber eben auch eine andere Zeit. Je nachdem wo man wohnt, hätte ich Bedenken, meine Kinder längere Zeit alleine im Wald zu lassen.

Was bei uns eben sehr geholfen hat, war der Sport der Kinder. Da waren sie mit Spaß dabei, sind es heute noch, und hatten jederzeit eine sinnvolle Beschäftigung, bei der sie sich auch auspowern konnten.

 

Auch du wirst als Kind genug 'Mir ist langweilig'-Phasen gehabt haben. Das willst du jetzt bloß nicht sehen, weil sie dein Argument entkräften würden.

Dieses Gerede davon, was man früher alles noch gemacht hat, nervt. Bestimmte Dinge gab es früher nun einmal noch nicht, heutzutage sind sie aber Alltag und sich komplett davor zu verschließen ist dumm. Frag doch mal deine Eltern und Großeltern, was sie früher hatten und worüber sie in deiner Jugend den Kopf geschüttelt haben. Da kommt bestimmt auch was zusammen.

Erzieh deine Kinder zu Kindern, denen nie langweilig wird und die Fahrrad fahren können und gut ist.

Das ist deine subjektive Wahrnehmung.

Unsere Kinder spielen mehr draußen als dass sie zocken, und der Spielplatz ist immer rappelvoll.

Wo ist der formale Unterschied zwischen einem Ball und einem Handy? Sicher, die Präferenzen an Spielzeugen ändern sich über die Jahre. Aber Du weißt ja, bereits die alten Griechen waren unzufrieden mit der Jugend.

Gar nicht war.

Mit war vor 40 Jahren auch oft langweilig. Die Eltern haben sich da nicht nerven lassen.

Langeweile ist sehr wichtig für Kinder, sie quasi der Quell der Kreativität.

Falsche Erziehung. Kinder sind immer das Produkt ihrer Eltern.

Dummes Gewäsch!

Meine Eltern sind mit mir anders umgegangen als ich mit meiner Tochter.

Langeweile war mir mit vor 44 Jahren (ohne digitale Medien) nur zu bekannt.

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Blödsinn.

Kinder denken tatsächlich ganz alleine.

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Diesen Eindruck habe ich auch. Wenn ein Spielzeug heute nicht irgendein Schnick-Schnack hat, wird es nicht mehr beachtet. Dabei bietet die reine Natur eine Fülle von Spielmöglichkeiten und Zeitvertreib, man muss nur genau hinschauen.

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