Tätigkeiten eines vertriebsorientierten Bankkaufmannes?!

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2 Antworten

Ich würde die Antwort von srami mal als perfekt bezeichnen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer der Tipp das du, wenn dir Gehalt wichtig ist, bei der Deutschen Bank oder auch der Commerzbank anfangen solltest. Denn die Sparkassen, etc. zahlen nicht so viel und auch die Provisionen sind nicht so hoch. Dafür hast du aber bei der Deutschen und bei der Coba viel (!) höheren Verkaufsdruck. Am besten du gehst ins Investmentbanking, da schuftest du zwar nochmehr (naja, kommt auch immer drauf an) aber verdienst auch zehnmal mehr als ein Kollege in der Filiale.

Das hört sich gut an. Das mit der Sparkasse hab ich auch schon von eigenen Mitarbeitern gehört, dass der Verdienst sehr gering ausfällt.

Ich habe an die Postbank Finanzberatung gedacht. Hast du da vielleicht irgendwelche Rezessionen?!

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Zielvorgaben erfüllen, Zielvorgaben erfüllen und Zielvorgaben erfüllen.

Das klingt zwar ziemlich abgesdroschen, aber das normale Vertreibsgeschäft hat sich zumeist sehr stark zu einer Drückkolonne für Anlageprodukte entwickelt. Es gibt Jahres, Monats- und Wochenziele - meist exakt vorgegeben in Produkt(gruppe) und Anzahl: Bausoparverträge, Girokonten, Zertifikate, Fonds etc.)

Nicht umsonst häufen sich in den letzten 10 Jahren die Klagen wegen Falschberatung. Der Berater ist oftmals nicht mehr für den Kunden da, sondern schaut nur noch auf seine Ziele.

Ein ziemlich düsteres Bild - aber aus der Praxis.

Dafür kann man gut verdienen: Provisionszulagen, gutes Grundgehalt, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, wenn man seine Ziele (über)erfüllt.

Man kann ein ziemlich gutes Einkommen haben - korrespondiert aber eventuell schlechten gesellschaftlichen Bild eines Bankers. Das normale Privat-Kundengeschäft, in das junge Bankkaufleute zumeist gehen, fande ich reichlich trist. Ich muss meinem Kunden auch am nächsten Tag noch in die Augen schauen können!

hast du auch als vertriebsorientierter bankkaufmann gearbeitet?

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@boyka

Ich war nur kurzzeitig im Vertrieb - war einfach nichts für mich.

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@srami

Verstehe! An was ist es letztendlich gescheitert?!

Hast du Meinungen zur Postbank Finanzberatung?

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@boyka

Ich für mich muss 100% hinter den Produkten stehen, die ich verkaufen möchte. Ich möchte meinen Kunden auch morgen noch in die Augen sehen können. Das heißt, für mich kommt nur eine Honorarberatung in Frage, da ich dann vollständig von jedweden Provisionszahlungen und Kick-backs abgekoppelt bin. Nur dann könnte ich meine Kunden professionell und unbeeinflusst beraten. aber bis ich da bin, brauche ich noch etwas Zeit, deshalb kommt Vermögensberatung derzeit nicht in Frage.

Die Postbank gehört seit einiger Zeit zur Deutschen Bank. Dementsprechend werden die Vorgaben zum Produktverkauf meiner Ansicht nach schon jetzt oder in einiger Zeit von Frankfurt aus beeinflusst.

Ich war einige Monate vor der Fianzkrise in einer deutschen bank beschäftigt. damals galt es den Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value als absolut sicheres Investment an die Frau und den Mann zu bringen. Du kannst den Fonds einfach mal googlen wie dieser durch die Krise gekommen ist. Das ist beispielhaft für das ganze Beratungsgeschäft. Leider.

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@srami

** Zielvorgaben erfüllen, Zielvorgaben erfüllen und Zielvorgaben erfüllen.**

das trifft es ganz richtig.

Es gibt Jahres, Monats- und Wochenziele - meist exakt vorgegeben in Produkt(gruppe) und Anzahl: Bausoparverträge, Girokonten, Zertifikate, Fonds etc.)

und dazu dann auch die Kontrollen und Berichte im gleichen Rytmus.

Ich habe Banker erlebt die bei Nicht Zielerfüllung bis zur stündlichen telefonischen Kontollmeldung nach oben, bis aufs Blut getrietzt wurden. Bis zum Burn Out und Eigenkündigung.

Traurig aber wahr !

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